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Handy & Neander

bei der Arbeit

 

In allen Fällen, sind wir es, die Menschen, die Menschenleid verursachen.

 

Die Wegentwicklung vom Stammesleben hat uns als Spezies sicher gemacht, aber im  Individuum den Wolf aus dem Schafpelz herausgewickelt.

 

Anlass ist der Artikel von Caroline Streicher in der Welt online vom 25.1.2015

 

Kinderpornographie - Vom Schreien der Bilder

 

http://www.welt.de/debatte/kommentare/article136741188/Kinderpornographie-Vom-Schreien-der-Bilder.html

 

Alle Prozesse benötigen einen Gegenprozess, um nicht auszuufern und übermächtig zu werden.

 

Die ganzen hässlichen Auswirkungen der modernen Welt gibt es wohl nur, weil die entsprechenden Gegenprozesse gegen die Bereitstellung von Lust, Gewalt, bis hin zur Quälerei, zu Mord und Massenmord verloren gegangen sind.

 

Hier fällt eine Synchronität auf. Mit Entwicklung der Erfindungen und der zur Multiplizierung der Erkenntnisse nötigen Weitergabe durch Sprache verloren wir zeitgleich die straffe Moral der Sippenlebeweise. Die Wanderung der Menschen von hier nach da und dort, befreite sie scheibchenweise vom Gruppendruck, der gewiss absolut massiv war. Die Unterwerfung unter den überlebensnotwendigen Zusammenhalt der Gruppenmitglieder stand am Ende der letzten Eiszeit sicher in den Genen der übrig gebliebenen, wenigen unserer Art. Gewalt gegen Frauen, Kinder und pornografische Exzesse haben in diesen Gruppen sehr sicher keinen Platz gefunden. Die Gefahren und die Aufgaben, die nur gemeinsam zu bewältigen waren, was jeder Einzelne sehr plastisch erfahren haben dürfte, ließen nichts anderes zu.

 

Die letzten ihrer Art, sind die ersten unserer Art.

 

Die Selbstbeherrschung, gibt es nicht, es gab sie nie. Der eine Prozess, der gegen einen anderen Prozess strebt, kann nicht am selben Ort, also nicht innerhalb des erregenden Faktors sein. Der hemmende Faktor muss einen anderen Ort haben. Bei den letzten 10.000 Menschen sind die Gruppenschutz-Faktoren im Vordergrund gewesen. Sie mussten keine Selbstbeherrschung aufbringen, da die Außenumstände alleine unerbittlich genug waren. Das haben Sie vererbt. In Ihrem Genpool haben Selbstbeschränkungen keinen vorderen Platz eingenommen. Wenn es sie überhaupt gab, dann waren es schlafende Eigenschaften.

 

Heute haben wir alle Freiheiten und kommen mit denen gar nicht gut zurecht.

 

In den Nachrichten von heute stehen Berichte über die Ermordung einer jungen Frau in Berlin-Adlershof. Die Schwangere wurde in den Bauch gestochen und dann bei lebendigem Leib verbrannt. Es gibt keinen Grund. Es fehlte lediglich an der Selbstbeschränkung, nämlich hierzu keinen Anlass zu haben. Diese Selbstbeschränkung wäre in einer kleinen zusammenlebenden Sippe omnipräsent, denn ein Angriff wäre einem Selbstmord gleichgekommen. Diese hemmende - allerdings außen errichtete - Kraft ist uns „modernen Menschen“ verloren gegangen. Es wird unser Untergang sein, dass wir in Massengesellschaften nur Lippenmoral aufweisen und kein echtes Mitgefühl entwickeln können. Aus diesem Grund werden die Grausamkeiten nie enden und sie, die Grausamkeiten der Anderen, gibt es nur inklusive der Antworten. Die eine erzwingt die andere, da doch bei allen Menschen die Hemmnisse fehlen. Die Massengesellschaft hat uns befreit, ja genau befreit von unseren Menschenpflichten. Nur der Einzelne kann persönlich für sich Grenzen definieren. Das ist anstrengend und leicht vermeidbar. Daher wird es weiter massenhaft Auseinandersetzungen geben. Je mehr Menschen da sind, desto mehr dieser Auseinandersetzungen gibt es. Mit der modernen Kommunikationswelt erfahren Alle von allen Grausamkeiten und das löst die Antwort aus. Eine Explosion droht.

 

Zurück zum Edathy-Fall. Der Mann erregt sich mit Betrachtung junger Menschen.

 

Sein Belohnungssystem lehrt ihn, dass er das wieder tun soll und er befriedigt sich.

 

Mag sein, dass es legal ist, wie er sagt. Was soll er auch sonst sagen? Aber muss er nicht bei ein wenig Selbstbeobachtung feststellen, dass seine sexuelle Entwicklung vielleicht nicht zu Ende entwickelt bzw. planmäßig abgeschlossen wurde. Der Plan ist fraglos überschrieben mit Fortpflanzung. Die sexuelle Entwicklung durchläuft gewiss etliche Stadien. Nur wer bei Kindern stecken bleibt, muss das merken.

 

Wie gesagt: Selbstbeherrschung gibt es nicht. Sie ist von außen veranlasst und wird nicht aus irgendeinem inneren Moralapostel gespeist. Menschen sind so und sie bleiben so, weil sie grundsätzlich keinerlei Grenzen in sich tragen und nur die beachten, die sie fürchten.

 

Die gleiche Idee, die der letzten 10.000, beantwortet auch, warum Kinder all das mit sich machen lassen. Sie folgen der evolutionären Anordnung, die Zuneigung und den Schutz der Eltern und Sippenangehörigen nicht aufs Spiel zu setzen und haben keine Abwehrmechanismen, bis sie die Pubertät durchlaufen haben. Bis dort fehlen ihnen Einordnungsmöglichkeiten, weil sie nicht wissen, um was es geht. Auch hier sind, wenn vorhanden, höchstens schlafende Gene anzutreffen.

 

Der Wolf ist von Natur aus enthemmt. Er muss so sein, so lange es um das nackte Überleben geht. Seit die harte Bedingung weg ist, hat er sich einen Schafspelz umgehängt und täuscht allen vor, er sei eigentlich ein Schoßhündchen - allzeit bereit den Pelz kurz abzulegen.

 

 

 

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Bild mit Link zum Verlag Sinnhalt.com