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Handy & Neander

bei der Arbeit

 

Die Smartphonewelt ist unsere unvermeidbare Zukunft. Das glaubt ihr mir sicher, aber was dadurch aus den Menschen wird, das glaubt ihr sicher nicht.

 

Anlass:        Digitale Schule:    

 

Die Grammatik des Lernens von Klaus Zierer  vom 12.10.2018 in der FAZ – online:

 

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/hoch-schule/digitale-schule-die-grammatik-des-lernens-15819548.html?printPagedArticle=true#pageIndex_0

 

Bitte unbedingt ganz lesen: Er analysiert die fünf wichtigsten Problemfelder des heutigen Lernens.

 

Seine Einleitung:

 

Digitalisierung verändert alles. Ein Mantra, das man dieser Tage vielfach hört. Mag es für bestimmte Kontexte auch zutreffen, wie zum Beispiel für die Arbeitswelt und die Industrie, für den Bildungsbereich ist es nicht nur unzulänglich, sondern geradezu gefährlich. Denn dieses Mantra verkennt, dass die menschliche Evolution nicht mit der technischen Innovation gleichzusetzen ist. An der Grammatik des Lernens, die sich mit der Entwicklung des Homo sapiens herausgebildet hat, lässt sich dieser Fehlschluss exemplarisch an fünf Grundsätzen verdeutlichen, die vor allem im Zug einer Digitalisierung von Schule auftauchen:

 

Bitte unbedingt ganz lesen!

 

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"Lernen als Katastrophe" meint ein ganz anderes Spektrum des Problems. 

 

Die allfällige Nutzung von Smartphones ersetzt die wahre Welt durch eine digitale Präsentation.

 

Der schädliche Unterschied: Smartphone-Herrscher – also Weltherrscher ist derjenige der es in der Hand hat. Er bestimmt, was die „S-Welt“ zeigt, was sie auslöst und was das alles für den Nutzer bedeutet. Die Kinder, die die Dinger nutzen, werden von dem Smartphone nicht erzogen. Ganz im Gegenteil, sie passen das Smartphone ihren Vorlieben an. Das lässt die wahre Welt nahezu nie zu.

 

Smartphones schimpfen nicht. Sie strafen nicht. Sie verhängen keinen Hausarrest, sie bestimmen nicht wer, wann in's Bett geht. Sie korrigieren kein Verhalten, sie lehren nichts, was wichtig ist. Sie erziehen nicht. Sie lassen nur zu.

 

Und Smartphones trösten nicht, wenn Kinder verzweifelt sind oder schlecht träumen. Sie geben keinen Halt, sie sondern nicht gut und böse, sie können einfach nichts und sie leisten einfach nichts, was wichtig ist.

 

Damit verpasst die nächste Genration, alles, was die Welt dringender denn je benötigt. Sie werden nichts für die Zukunft tun können, weil sie S-Kinder sind und weiter nichts.

 

In dem Alter, in welchem unsere Kinder sich auf die Zukunft „vorbereiten“ bestimmen sie große Teile des Tages selbst, was in ihnen gebaut und gefördert wird und damit zu Grundlagen der Akzeptanz und der Ablehnung wird. Sie werden in wenigen Jahren sich ihren Pflichten nicht stellen können, weil sie in der Aufbauphase ihrer Psyche und Intelligenz ständig Problemen ausweichen können und angenehmere Beschäftigungen im Handy auffinden können, als sich selbst zu erziehen. Das bedeutet: sie lernen die Selbstführung, die sie für sich angenehm einzurichten vermögen und eben nicht die, die sich den Fakten den unangenehmen Pflichten und den realen Möglichkeiten in Beziehungen auf Beruf und Zukunft der eigene Persönlichkeit, der Familie und der weiteren Umgebung, Respekt zollen  - sie werden sich nicht den Notwendigkeiten der Politik, Wirtschaft, Erziehung, Religion, der Menschlichkeit und der weltweiten gesellschaftlichen Entwicklung unterwerfen.

 

Sei werden sich um sich selbst kümmern und den Kopf im Smartphone lassen.

 

Die S-Welt ist eine egoistische und alle anderen und alle Probleme ausschließende Traumwelt.

 

Die Mehrheit aller Menschen wird in 10 – 20 Jahren dieser neuen Einstellung gehorchen.

 

Bitte nicht übersehen, dass in allen nicht weit entwickelten Regionen dieses Planeten das Smartphone die ganze Welt beinhaltet, die vermeintliche Zukunft zeigt und damit eine unvorstellbare riesige Masse Menschen in die falsche Richtung führt. Die falsche Richtung, weil die richtige extrem kompliziert und unvorstellbar schmerzhaft ist. Wir müssen die Kopfzahl der Menschen auf dem Planeten sofort dringend deutlich kleiner machen, sonst ist das mit der S-Welt auch sehr bald und endgültig erledigt

 

Aus Smartphone-Kinder werden keine Demokraten, sondern abgesonderte Einzelgänger die lästigem Training aus dem Weg gehen. Sie meiden Anstrengung und weichen unter Stress in die S-Welt aus, da sie dort bestimmen können. In ihrer Kindheit und Jugend haben sie nur die Ausweichwelt in sich aufgenommen haben und werden überhaupt nicht dran gewöhnt sein, etwas zu müssen.

 

Man kann total bequem die wahre Welt auschließen. Man muss nur dem Smartphone – Inhalt und - Angebot nachlaufen. Mehr lernen die S-Kinder nicht.

 

Dass sie damit ziemlich weitgehend missbraucht werden können, ist eine noch nicht sichtbare neue Eigenschaft der S-Phone-Kinder, die unglücklicherweise erwachsen werden und dann ihre neue Welt bevölkern.

 

 

 

 

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Bild mit Link zum Verlag Sinnhalt.com