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Handy & Neander

bei der Arbeit

 

Gerechtigkeit ist eine milde Form von Ungerechtigkeit.

 

Nur in unserer sogenannten Intellektualität gibt es diese von allem Praktischen losgelösten Definitionen, Postulate, absolut daherkommenden Formeln und Formulierungen.

 

Deshalb ist Gerechtigkeit immer in Gefahr. Es gilt die Prozesse möglichst in die milde Zone zu verschieben. Ein zu erreichendes Ziel ist nicht vorhanden. Begreift man sie als Streben und entfällt die unglückliche Formulierung, die einen existierenden Höchstwert vorspiegelt, begreift man auch, dass alles menschliche Streben diesem Prinzip unterworfen ist.

 

Daher unterliegen wir andauernden und ununterbrochenen Fehlversuchen. Immer ist schon der Ansatz falsch, weil wir messbare Ziele formulieren, die überhaupt nicht erreichbar sind und damit scheitert jedes unserer Vorhaben im Blick auf das formulierte Ziel.

 

So viel dämliches bringt unser angeblicher Intellekt zustande und kümmert sich einen Dreck um die gelebte Natur, die derartigen Unsinn noch nie im Sinn hatte.

 

Ganz langsam und ganz zierlich sollten wir beginnen zu begreifen, dass das evolutionäre Geschenk des Verstandes ein mindestens zwei- wenn nicht mehrschneidiges Schwert ist.

 

Mit jeder sprachlichen Formulierung tappen wir im Ungewissen und eine Millisekunde später setzen wir diesem superdünnen Eis die Krone auf und handeln nach dem gerade formulierten Dünnschiss.

 

Wir fordern Klimaziele und Schulnoten, Höchst- und Niedrigstwerte beim Spritverbrauch und der Wärmedämmung, Höchstgeschwindigkeiten und Lärmgrenzen. Aber keine noch so ausgeklügelte Definition, die wir für den Eintritt von Folgen ansetzen, trifft die Realität auch nur annähernd.

 

Wir produzieren zielgenau Fehler ohne Ende in allen unseren Vorhaben, einfach nur weil Sprache und ihre Einzelteile, nichts und aber auch gar nichts reales zu beschreiben in der Lage ist. Unser Denken benutzt statische Wertungen, die bereits im Moment ihrer Äußerung veralten.

 

Noch einmal: Nichts aber auch gar nichts hat einen festen Wert. Alles ist im Fluss und deshalb ist unsere gesamte evolutionär gebildete Natur auch genau darauf ausgerichtet. Unsere Emotionen vergleichen fortwährend jeweils aktuelle mit vergangenen Zuständen und bilden mit dieser relativen Sensorik nur Trends ab. Das ist viel näher an der Realität der sich überall und ständig ändernden Umgebung, lebendig oder nicht.

 

Nur unser armseliger Intellekt hat bei uns fälschlicherweise eine so hohe Reputation, dass es uns gelingt, den wahren Charakter unserer "Welt" komplett zu übersehen und damit alles falsch einzuschätzen.

 

Solange das anhält, wird aus den Menschen nichts "Gescheites"

 

 

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Bild mit Link zum Verlag Sinnhalt.com