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Handy & Neander

bei der Arbeit

 

Nur ein Beispiel:

 

Antibiotika werden erfunden, erleben einen Aufschwung, erreichen Sättigung, das bedeutet im Umkehrschluss die Bakterien sind ohnmächtig - aber sie bleiben es nicht.

 

Jetzt haben sie inzwischen massenhaft Antworten gefunden und die Resistenzen der vielen Bakterienstämme sorgen dafür, dass wir erkennen müssen, der Kreis ist geschlossen. Wir sind wieder am Anfang, bzw. am Ende.

Oszillationen sind in der Zeit aufgebogene Kreise  ~ ~ ~ ~).

 

Das Leben findet einen Weg. In allergrößter nicht vorstellbarer Unwahrscheinlichkeit hat sich Leben auf unserem Planeten entwickelt. Von Anfang an ist die Natur erfinderisch in allen Lagen und Bedrängnissen, das ist ihr innerstes Wesen, immer einen Weg zu finden aus absoluter Unwahrscheinlichkeit heraus in die Realität.

 

Nichts bleibt, nichts stimmt (nur Sekunden lang) in der Realität ist nichts statisch.

 

Nur in unserem Denken, nur in unserer Sprache sind diese stroposkopischen kurzen Schnappschüsse bedauerlicherweise die einzige Möglichkeit zu Kognition und mit dieser zu Kommunikation. Wir liegen ergo - immer falsch - jedenfalls ungenau durch die statische Art, wie wir Erkenntnisse erstellen und sie mitteilen.

 

Das ist es, was wir verstehen müssen, bevor sich irgendetwas bessern kann.

 

1. alles ist im Fluss: Alle Universen werden und vergehen und alles andere mit ihnen.

 

2. Unser Denken ist rudimentär im Verhältnis zur Realität. Diese ist umfassend komplex und unseren Sinnen nur zu Teilen zugänglich. Deshalb denken wir immer am Punkt vorbei. Unser Gehirn ist eine raffinierte Vereinfachungsmaschine, die es uns erlaubt, ehrgeizig und rücksichtslos unsere Menscheninteressen allem anderen aufzunötigen. Sie ist so reduktionistisch, weil unsere Gehirne schon irrsinnig leistungsfähig sind aber dennoch hilflos gegenüber der Realität und einfach nicht noch mehr in unsere Köpfe hinein passt.

 

Alle unsere Computer sind von uns programmiert. Sie machen den gleichen Fehler, sie arbeiten mit ihnen eingegebenen Werten, die es nur sekundenlang in der Wirklichkeit gibt. Sie rechnen mit Fiktionen, allerdings klappt das sehr gut, wenn man den Maßstab an unsere Bedürfnisse legt. Zur Beurteilung von komplexen Systemen sind sie aber genau so wenig geeignet, wie unsere Gehirne. Sie versagen beim Klima, der Entwicklung von Medikamenten, da wir die Prozesse in Körpern nur völlig unzureichend verstehen, aber dennoch was auf den Markt bringen wollen. Sie versagen bei der Politik und verirren sich in Wahrscheinlichkeiten und Unwahrscheinlichkeiten. Sie können kein menschliches Verhalten vorhersagen und sie können die Auswirkungen nicht prognostizieren, die 7 Milliarden von denen auf dem Planeten überall verursachen und sich wegen ihres einfach funktionierenden Gehirns einen Scheiß darum scheren, was daraus am Ende werden wird.

 

Sicher ist, dass nichts sicher ist.

 

Wenn wir endlich akzeptieren, dass wir konstruktionsbedingt zahllose Fehler machen, werden wir gewiss ein wenig vorsichtiger mit Behauptungen und Voraussagen und dann werden wir dank der Zurückhaltung genauer Hinschauen, bevor wir wieder etwas kaputt machen und in einer Sackgasse landen, die wir vorher mit unserer geistigen Blindheit erst erzeugt haben.

 

Sehen Sie hier wie das bei den Bakterien laufen wird:

 

http://news.doccheck.com/de/newsletter/879/6191/?utm_source=DC-Newsletter&utm_medium=E-Mail&utm_campaign=Newsletter-DE-DocCheck+News-2014-05-21&user=ce50c7cc8952b9df7e3df402705cf3bf&n=879&d=28&chk=3be6e20729fd7e89b94c8cd6707ae730

 

Auszug aus dem Artikel in DocCheck vom 21. Mai 2014

 

Antibiotikaresistenz: The day after

 

"Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat nun erstmals in einem Bericht Daten zur weltweiten Verbreitung von Antibiotikaresistenzen zusammengetragen. Bei der Vorstellung des Berichts in Genf warnte Keiji Fukuda, Generaldirektor für Gesundheitssicherheit bei der WHO, vor den Folgen dieser Entwicklung: „Wenn wir jetzt nicht rasch und zielgerichtet handeln, bewegt sich die Welt in eine postantibiotische Ära, in der gewöhnliche Infektionen und kleine Verletzungen, die für Jahrzehnte behandelbar waren, wieder tödlich sein können.“

 

Und so ist es mit dem Plastikmüll im Meer. So ist es mit den 500 Giften, denen wir durch produktionstechnische Entwicklungen der modernen Zeit ausgesetzt sind. Und so ist es mit den Abbaumethoden und der Verbrennung von dem Planeten entnommenen Energiespendern. Und so ist es mit den zahllosen komplexen und komplett unverstandenen Prozessen, die wir unseren Körpern im angeblichen Heilauftrag zumuten.

 

Und so ist es mit den heutzutage üblich gewordenen Eingriffen in die genetische Disposition, die die Natur für uns mühsam gebaut und tiefgehend getestet hat.

 

Am Ende wird es in furchtbar vielen Fällen heißen, hätten wir das doch nur nie gemacht.

 

Wenn der Eingangssatz, alles oszilliert, stimmt, dann trifft das auch auf die Toperfindung der Evolution zu. Es war und ist ihre bislang riskanteste Option, uns ein frei verwendbares Gehirn zu geben. Die unumgänglichen Einschränkungen, damit es in den Kopf passt und dieser noch erhoben getragen werden kann, gereichen uns nicht zur Allwissenheit und wir landen in der Oszillation - anders ausgedrückt, wir verschwinden wieder.

 

 

 

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Bild mit Link zum Verlag Sinnhalt.com