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Handy & Neander

bei der Arbeit

Wir leben im eigentlichen Sinn von Unterscheidung. Wir messen und vergleichen alles mit allem.



 

Auf Informationen bezogen prüfen wir an einer eingehenden Nachricht zuerst, wie sie in unsere geistige Innenwelt passt. Ist sie abweichend zum Speicherinhalt, wird sie geprüft, ob sie nutzbringend anzuwenden ist. Es ist logisch, dass die schon vorhandenen Speicherinhalte Prominenz genießen und schon aus Bequemlichkeit Neues abgelehnt wird. Die Mühe der Prüfung wird gegen leichte Routineabwehr oft unterliegen – an jedem Stammtisch nachzuvollziehen. Die eigenen Gedanken haben den Vorrang, schon in der Bibliothek aufgenommen zu sein. Neue Bücher werden mit der Wucht der eingerichteten Bibliothek abgeschmettert.

 

Ganz anders läuft das, wenn die hereintrudelnde Idee für eigene Zwecke verwendet werden kann. Wir übernehmen gute Einfälle, präsentieren sie als eigenes Wissen, verschaffen uns Vorteile und genießen den Ruhm. Es gehört maßgeblich zu unserer Unterscheidungskunst, zu wissen, was genau von uns stammt und was nicht. Schmücken wir uns mit fremden Federn und werfen wir uns dieserhalb in die Brust, ist es wohlwissendes lügen und vortäuschen falscher Fähigkeiten - das altbekannte Plagiat.

 

Wie immer wird es eine Normalverteilung auch hierzu geben. Wenige Hochbegabte, viele normal Begabte und natürlich zwanghaft ehrliche Leute, politische Versager. Die große mächtige Mitte nutzt die Freiheit, zu behaupten was ihr passt und uns vorwärts bringt bzw. unangreifbar macht. Somit sind alle Äußerungen eines Menschen auf ihren individuellen Richtungspfeil, die Motive des Äußernden zu prüfen. Ohne diese Prüfung verfallen wir dem Irrtum, den gesprochenen Cocktail pur zu trinken. Verstehen fordert, das Schirmchen und das Glas, die Stimmung und den Anlass zur Übergabe der Nachricht heranzuziehen und dann den Inhalt der Botschaft zu sortieren. Jede Menge kritische Arbeit. Nur wer das trainiert, erkennt seine glibberige, schwer fassbare, aufrecht gehende Umgebung.

 

Kurz:            Kein Satz ohne Motiv. Kein Motiv - kein Verstanden!

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Bild mit Link zum Verlag Sinnhalt.com