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Handy & Neander

bei der Arbeit

 

Anpassung an sich wandelnde Bedingungen ist das Credo des Lebens an sich. Es will in der Zukunft bestehen bleiben und bei erreichter Zukunft in der ferneren.

 

Es ist ein Prinzip, es ist das A und O, es ist unabdingbar. Es ist die einzige unveränderliche Komponente innerhalb der Maxime "alles ändert sich", muss sich ändern, verschwindet, wenn es stehen bleibt - wird ausgesondert, passt nicht mehr in die Maxime - bekommt das Prädikat "überlebensfähig" entzogen.

 

Schluss! Ende! Aus!

 

Nichts darf bleiben, wie es ist. Das Leben muss weiter gehen.

 

Nichts im Universum bleibt auch nur eine Millisekunde genau so, wie es ist - einfach gar nichts. Da alles sich ändert, fällt jedes lebendige Element, das das stoppen will, durch den Tüchtigkeitsraster und landet in der absoluten Unbedeutendheit und zwar relativ rasch.

 

Mehr Inhalt hat Leben nicht.

 

Nur der Lebenskreislauf einer Mutter hat eine sich überlagernde Schleife. In dieser Schleife werden Kinder in der Mutter gestartet und verlassen Sie nach maximal später Reife im Normalfall. Aber nirgendwo wird die andauernde Änderung unterbrochen. Es gibt keinen Halt, keine Pause. Gerade noch eine Eizelle. Im nächsten Augenblick eine befruchtete Eizelle - und schon ist sie eindeutig individuell. Sie wächst sie teilt sich, sie wird kontinuierlich ein weiteres lebendiges Element ihrer Spezies. Immer im Werden.

 

Was unsere Zivilisationen dagegen wollen, ist unablässig Zustände zu erhalten. Sie wollen den Wohlstand erhalten, den gesetzlichen Rahmen, die Kosten, die Meinungen, die Politik. Sie fürchten Änderungen, da diese negativ sein könnten und übersehen dabei das Wichtigste - die frühzeitige der Zukunft zugewandte Anpassung. Nachgeben gehört deshalb offenkundig nicht zum Kanon der Fähigkeiten von Machthabern.

 

Alles was da festgehalten werde soll, ist Fiktion. Was damit erreicht wird, ist keineswegs optimal. Entwicklungen werden so lange verhindert, bis sie gewaltsam durchbrechen. Genau wie Wasserstände von Flüssen, die gestaut werden. Das klappt genau so lange, bis die Wehre überflutet werden. Es entsteht Stau, bis er sich Bahn bricht. Das sind gebremste Zustände und dann zeitnah und folgerichtig Katastrophen.

 

Immer wieder Krieg nach Frieden. Immer wieder Trennungen nach gemeinsamen Strecken. Immer wieder Kämpfe zur Ablösung unbeliebt gewordener Systeme oder Teilen davon, von Moden, von Gepflogenheiten, von Vertrautem.

 

Durch die Wehre selbst, wird der Druck aufgebaut, der sie dann bricht.

 

Das muss man wissen.

 

Erzähle das bitte jemand dem chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping.

 

Anlass:

 

Der lesenswerte Artikel von Petra Kolonka in der FAZ von heute "Peking hat Angst" 

 

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/asien/proteste-in-hongkong-peking-hat-angst-13185023.html

 

 

 

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Bild mit Link zum Verlag Sinnhalt.com