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Handy & Neander

bei der Arbeit

 

Jedes Gehirn blockt Neues, weil das Organ ein Leben lang äußerst mühsam sortiert und kontrolliert, was passt und was nicht. Bereits erworbenes - verschaltetes - Wissen wird deshalb verteidigt.

 

Erst muss man ein Problem durchdenken, also die Idee aufnehmen ins Gekröse und abfragen - anstrengend vergleichen - Unterschiede und Gemeinsamkeiten mit den vorhandenen Daten ermitteln, Evidenz prüfen und erst dann kann man einen neuen Gedanken bewerten. Im günstigsten Falle wird er in den Kanon aufgenommen und mit Tausenden anderen Speicherungen verknüpft. Das ist das Hindernis. Nur hart geprüftes Prädikatswissen kommt in den Speicher dauerhaft hinein. Meist jedoch wird ein neuer Gedanken oder von anderen Gedachtes bereits am Eingangstor abgelehnt. Alle Talk-Shows bleiben in diesem Stadium hängen.

 

Unser Hirn, beobachten sie Kleinkinder, muss sich gewaltig anstrengen, um gescheit zu werden. Weise werden wir erst nach vielen strukturierenden, vom beschriebenen System nicht abweisbaren, häufig belastenden, prägenden Erfahrungen im Alter.

 

Der Aufwand ist in jedem einzigen Menschen riesig, weshalb unverrückbar das Gehirn sein aktuelles Weltbild hart verteidigt und deshalb sein Türsteher 99 % aller eingehenden Nachrichten noch vor der Tür abweist. Nach einem extrem kurzen Check wird die Tür zugeworfen. Nichts dringt in das Verarbeitungsgehirn. Abgefragt wird oberflächlich nur der erste Widerspruch jedes Sprechers zum eigenen Kopfinhalt. Danach wird Aufwand sparend jedes Argument identisch behandelt; jeder Beitrag dieser Person verworfen. Das eigene Hirn guckt dann Eingänge gar nicht mehr an, sondern greift knallhart in Reflexen zu lange geübten Floskeln und haut die Argumente sämtlichst weg.

 

Gespräche haben nur Sinn, wenn alle erst zuhören, dann tagelang nachdenken und wahrlich geprüfte Ansichten dem Publikum vorstellen.

 

"tagelang", weil die Verarbeitung nachts stattfindet - erst dann sind Neuheiten eingepreist.

 

Life-Gespräche mit vielen Teilnehmern sind gaga und werden es immer sein.

 

Anlass: die neue Ansicht, genau die Prionen, denen die meisten Wissenschaftler die Verusachung von Alzheimer-Erkrankungen zuschreiben, sind eigentlich Verteidigungsmechanismen gegen die nachteiligen Veränderungen beim Altern - das krasse Gegenteil!

 

Alterungsprozess:  Positive Proteinansammlungen

 

Letzter Absatz des Beitrages auf doccheck vom 14. 1. 2016

 

„Wir sind eine noch nicht sehr große Gruppe von Wissenschaftlern, die sagen: Aggregierende Proteine sind nicht pathologisch – kein Unfall und kein Schaden“, sagt Barral. Vielmehr aggregierten diese Proteine, weil es ihre normale Funktion sei. Krankheiten wie Parkinson und Alzheimer entstünden nur, wenn das System aus den Fugen gerate und sich in den Zellen zu viele Prion-ähnliche Proteine am falschen Ort anhäuften. Barral: „Es gibt zwei Aspekte des Alterns. Ja, man stirbt am Ende des Prozesses, das ist negativ. Aber man stirbt weise. Und Alzheimer ist möglicherweise das schlechte Ende einer an sich guten Sache.“

 

http://news.doccheck.com/de/newsletter/2613/17052/

 

 

siehe auch: die Erde ist immer eine Scheibe  http://evolutionsblog.de/koerper-seele-geist/129-die-erde-ist-immer-noch-eine-scheibe.html

 

 

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Bild mit Link zum Verlag Sinnhalt.com