HeaderBild Evolution

 

 

Handy & Neander

bei der Arbeit

 

Nehmen wir die Troika, das sind die Jungs, die den Griechen in die Bücher schauen.

 

Sie sind mächtig, aber auch an selbstgegebene Regeln gebunden. Natürlich treten sie mit dem Rückhalt ihrer Macht auf. Das ist einem Menschen nicht anders möglich. Unsere Hauptbeschäftigung ist seit alters her unseren Rang zu kennen:  Vor diesem - aber hinter jenem und alle anderen weit unter mir.

 

Respekt ergibt sich somit einfach als Erkenntnis jemandem gegenüber der mindesten meinen Rang innehat oder gar höher steht. Allen anderen gegenüber strahlen wir Verachtung in einer Spanne von 0,1 bis unendlich aus.  Das Maß der Verachtung ist proportional zum Rangabstand – nach unten. Das Maß an Respekt ist proportional zum Abstand des Ranges aber mit Pfeilrichtung nach oben, also über mir.

 

Um nicht zu straucheln, getadelt und damit auf den niederen Rang verwiesen zu werden, müssen wir ein Leben lang den Eiertanz beherrschen. Das ist unsere Sicherheit zum Überleben gewesen – nicht den Schutz der umgebenden Sippe zu riskieren und gleichzeitig druckvoll den höchsten erreichbaren Rang anzustreben und unbedingt den bereits erreichten zu behaupten.

 

In unserer Massengesellschaft sind nur die Spielarten anders, der Inhalt, die Struktur ist die gleiche. Da man in Massengesellschaften kaum einen kennt, werden die Ränge auch fernkommunikativ erstritten. Facebook, SMS, Kommentare.

 

Sichtbar ist die allgemeine Haltung sehr gut auf der Straße. Unglaublich viele schließen mit Kopfhörern, Kapuzen und Brillen die ganze übrige Menschheit aus und haben so rund um sich den höchsten Rang – alle Anderen zählen nichts. Nur so kann man beim überaus anstrengenden Eiertanz eine Pause einlegen.

 

Sowie man angesprochen wird, jemand lächelt, blickt, fragt, blöd oder böse schaut und/oder jemand, der um sich herum deutlich alles ignoriert, ist die Pause vorbei.

 

Wir sind von der Evolution gezwungen dauernd bezogen zu sein – heutzutage auf nah und fern; unablässig, überall.

 

Wie kommt man ganz nach oben?  Einfach alle anderen verachten.

 

IS, Boko Haram, Islam, Christen (liegt ein wenig zurück) Nazis (ein wenig weniger zurück), Israelis Palästinenser und umgekehrt (aktuell). Griechen alle Europäer, alle Europäer die Griechen, Weiße Schwarze (schon immer, seit wir sie entdeckt haben) etc.

 

Und vor uns …………..  kaum einer und wenn, nur minutenweise.

 

So lange wir alleine sind, sind wir die Größten.

 

Die Notwendigkeit für den Eiertanz ergibt sich nahtlos als absolut unerlässlich, wenn man den mickrigen, fast nackten Zweibeiner, der nicht wirklich schnell rennen und kaum klettern kann und keine wirklichen beachtlichen Waffen wie Zähne oder Klauen, kein Fell und keinen Panzer hat, überleben sehen will in absolut feindlicher Umgebung. Er benötigt immerzu Schutz durch die Sippe und er muss sich gleichzeitig durchsetzen, ein Balanceakt zwischen Unterwerfung und herrschen wollen.

 

Genau dieser Zweispalt ist der Motor unserer fortwährenden inneren Zerrissenheit.

 

Da wir den unbedingten Zusammenhalt in den Massensystemen von heute gar nicht unmittelbar benötigen, sind wir des Druckes, zusammen halten zu müssen, entledigt und ziemlich traurige einzelgängerische Egoisten geworden  – ganz viele.

 

 

 

Lese-Tipps

EGO Tunnel Image

 

Leben auf dem Menschen Image

 

Steinzeit in den Knochen Image

 

Bild mit Link zum Verlag Sinnhalt.com