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Handy & Neander

bei der Arbeit

 

IS oder ISIS wird enorme Aufmerksamkeit geschenkt. Das wollen sie, das erreichen sie mühelos - mit Brutalität.

 

Allen Berichten und Kommentaren ist eines gemeinsam. Sie sind emotional. Man ist entsetzt, man versteht das nicht, man ist betroffen und ratlos vor so viel Gewalt.

 

Man kann zwischen den Zeilen fast immer Überraschtheit erspüren.

 

Die Überraschtheit deutet an, dass derartiges in unserer Zeit als unnormal gilt und daher überwunden geglaubt wird. Wenn aber Entsetzen meldende Journaille tagtäglich dies Ritual massenweise auskippt, kann es keine Besonderheit mehr sein - es ist normal, ganz einfach.

 

Fundamente tragen Gebäude. Sie sind selten sichtbar und daher wenig beachtet. Fallen Gebäude zusammen sind die Fundamente meist noch da. Alle Ausgrabungen fußen darauf.

 

Warum um Gottes ..., Verzeihung, Allahs willen, kämpfen die da alle? Dieser Frage muss ein Fundament unterbaut sein, das in der Zeit stand hält. Denn Kriege gab es zu allen Zeiten. Seit Menschen auf der Erde ihr Überleben verteidigen indem sie es den jeweiligen anderen verwehren, ist das so. Dieses Fundament sichtbar zu machen, quasi auszugraben ist Sinn dieses Artikels.

 

Jedes Leben beansprucht Platz - seinen. Damit verhindert es ein anderes Lebewesen an der gleichen Stelle. Alle Lebewesen wechseln Stoffe. Meist müssen diese durch das sie verwendende Lebewesen hindurch. Sie müssen erreicht, aufgenommen und der Rest wieder abgegeben werden. Manche versuchen das ortsfest, andere in Bewegung. Die wenigen Überlebenden nach der letzten Eiszeit unserer Art müssen ganz besonders zähe Exemplare gewesen sein. Die weniger zähen sind den Anforderungen unterlegen.

 

Um Ressourcen wurde und wird gekämpft. Raum, Nahrung, Hilfsmittel. Überleben der eigenen Sippe steht mangels anderer Möglichkeiten schon immer im Zentrum menschlicher Kampfbereitschaft. Kleiner als eine kleine Sippe sind Menschen nicht überlebensfähig. Die Sippe ist die einzige je existierende Chance. Einer Gruppe anzugehören ist zwingendes Element des Menschseins.

 

In einer überbevölkerten Welt, muss die Unterscheidung, was benötige ich zum Überleben und was nicht, angesichts der weltweit verbreiteten Informationen, wie andere Gesellschaften ausgestattet sind, in jedem Individuum anders ausfallen. Hierzu gibt es keinen Konsens, deshalb sind wir überrascht, wenn Kämpfer unerwartet ihr Leben riskieren für etwas, was wir nicht verstehen, weil wir dafür nix riskieren würden.

 

Unzufriedenheit reicht. Die muss nicht real sein. Eine bloße Befürchtung, benachteiligt zu sein oder zu werden, hat zu Urzeiten schon ausgereicht und das war richtig so. Denn um Grundbedürfnisse, haben Menschen sicher nicht erst gekämpft, wenn Ihre Vorräte verzehrt waren. Vorplanung betreiben alle nicht ortsfesten höheren Tiere. Herden wandern weiter, wenn der Platz abgegrast ist. Raubtiere verfolgen. Sammler sammeln. Dabei ist immer ein Erfolg in der Zukunft durch wegbewegen vorausgesetzt. Bleiben erzwingt über kurz oder lang gehen. Erst mit Ackerbau und Viehzucht wurde das weniger dringlich. Ändert sich das Klima, mussten aber auch damals die Menschen woanders hin z.B.: Indus-Kultur.

 

Ein deutscher ISIS - Kämpfer oder ein Deutscher, der damit liebäugelt, einer zu werden, findet hier bei uns in seiner Umgebung nur Schwierigkeiten. Sie schauen sich um und sehen eine für sie wertlose Gesellschaft, die keine ihnen attraktiv erscheinende, anzustrebende Lebensziele aufzeigt. Aus Sicht der Evolution ist das Verlust allen Sinns. Es gibt unter diesem Aspekt nur eine andere Antwort auf die Frage wohin morgen? - nur weg. Das Gefühl "Hoffnungslosigkeit" löst völlig natürlich seit eh und je bei Menschen radikale Entschlüsse aus. Hilflos da bleiben, wo man ist, wo aber absolut nichts mehr in die als richtig empfundene Richtung geht, war nie Sache von Menschen. Sind Ressourcen verbraucht, die Gegend zu nass oder kalt oder leer gejagt, ziehen sie weiter, wo anders hin. Und ganz natürlich hatten Sie die Entwicklung zur Hoffnungslosigkeit, doch selbst erlebend, innerlich vorbereitet immer eine Ahnung, wo es vielleicht besser weiter geht - jedenfalls nicht im Hier und Jetzt. Das Zuhause aufzugeben, die sieben Sachen zu packen, ist zutiefst biologisch.

 

Selbst Pflanzen versuchen ihren Samen so weit wie möglich mit erfinderischen Tricks vom eigenen Standort wegzubringen. Weil die sich vermehrende Pflanze doch selbst einen Standort hat, der sich allen anderen Lebewesen verweigert- auch der eigenen "Brut".

 

Einfach einen anderen Weg mit der Sippe einzuschlagen, wenn ein Mangel vorherrschte, war eine Grundnotwendigkeit für das Überleben. Wen wundert es nun noch, wenn einige Hundert in einer Großgesellschaft wie Deutschland auf die Idee kommen, ihrem Leben einen Sinn - einen menschlichen Sinn zu geben - zu kämpfen, um das Überleben wo anders zu sichern, wenn man es hier am Ort nicht mehr als gegeben erkennen kann.

 

Jetzt fehlt nur noch das Gegenüber zum Kämpfen. Der Gegner ist schnell gefunden. Man zeigt einfach auf den Nächstbesten. In unseren heutigen Massengesellschaften ist immer einer in der Nähe, auf den man zeigen kann. In Sippen ginge das nur sehr bedingt, weil der andere auf den man zeigen möchte, auch als das eigene Leben sichernd fungiert. Das bremst Entschlüsse einen tödlichen Kampf anzufangen drastisch.

 

Spannend ist die Frage, was zieht sie in den Krieg  - in die ISIS - Regionen. Die Wertigkeit, von der sie erwarten, dass man sie ihnen dort entgegen bringt. Weil es gefährlich ist, dort mitzutun, sind es auch wenige, die sich bereit finden. Und genau deshalb, weil es wenige sind, sind die, die kommen, wichtig und werden entsprechend willkommen geheißen. Hier, in der von ihnen verlassenen Gesellschaft, waren sie wohl eher unwillkommen.

 

Leben ist immer im Kampfmodus. Irgendetwas zu verbessern finden wir jederzeit. Das wird sich nie ändern. Das, was wir Frieden nennen, sind die Kampfpausen ermüdeter Zivilisierter. Das sieht man, uns betreffend, in Russland und überall sonst auf der Welt. Konflikte in Afrika, in Südamerika in Vorderasien.

 

Wenn die aktuelle Generation, das Leid des Krieges nur noch aus Erzählungen kennt, muss es das auch mal selbst probieren.

 

 

Nur ein Beleg: 

 

Alles Leben ist im Kampfmodus.

 

Influenzaviren bringen nach dem Eintritt in fremde Zellen deren Abfallmechanik mit Hilfe von Tarnung ihres eigenen Behältnisses als Müll dazu, diesen Müll zu zerkleinern. Dabei zerstören die Müllwerker wie gewünscht auch die Virengene enthaltende Kapsel und setzen damit die genetische Vermehrung des feindlichen Virus ungewollt selbst in Gang.

 

Wenn schon Viren, die noch nicht einmal einen eigenen Stoffwechsel haben, so raffiniert sind, was ist dann von der Krone der Schöpfung wohl zu erwarten?

 

Der Virenartikel steht hier:

 

http://news.doccheck.com/de/newsletter/1289/8880/?utm_source=D...

 

Auszug:

 

Influenza-A-Viren tarnen sich mit Hilfe von Ubiquitin als Zellabfall. Dadurch bindet sich das Enzym HDAC6 an deren Hülle und zerreißt diese, um den „Abfall“ zu entsorgen: die genetische Information kommt frei. Virologen haben diesen Vorgang nun aufgezeigt. Ein

 

neuer Therapieansatz?

 

Das Influenzavirus wie auch andere RNA-Viren haben nach der Zellmembran ein weiteres Hindernis zu überwinden, ehe ihr genetischer Code freikommt. Die wenigen RNA-Stücke, die das Genom des Influenzavirus ausmachen, sind in einem sogenannten Kapsid verpackt. Dieses stellt während der Übertragung von Zelle zu Zelle die Stabilität des Virus sicher und schützt die Virusgene vor frühzeitigen Abbau.

 

 

 

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Bild mit Link zum Verlag Sinnhalt.com