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Handy & Neander

bei der Arbeit

 

Millionen von Romanen, Märchen, Geschichten, Filme, Theaterstücke, Religionsbücher usw. Sie alle beschreiben Menschen und ihr Taten und ihre Erlebnisse, ihre Nöte und ihre Ängste und ihr Glück oder ihr Unglück, kurz ihr Schicksal. Sie berichten von Jagd und Hoffnung von Geschäften und Familie. Sie alle haben eins gemeinsam, es geht um Menschen in allen denkbaren Facetten.

 

Jedoch die Anzahl erzählwürdiger Facetten ist nicht wirklich groß. Es geht um Geld und Liebe um Macht und um den Wechsel zwischen Erfolg und Misserfolg, um Freud  und Leid und Qual und Tod, um Mord und Liebe – wofür dann diese unvorstellbar massiven Auslassungen über Menschen. Ganz unzweifelhaft ist der Mensch für den Menschen das Spannendste und das Quälendste und das Unfassbarste und trotz aller Worte das Unsagbare und das Unbeschreibliche. Es ist doch eigentlich immer wieder das gleiche, was also veranlasst die einen immer wieder zu erzählen und die anderen immer wieder zuzuhören?

 

Wir haben einfach keine Ahnung, womit wir es bei uns selbst da zu tun haben.

 

Beispiel: Die Technik und die Wissenschaft der Sachen ist das andere stark beschriebene Feld. Auch hier unzählige Veröffentlichungen und minütlich kommen neue Abfassungen hinzu. Auch hier für jeden Entdecker und Erfinder Faszination und Begeisterung. Mit unglaublicher Zähigkeit und leider auch mit unvorstellbarem Mittelaufwand finden wir Sachen heraus und klar, bauen daraus so schnell es geht, etwas, was man verkaufen kann. Der Unterschied ist, bei der Technik bauen wir Erkenntnisse auf Erkenntnisse und erzeugen damit Fortschritt in allen Bereichen. Zu Lande, zu Wasser und in der Luft. Unter Wasser und außerhalb der Erde. Das erledigte Problem heißt dann fürderhin Stand der Technik. Es ist etwas erreicht worden, was gilt.

 

Derartiges gibt es bei Menschen nicht. Die Menschen sind immer noch die gleichen. Sie quälen und erschießen, sie unterwerfen und herrschen. Sie verlieben sich und sie trennen sich und sie verachten immer erheblich mehr Menschen, als sie lieben und achten. Wir lästern viel lieber, als wir loben und verehren. Beim Verehren kommt oft zusätzlich ein wenig Wahnsinn hinzu, soll heißen, die jubelnde Verehrung wirkt aufgesetzt - diese Hypes und dieses Kreischen und dieses dämliche Promitum, was keine wirkliche Verehrung sein kann. Es ist gerade so, als wollten wir mit dem vorgezeigten übertriebenen Anhängertum dem Hang zur Verachtung der anderen schauspielerisch ein Gegengewicht verschaffen um es so aussehen zu lassen, als wären wir in Ordnung. Nur wirklich erledigt ist das Thema nicht annähernd. Wir staunen immer wieder wegen der gleichen Sachen und zwar in einem Leben nicht anders als in längst untergegangenen Generationen.

 

Das Dilemma:

 

Verstand und Emotionen operieren zwar in einem Menschen, passen aber nicht zusammen, harmonieren nicht, verfolgen nicht das gleiche Ziel, sind nicht synchronisierbar, laufen in völlig getrennten Systemen, die nur bedingt kooperieren. Zusammenarbeit zwischen den beiden funktioniert, wenn überhaupt, nur über Vermittlungsinstanzen, Zwischeninstitutionen, die holprige Absprachen treffen, ohne die andere Seite je wirklich verstanden zu haben.

 

Sigmund Freud und seine psychoanalytischen Anfänge und all die vielen Nachfolger haben den Menschen nicht verändert. Die Technik hat sich verändert der Mensch aber nicht.

 

Die Antwort:

 

Unser unverstandenes Wesen kommt nicht von einem anderen Stern, es stammt aus der Natur aus der Evolution – von dieser Erde. Und es ist nichts anderes als das Ergebnis der immer weiter perfektionierten Ausstattung, um in gefährlichen Umständen zu überleben und damit die Art, die Spezies voran zu bringen.

 

Mit unseren geistigen Fähigkeiten haben wir die Umgebung für uns ungefährlich gemacht. Wir nennen es Zivilisation.  Unser Wesen aber ist unverändert der Spitzensportler im Überleben in gefährlicher Umgebung. Das ist es, was nicht zusammen passt.

 

Die unerschrockenen und wilden Kerle haben sich ein Zivilisationskostüm angezogen und spielen netter Mensch.

 

Da wir mit dem Verstand und all dem Wissen, die innere Struktur nicht zu verstehen vermögen, sind wir immer wieder geneigt, Einzigartigkeiten zu vermuten, sehen uns überrascht und übersehen die Folgerichigkeit unseres Handelns.

 

Einmal akzeptiert, dass in uns ein steinzeitlicher Überlebenskämpfer operiert, der nicht zivilisiert ist und nur nach Erfolg und Sicherheit strebt, fallen die Schuppen von den Augen.

 

 

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Bild mit Link zum Verlag Sinnhalt.com