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Handy & Neander

bei der Arbeit

 

Räuber, die Schiffe überfallen, metzeln, morden, um an fremde Güter zu kommen.

 

Was, verdammt noch mal, haben diese Labtop-Spieler mit politischer Verantwortung und Weiterentwicklung der Gesellschaft zu tun?

 

Was wollen die von wem und was wollen sie für wen erreichen, wenn sie sich schon einen völlig irreführenden Namen geben, die Bedeutung des Wortes Pirat = Seeräuber nicht kennen. Dummheit ist nicht lustig.

 

Den Zulauf haben sie der Dummheit der etablierten Politikerkaste zu verdanken, die sich so in Ränke verstrickt haben, dass der Bürger nicht mehr übersehen kann, dass sie sich um alles andere, nur nicht um das Wohl der Menschen und das unseres Landes kümmern. Ist noch dümmer sein neuerdings eine Qualifikation um Volksvertreter zu werden. Der Vertretenen sollte im Idealfall von Klügeren geführt werden und nicht umgekehrt.

 

Thomas Schmid formuliert in seinem Welt-online Artikel von heute "Utopie der Piraten infantilisiert die Gesellschaft". http://www.welt.de/debatte/kommentare/article106142168/Utopie-der-Piraten-infantilisiert-die-Gesellschaft.html

 

Wichtigster Auszug: "Die „Piraten“ sind – auch hier ganz im Einklang mit einem Geist der Zeit – Attentisten, Künstler des Vertagens, Begründungsverweigerer. Auch das ist eine Form des Verzehrs der Zukunft durch die Gegenwart. Die Transparenz, die sie fordern, verhilft nicht zu scharfer Einsicht und Kommunikation, sondern führt in die Ödnis, in eine flirrende Wüste, in der gar nichts mehr zu erkennen ist."

 

 

 

Millionen von Romanen, Märchen, Geschichten, Filme, Theaterstücke, Religionsbücher usw. Sie alle beschreiben Menschen und ihr Taten und ihre Erlebnisse, ihre Nöte und ihre Ängste und ihr Glück oder ihr Unglück, kurz ihr Schicksal. Sie berichten von Jagd und Hoffnung von Geschäften und Familie. Sie alle haben eins gemeinsam, es geht um Menschen in allen denkbaren Facetten.

 

Jedoch die Anzahl erzählwürdiger Facetten ist nicht wirklich groß. Es geht um Geld und Liebe um Macht und um den Wechsel zwischen Erfolg und Misserfolg, um Freud  und Leid und Qual und Tod, um Mord und Liebe – wofür dann diese unvorstellbar massiven Auslassungen über Menschen. Ganz unzweifelhaft ist der Mensch für den Menschen das Spannendste und das Quälendste und das Unfassbarste und trotz aller Worte das Unsagbare und das Unbeschreibliche. Es ist doch eigentlich immer wieder das gleiche, was also veranlasst die einen immer wieder zu erzählen und die anderen immer wieder zuzuhören?

 

Wir haben einfach keine Ahnung, womit wir es bei uns selbst da zu tun haben.

 

Beispiel: Die Technik und die Wissenschaft der Sachen ist das andere stark beschriebene Feld. Auch hier unzählige Veröffentlichungen und minütlich kommen neue Abfassungen hinzu. Auch hier für jeden Entdecker und Erfinder Faszination und Begeisterung. Mit unglaublicher Zähigkeit und leider auch mit unvorstellbarem Mittelaufwand finden wir Sachen heraus und klar, bauen daraus so schnell es geht, etwas, was man verkaufen kann. Der Unterschied ist, bei der Technik bauen wir Erkenntnisse auf Erkenntnisse und erzeugen damit Fortschritt in allen Bereichen. Zu Lande, zu Wasser und in der Luft. Unter Wasser und außerhalb der Erde. Das erledigte Problem heißt dann fürderhin Stand der Technik. Es ist etwas erreicht worden, was gilt.

 

Derartiges gibt es bei Menschen nicht. Die Menschen sind immer noch die gleichen. Sie quälen und erschießen, sie unterwerfen und herrschen. Sie verlieben sich und sie trennen sich und sie verachten immer erheblich mehr Menschen, als sie lieben und achten. Wir lästern viel lieber, als wir loben und verehren. Beim Verehren kommt oft zusätzlich ein wenig Wahnsinn hinzu, soll heißen, die jubelnde Verehrung wirkt aufgesetzt - diese Hypes und dieses Kreischen und dieses dämliche Promitum, was keine wirkliche Verehrung sein kann. Es ist gerade so, als wollten wir mit dem vorgezeigten übertriebenen Anhängertum dem Hang zur Verachtung der anderen schauspielerisch ein Gegengewicht verschaffen um es so aussehen zu lassen, als wären wir in Ordnung. Nur wirklich erledigt ist das Thema nicht annähernd. Wir staunen immer wieder wegen der gleichen Sachen und zwar in einem Leben nicht anders als in längst untergegangenen Generationen.

 

Das Dilemma:

 

Verstand und Emotionen operieren zwar in einem Menschen, passen aber nicht zusammen, harmonieren nicht, verfolgen nicht das gleiche Ziel, sind nicht synchronisierbar, laufen in völlig getrennten Systemen, die nur bedingt kooperieren. Zusammenarbeit zwischen den beiden funktioniert, wenn überhaupt, nur über Vermittlungsinstanzen, Zwischeninstitutionen, die holprige Absprachen treffen, ohne die andere Seite je wirklich verstanden zu haben.

 

Sigmund Freud und seine psychoanalytischen Anfänge und all die vielen Nachfolger haben den Menschen nicht verändert. Die Technik hat sich verändert der Mensch aber nicht.

 

Die Antwort:

 

Unser unverstandenes Wesen kommt nicht von einem anderen Stern, es stammt aus der Natur aus der Evolution – von dieser Erde. Und es ist nichts anderes als das Ergebnis der immer weiter perfektionierten Ausstattung, um in gefährlichen Umständen zu überleben und damit die Art, die Spezies voran zu bringen.

 

Mit unseren geistigen Fähigkeiten haben wir die Umgebung für uns ungefährlich gemacht. Wir nennen es Zivilisation.  Unser Wesen aber ist unverändert der Spitzensportler im Überleben in gefährlicher Umgebung. Das ist es, was nicht zusammen passt.

 

Die unerschrockenen und wilden Kerle haben sich ein Zivilisationskostüm angezogen und spielen netter Mensch.

 

Da wir mit dem Verstand und all dem Wissen, die innere Struktur nicht zu verstehen vermögen, sind wir immer wieder geneigt, Einzigartigkeiten zu vermuten, sehen uns überrascht und übersehen die Folgerichigkeit unseres Handelns.

 

Einmal akzeptiert, dass in uns ein steinzeitlicher Überlebenskämpfer operiert, der nicht zivilisiert ist und nur nach Erfolg und Sicherheit strebt, fallen die Schuppen von den Augen.

 

 

 

Die Medien euphorisieren, demoralisieren, provozieren und polarisieren in einem Maß, das alles, was es bisher in dieser Richtung gab, himmelhoch übersteigt.

 

Sie bejubeln Gauck und sie vernichteten Wulff. Ihre Leistungen müssen schonungslos analysiert werden, damit sie für und in jedem einzelnen Bürger durch das Erkennungskorrektiv auf Maß und Mitte zurückgeführt werden und uns die drohenden gefährlichen Radikalisierungen nicht in den Abgrund, sondern haarscharf daran vorbei führen.

 

Die Demontagen, die in jüngster Zeit geleistet wurden sind für die Probanten, wie Roland Koch, Koch-Mehrin, Guttenberg, Ackermann, Wulff etc. schädlich, vielleicht auch gerecht. Das ist zu vernachlässigen unter dem Eindruck, dass aus diesem mächtigen Publikationsrecht eine volksschädigende Manipulation wird, weil niemand und nichts, diesen Moloch steuert.

 

Hektischer Ausstieg aus der Atomenergiegewinnung wird aus Sorge um die Umfragenwerte und nicht aus solider Betrachtung entstanden sein. Hektik ist nie sorgfältig. Und wieso die Eile? Die brauchen doch für Autobahnmaut auch Jahre? Die gescheiterte Finanzierung der Gemeinden interessiert auch niemanden. Nur Steuergesetze gehen fix, so sie denn mehr Einnahmen generieren.

 

Diese wahnsinnige Geldverschwendung durch die Solarförderung in einem mäßig besonnten Land  (Deutschland liegt auf der Kugel weit oben), kommt zustande, weil Leistungen aus der Politik herausgepresst werden, die nie entstanden wären, wenn der Öffentlichkeitszirkus nicht die wichtigste Stelle im Kalkül der Staatenlenker einnehmen würde.

 

Die treibende Kraft hinter dem Wahnsinn sind die unaufhaltbaren Medien, sie verstärken und verzerren Prioritäten, wie ein übersteuertes Mikrofon, das man vor eine massige Box hält. Heraus kommt nur unerträglicher Lärm. Dreht man den Pegel herunter wird es wieder Musik. Dreht alle den Pegel herunter! Lasst euch nicht ohne Unterlass in diese Hypes und Aufgeregtheiten zerren! Die wollen doch nur spielen. Ernsthaftigkeit und Solidität degenerieren, weil jeder den anderen mit Schlagzeilen übertrumpfen muss.

 

 

 

FTD-Artikel vom 17.3.2012

 

Niederländische Kirche ließ offenbar Jungen kastrieren

http://www.ftd.de/politik/international/:missbrauchsfaelle-niederlaendische-kirche-liess-offenbar-jungen-kastrieren/70010156.html

 

Auszug:

Die Zeitung beruft sich auf Aussagen von Opfern, ärztliche Berichte, Privatbriefe und Anwaltsdokumente. Im Dezember 2011 hatte eine niederländische Untersuchungskommission einen Bericht veröffentlicht, aus dem hervorging, dass in dem Land seit 1945 Zehntausende Kinder in Einrichtungen der katholischen Kirche sexuell missbraucht wurden. Obwohl es damals schon den Verdacht auf Kastrationen als "therapeutische Maßnahme zur Heilung der Homosexualität" gab, war dieser Aspekt nicht in den Bericht aufgenommen worden.

 

 

Jede zivilisatorische Institution sortiert Persönlichkeiten. Klingt im ersten Moment wie eine unbedeutende Erkenntnis. Na gut. Polizisten, Forscher, Metzger, Priester mit und Priester ohne Frauen, Kindererzieher - Frauen eher unauffällig, Männer mit Neigungen?, Verkäufer, Lehrer, öffentliche Angestellte, Karrieristen in der Wirtschaft, Politiker hier wie dort.

 

Es lohnt sich einmal nachzudenken, wieso sich berufliche Entscheidungen zu einer Zusammenrottung in Branchen herausbilden.

 

In der katholischen Kirche hat sich seit Gründung und der Abwendung von der Ehe für Priester ein Biotop für homesexuelle und Kollegen mit pädophilen Tendenzen entwickelt. Das hat nichts mit dem Glauben zu tun sondern mit Neigungen, die nach Erfüllung streben und daher Günstigkeiten suchen und dabei den Verstand in den Menschenhirnen gar nicht einbezieht. Unsere Veranlagungen haben eher eine Chance unsere Entwicklung nachhaltig zu beeinflussen, denn kurzfristige geistige Entschlüsse. Diese sind wohl samt und sonders mit den tieferen Einflüssen aufgehübscht. Während wir so genannte gute Einfälle für Leistungen aus dem kognitiven Bereich halten und uns an ihnen freuen, sind sie in Wahrheit aus dem evolutionären Bereich vorkonfigurierte Einstellungen, die im zivilisatorisch arbeitenden Gehirn als eigene Leistung desselben interpretiert werden.

 

Die evolutionäre Abteilung denkt und spricht nicht mit Worten. Sie orientiert mit vorgefassten, Emotionen ähnlichen, Zu- oder Abneigungen und sorgt so für die letztlich zivilisatorisch zu erkennende Einordnung in Berufsfelder oder eben in Institutionen, die Günstigkeiten für die innere Persönlichkeit aufweisen. 

 

Das Ganze ist nicht zu verstehen, wenn  man sich nicht bewusst macht, dass Menschen ohne das Großhirn mit seinen Denk-Sprech-Erfindungen die Menschheit hierher gebracht haben. Sie haben ohne diese späte zivilisatorische Dreingabe alles erreicht, was unsere Existenz unterfütterte. Diese Leistung stammt also nicht aus dem von uns so gepriesenen Gehirn, dafür sind seine uns so begeisternden Fähigkeiten viel zu spät entstanden. Die Anfänge des Sprechens und damit verbundenen Denkens liegen erst etwa 40.000 Jahre zurück. Die Zeit davor ohne „Gehirn“, hat uns 2,5 Millionen Jahre geführt. Und wann genau ist diese stabile Unterlage, unserer modernen Gesellschaft im Nichts verschwunden? 

 

Ist sie nicht, zu keiner Zeit. Sie bestimmt in allen Gebieten unser Leben, nur dass wir das bis heute nicht begriffen haben und natürlich merkt unsere Hirnkruste nichts. Sie muss sich auch hierin durch Reflexion an dieses Gebiet herantasten und mit unserer Hilfskonstruktion „Denken“ sich mühsam den Zugang zu den wahren Gründen unseres Verhaltens vor arbeiten. Höchste Zeit.

 

 

Ergänzung: Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus:

 

 Bischof Ackermann

Katholischer Missbrauchsbeauftragter schont Pädophile

Trierer Bischof Stephan Ackermann: Nachsicht gegenüber SexualstraftäternZur Großansicht
REUTERS

Der Trierer Bischof Stephan Ackermann beschäftigt nach SPIEGEL-Informationen in seinem Bistum sieben als pädophil aufgefallene Pfarrer. Einer von ihnen soll sexuelle Beziehungen zu einem Schüler gehabt haben, zwei weitere sind wegen Besitzes von Kinderpornografie verurteilt.

Hamburg - Der Trierer Bischof Stephan Ackermann ist der Missbrauchsbeauftragte der Deutschen Bischofkonferenz und hatte in dieser Funktion eine "Null-Toleranz-Linie" gegenüber Sexualstraftätern gefordert. Nach SPIEGEL-Informationen verfährt er in der Praxis jedoch anders und beschäftigt Pädophile weiterhin als Seelsorger.

 

Spiegel-online: 18.3.2012 http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,822002,00.html

 

 

 

 

Es ist ein Unterschied, ob wir eine Zeichnung, Baupläne oder Millionen aufeinanderfolgende Basenpaare als Daten ansehen oder ob wir das Gebäude, das Lebewesen, die Gesellschaft und einzelne Menschen real und in ihrer Ganzheit betrachten und das Gesehene verstehen wollen.


Die Komplexität des Genoms ist absolut überwältigend. Das zeigt uns zwei Sachen.


Erstens ist es mit der erreichten Komplexität nicht mehr verbesserbar. Das ist der Grund, warum sich erstmals bei Menschen das frei programmierbare Großhirn durchgesetzt hat. Das ist die individuelle Erweiterung, nachdem die Spezies an ihrer Komplexheitsgrenze angelangt ist.


Zweitens ist wegen der Wahnsinnszahl an Kombinationen also möglichen Eigenschaften von Menschen der Zugang zu den Genominformationen nicht der Schlüssel zum Verständnis, der uns zu Klarheit über die Abläufe und die Entwicklung in der aktuellen Weltgesellschaft verhilft. Das wird bis auf weiteres den Beobachtungen und den Erkenntnissen aus den Beobachtungen vorbehalten bleiben.


 

Artikel:  FAZ vom 6.3.2012

Entzifferung im USB-Stick; Das Massenscreening unserer Genome wird eingefädelt

http://www.faz.net/aktuell/wissen/mensch-gene/entzifferung-im-usb-stick-das-massenscreening-unserer-genome-wird-eingefaedelt-11674295.html

 

und Video zur Technik des Genomsequenzierens in Nanopores

http://www.nanoporetech.com/news/movies#movie-26-protein-analysis-using-nanopores

 

 

 

Jede Erkenntnis ändert eine individuelle Einstellung. Sie landet im Stockwerk für Bewertung und Entscheidungen.

 

Sie spielt eine Rolle in endlos vielen Beziehungen zu allen anderen Erkenntnissen, Gewohnheiten und Fragen, denn unser Gehirn macht ein Leben lang nichts anderes, als genau das: Erkenntnis auf Erkenntnis häufen und hin und her rechnen. Immer wieder spielt es mit Fragen und Schrecknissen, mit guten und schlechten Gefühlen und checkt so ohne Unterlass unsere Einstellung zur Welt da draußen.

 

Alle, die das nicht glauben oder einfach noch nicht bemerkt haben, überlegen, was träumen macht? Wozu sind Einfälle gut. Wieso entstehen sie und wer gibt uns innerlich spontane Antworten, wenn man noch nicht einmal eine Frage bemerkt hat?

 

Ein Stockwerk darunter sitzt die Abteilung „Nicht wahnsinnig werden“.

 

Hier sitzen professionelle Bremser aller Phantasien, genialen Einfälle, überzogener Pläne, Wünsche und Hoffnungen. Die Jungs sind gut – sie haben den Zaum in der Hand und versammeln das galoppierende Pferdchen zu verhaltenem Schritt. Geniale sind nicht stringent. Festgemauerte Charaktere sind nicht beweglich. In der Mischung liegt die Natur allen Lebens. Kein Modell und  keine Theorie beschreibt etwas ganz; es sind alles nur Vereinfachungen, um gedacht und vermittelt werden zu können.

 

Der Engpass ist die Kommunikation. Sie ist vage und überaus individuell. Jeder versteht unter nahezu jedem Begriff etwas anderes, weil Begriffe und Beschreibungen im Hirn gebildet werden. Sie steigen wie Blasen aus dem Erkenntnissee herauf und beinhalten nur schmale verdünnte und somit verkürzte und verzerrte Wahrheiten. Besser ist unsere Kommunikationseinrichtung einfach nicht, damit müssen wir leben. Sie wird jedoch besser, wenn man das verstanden hat und einrechnet.

 

 

 

Nein, hat es nicht und wird es nicht!

 

 

Seit Jahrtausenden versuchen die einen die anderen Völker zu unterwerfen, zu beherrschen, zu vernichten, ihre Ressourcen zu nutzen und etwas aus ihnen herauszuholen.

 

 

Schamlos werden Interessen verborgen und gelogen, was das Zeug hält. Irgendeinen Vorwand für eine Eroberung fand sich immer. Frieden auf Dauer hat es nirgendwo gebracht.

 

 

Da gibt es etwas, was alle Neu- und Altherrscher nicht beachten, nicht verstehen.

 

 

Völker sind große Sippen und sie funktionieren wie eine Sippe. Die Evolution hat deren Ertüchtigung viele Jahrtausende geübt und ist durch nichts zu ersetzen. Es dauert gelegentlich lange, aber dann wollen die „Sippen“ wieder unter sich sein, weil sie keiner anderen wirklich jemals trauen. Der Kosovo und Israel sind Beispiele derartiger andauernder Auseinandersetzungen. Das endet niemals, weil es naturgegeben ist.

 

 

Wenn es mit Eroberung und Vernichtungsversuchen nicht geht, geht es dann mit Geldpumpen?

 

 

Die Griechen leiden obendrein nur unter Zivilisationsproblemen, noch weit weg von Eroberungs- oder Existenzproblemen. Sie ringen um die Bequemlichkeit, sie ringen um Quellen von Wohlstand. Die Gegner sind zivilisierte hochkomplizierte Institutionen, Staaten in Zusammenschlüssen – also noch zerfetzter geht es nicht.

 

 

In den schlimmen Fällen sind und waren die Gegner ein Irrer oder ein Staatschef oder ein Diktator oder ein Terrorist, allesamt richtig gefährlich und lebensbedrohend.

 

 

Jetzt sind es Gremien und Schirme und Schäubles mit Merkeln und EZB- Bundesbankchefs und alles Mögliche.

 

 

Frage! Wie soll so ein Haufen etwas schaffen, was echte Killer mit allen Mitteln nie erreichten und zwar die zielgenaue gewünschte Veränderung einer fremden Gesellschaft, hin zu einer aufoktroierten Anständigkeit, die keiner von den Beschlussfassern jemals in seinem eigenen Land vollbracht hätte.

 

 

Das Ganze ist aus Sicht der Evolution unerträglicher Quatsch. Sie hat nicht unendliche Mühen in Individualität gesteckt, um sich dann gleichgeschaltete, windschlüpfrige Griechen wegen ein paar Europäische Wunschvorstellungen aufpropfen zu lassen. Diesen unsinnigen Versuch sollte man eiligst aufgeben.

 

 

Alle Revolutionen entstanden am Punkt einer aktuellen Existenzgefährdung, reiner Lebensgefahr Einzelner. Das tunesische Beispiel ist eines von ganz vielen. Einer verbrennt sich und alle werden aktiviert. Das ist es, was wir in Griechenland herbeirufen.

 

 Erste gefundene Meldung über einen

 

Selbstmord sorgt für Krawalle in Athen

FTD vom 5.4.2012

http://www.ftd.de/politik/europa/:schuldenkrise-selbstmord-sorgt-fuer-krawalle-in-athen/70018955.html

 

 

 

 

 

 

Ich kenne niemanden, der bei freier Fahrt auf der Autobahn oder Landstraße nervös, zornig und aggressiv wird.

 

Ganz anders ist es, wenn jemand überholt, ausgebremst, von hinten bedrängelt oder angehupt wird. Das gleiche gilt, wenn jemand einen Langsameren überholen will und es länger nicht klappt. Am heftigsten Aggessionen antreibend sind Staus, in denen ja keiner weiß, warum wir stehen, wie lange es dauert, wie und wann es weiter geht.

 

Nach drei, vier unerfreulichen Erlebnissen oder einer halben Stunde Stopp and Go ändert sich das.  Je nach individueller Situation wie Termindruck, allgemeine Entspanntheit, Grundcharakter und Tagesform entwickelt sich allmählich oder abrupt eine Kraft, die aus dem Vorwärts kommen wollen, geboren wird.

 

Menschen haben die Augen vorn und drehen den ganzen Kopf, wenn sie wissen wollen, was neben oder hinter ihnen vorgeht. In Spiegel gucken kaum welche und das Interesse an den anderen ist aus dem Auto heraus ohnehin gering. Bleibt nur vorne.

 

Wir sind nach vorn gebaut und haben aus der Evolution den Job bekommen, dahin zu wollen, wohin wir sehen. Wenn ein Auto vor uns steht, wird das behindert. Wenn etwas nicht geht, dreht die Evolution am Rad, am Verstärkerrad. Es wird mehr Energie aufgewendet. Das ist ein Grundrezept. Wir versuchen immer Energie zu sparen. Aber wenn die Schraube partout nicht rein gehen will, wird von mal zu mal mehr Kraft eingesetzt und nach fest kommt ab. Das ist dann aber eine intellektuelle Erfahrung. Bis dahin steigert die Evolution einfach die Ausschüttung von Hormonen. Das ist die Aufgabe der Hormone, den Druck zu erhöhen und der zivilisierte Mensch weiß gar nicht, wie ihm geschieht. Er zeigt Vögel, Stinkefinger und brüllt Arschloch überholt riskant, straft danach den Gegner mit Ausbremsen und tausend anderen Tricks. Wer viel fährt, kennt den Katalog. Wer sehr viel fährt, kann auch unterscheiden, ob der Stress, der vom Nachbarn gerade ausgelebt wird, aus dem Verkehr auf der Straße kommt oder aus dem Verkehr oder Nichtverkehr zuhause.  Setzt man also Millionen Autofahrer täglich in den Stau, hat man vollautomatisch Wutbürger ohne Ende.

 

Wer kapiert, dass Wut immer auch wieder abgebaut (abreagiert) werden muss, kann wenigstens annähernd ermessen, wie viel Schuld sich die öffentlichen Verkehrsbremser eigentlich aufladen und wie viel Einzelschuld sich Langsamfahrer, Ampelschläfer und Stauromantiker, Mitte- und Linksfahrer, Auffahrtenhereindrängler auf sich laden.

 

Wenn Zivilisation diese seine Bezeichnung verdient haben will, muss sie das lernen.

 

Menschen sind nach vorne gebaut. Sie wollen vorwärts und da gibt die Evolution nicht nach – niemals.

 

 

Die Simplifizierungsfunktion, die unser Gehirn vornimmt, damit es mit den Wahnsinnsdatenmengen, die es aufnimmt, umgehen kann, ist die wahre Ursache für religiösen Fanatismus, weil eine Sache wird im Gehirn als zulässig empfunden, eingelassen und dann ohne neuen Anstoß nicht mehr kritisiert. Natürlich ist das ein bewegliches langsam ausgebildetes Konstrukt – so eine Meinung. Maßgebend ist jedoch die bevorzugte Behandlung der festgelegten Ansichten aus Erziehung oder Erfahrung. Abweichende Ansichten und noch stärker gegenteilige, stoßen auf ein Heer von sogenannten Vorurteilen. Wohlverstanden ist alles, was wir denken und äußern und verteidigen wegen des Simplifizierungszwanges immer auch ein Vorurteil.

 

Ein hilfreiches Beispiel ist Markenbewusstsein. Ohne uns letztendlich davon ausschließen zu können bevorzugen wir von dem gesamten Warenangebot bestimmte Ausprägungen, Marken. Einem Anhänger von BMW Motorrädern, oder einem Porsche-Fahrer, kann man erzählen was man will, er wird immer seine Neigung verteidigen und sich für Argumente unzugänglich zeigen. Das ist einerseits die Arroganz der im Kopf vorherrschenden Meinung und andererseits die Nichtzulassung von Fakten in die BMW-Schublade, die das Bild ändern könnten. Bestenfalls kann man auf gnädiges, der hat  doch keine Ahnung, hoffen.

 

Solche Isolierungen nimmt das Gehirn in allen Bereichen vor. Wir typisieren und kategorisieren Fernsehsendungen, Geschlechtspartner, Kinder, Sportler, Erziehung und tausend andere Sachen aus der Not, es irgendwie einfach und damit dem Gehirn zuträglich also verwaltbar zu machen. Diese druckvoll verteidigten Entscheidungen sind evolutionär veranlasst, der Mechanismus lässt uns keine Wahl, wir werden immer in dieses Schubladen-Denk-System verhaftet bleiben.

 

Werden solche Schubladeninhalte von außen durch Andersdenkende angegriffen, entsteht relativ mühelos Fanatismus. Die Fußballmannschaft wird dann nicht mehr nur als zusehender Genießer begleitet, sondern als die eigene Kampftruppe angesehen, die man mit Fanmitteln zu unterstützen hat und somit gegen die gegnerischen Anhänger kämpfen muss.

 

Wir sind entlastet. Wie in den meisten Fällen, macht die Evolution, was sie mühselig erarbeitet hat zum Standardprogramm und wir kriegen das nur mit heftigen geistigen Anstrengungen überhaupt mit.

 

 

 

 

Frauen und Männer passen nicht zueinander – das weiß jeder, aber warum ist das so.

 

Die Frage, wer ist Chef im Ring bezieht sich hier auf die evolutionäre Grundforderung jedes Individuums einer Spezies, Nachkommen zu zeugen und aufzuziehen.

 

Die Forschung sagt, wir haben keine Wahl, denn unser Evosystem misst Körpermaße, wie Augenabstand und weitere Gesichtsproportionen. Männer messen Hüftumfang im Verhältnis zu Taille. Frauen messen Schultern zu Hüfte usw. Viele begeistern sich für nahe am eigenen Abbild  liegende Bewerber. Andere suchen eher nach dem Gegenteil. Kommen wir uns näher, entscheidet unser limbisches System nach der Passgenauigkeit beider Immunsysteme, ob wir uns für das Gegenüber aus Fortpflanzungssicht interessieren.

 

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Bild mit Link zum Verlag Sinnhalt.com