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Handy & Neander

bei der Arbeit

 

"Ich" kommt vor ......... egal was oder wer!

 

Geht doch gar nicht anders. Das Leben einer Zelle oder eines höheren Individuums ist Ein und Alles, hier stimmt die Floskel.

 

Alle Wirkung aus diesem Leben hinaus und in dieses Leben hinein sind Notwendigkeiten der Fortsetzung des Lebens des Einzelnen und untrennbar damit verbunden der Art und gleichzeitig aller anderen. Die Verquickungen allen Lebens ist unübersehbar. Bakterien, Archaeen und Eukaryoten (die drei Anfänger des Lebens auf diesem Planeten), Pflanzen und Tiere Einzeller oder Vielzeller, winzig oder riesig sind im Organismus Leben verknüpft - mal neutral, mal Gegner, mal Futter, mal Parasit, mal ungewollter Helfer, mal Voraussetzung für Ernten.

 

Jedes Leben baut sich und seine Umgebung um. Leben ist Stoffwechsel. Eine Existenz wechselt Stoffe vor, während und nach seinem Dasein, in sich und außerhalb und ohne Unterlass.

 

Diese Umbauten im Kontakt mit der Umwelt sind mal nützlich, wie Haut- und Darmbakterien, mal schädlich, wie Milben, mal gefährlich wie Krebszellen.

 

Deren Tricks sind die Tricks von allen anderen auch. Nicht die Tricks, die unser Verstand ausbrütet, sind spannend. Richtig spannend sind die Tricks, die die Natur schon vor dem Bewusstsein und dem angeblich denkenden Gehirn entwickelte. 

 

siehe:  http://news.doccheck.com/de/newsletter/1049/7320/?utm_source=DC-Newsletter&utm_medium=E-Mail&utm_campaign=Newsletter-DE-DocCheck+News-2014-07-30&user=ce50c7cc8952b9df7e3df402705cf3bf&n=1049&d=28&chk=805f4c85b2ab9c698045f880cd2ac1fa

 

Auszug:

 

Krebszellen können höchst erfinderisch sein, wenn es darum geht, das Immunsystem des Körpers auszutricksen, um nicht erkannt zu werden. Eine Möglichkeit besteht darin, dem Abwehrsystem vorzutäuschen, gesunde, körpereigene Zellen zu sein. Dazu schütten die Tumorzellen Botenstoffe aus, die die sogannten myeloiden Suppressorzellen anlocken. Diese sorgen dafür, dass eine T-Zell-vermittelte Immunantwort gegen die entarteten Zellen blockiert wird. Bei einer Krebserkrankung steigt die Anzahl der myeloiden Suppressorzellen rasch an. Damit diese Zellen aktiviert werden und sich vermehren können, benötigen sie den körpereigenen Stoff Histamin, wie Wissenschaftler in einer aktuellen Studie zeigen konnten.

 

 

 

 

Unser Gehirn, der große Treffer - Finder (Pfadfinder) braucht Stoff zum Vergleich. Ohne unser Zutun sucht es und vergleicht Neues und Altes andauernd. Treffer bemerken wir in unserem Bewusstsein als Einfälle oder Ideen. Sie kommen aus dem Untergrund oder Hintergrund und unterstützen das klapperige Bewusstsein beim sich zurechtfinden im Leben.

 

Der Hintergrund muss älter sein. Großhirne, die Unterstützung brauchen, gibt es in massiver Form erst beim Homo-Sapiens.

 

Wie das vor dem Gimmick "Großhirn" funktioniert und warum alle anderen Arten das gar nicht brauchen, erschließt sich einigermaßen locker aus zwei Informationen von gestern und heute.

 

Am 22.7.2014 20:15 h strahlte der WDR den Film "Kluge Pflanzen" aus und heute verteilt DocCheck diese Nachricht:  Nicht kodierende RNAs: Präzise Übersetzung.

 

http://news.doccheck.com/de/newsletter/1034/7226/

 

Der Treffer: 

 

Der Pflanzenfilm zeigt alles, was wichtig ist, um zu erkennen, dass Pflanzen erkennen, riechen, tricksen, ausprobieren und manipulieren und Bündnisse und Verträge mit Tieren eingehen.

 

QED quod erat demonstrandum: Sie sind also klug!   unbedingt die Mediathek aufklappen

 

http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/abenteuer_erde/videoklugepflanzenwiediewildentiere100_tag-22072014.html

 

Der Film passt haargenau zur doccheck Information. Als Junk-DNA zu unrecht verspottete DNA Abschnitte, die zusammen mehr als 80 % der gesamten DNA ausmachen sind jetzt als Dauerproduzenten von kopierten, aber nicht eingreifenden (kodierenden) Informationen identifiziert worden.

 

Sie können als Langzeitgedächtnis gelten.

 

Das bedeutet letztlich, dass die Zufälligkeit, die Darwin als Voraussetzung für die Entwicklung ansetzen musste, aus dem Fenster gefallen ist.

 

Den Verdacht habe ich schon lange, dass all die unglaublich effizienten Methoden aller Lebewesen nicht zufällig gefunden worden sein können.

 

Wenn die herabgewürdigten DNAs Gedächtnisinhalte sind, wird die Zielgerichtetheit der Evolution selbstverständlich. Angesichts der Vielzahl lebender Zellen, Pflanzen und Tieren mit all ihren raffinierten Tricks ist damit jegliche Evolution ganz folgerichtig und         fühlt sich gut an.

 

Denn Treffer muss niemand bewusst denken, die laufen ja auch bei uns Menschen komplett unbewusst ab und werden uns nur gelegentlich als Funken der Weisheit im sogenannten Bewusstsein präsentiert.

 

Also stehen die Ameisen, die in Akazien in deren Dornen wohnen und alle Angreifer, die sich an der Pflanze zu schaffen machen, abwehren, unter Vertrag mit dem Vermieter gegen den Schutz vor Allem und Jedem - auch Kameramänner. Im Gegenzug liefert die Pflanze sichere Heimstatt und Ernährung.

 

Eindeutig eine win-win situation.

 

Exkurs:

 

fühlt sich gut an

 

Wenn sich etwas gut anfühlt, sind bewusste Ideen übereinstimmend mit der Speicherung von Erfahrungen und Erkenntnis in dem Speicher, den wir Unterbewusstsein nennen.

 

Von außen kommende bewusste Wahrnehmung wird im Keller gecheckt und für gut befunden:  Das fühlt sich gut an heißt von der Evolution ausgesprochen, "das machst du oder siehst du richtig!".

 

Unser "Unterbewusstsein" ist unscharf umrahmt die zusammengefasste evolutionäre Erinnerung aller für eine Spezies relevanten Überlebensinformationen.

 

Und gerade so, wie Wurzeln mit Hilfe von kleinen Steinen das "unten" finden, finden wir die innere Balance mit den Steinchen aus der angeblichen Müll-DNA.

 

 

 

 

Die Erde ist immer noch eine Scheibe, weil wir das so wollen.

 

Das Prinzip, mit dem unser Gehirn "denkt", ist denkbar einfach - hier absichtlich ketzerisch formuliert.

 

Denn genau gegen diese Ansicht wehrt sich alles in uns. Unser Gehirn sucht spielerisch in seiner ganzen Bibliothek nach Treffern, vermeintliche Übereinstimmungen und erzeugt so für sich selbst Dogmen. Treffer sind die Sensation für unser Gehirn. Es applaudiert sich selbst und wird vor Begeisterung reichlich unkritisch. Das bedeutet, dass es massenhaft ungeprüfte Ansichten fördert, die durchaus nur ausschnittsweise richtig sind. So kommt es, dass wir ewig lange geglaubt haben, dass die Erde eine Scheibe ist, dass Magenkrebs operiert werden muss und Millionen anderer Irrtümer.

 

Mehr als drei Dimensionen gibt es nicht. Das glauben wir unerschütterlich, nur weil wir keine von den weiteren direkt erfahren können.

 

Ausländer sehen anders aus, sind also potentiell gefährlich.

 

Frauen sind so, Kinder sind so, Autofahrer sind alle so ......, Politiker sind so, Ärzte sind so, Lehrer sind so.... etc.

 

Richtig finster wird die Stimmung, wenn jemand oder etwas nachweist, dass die gefällte Entscheidung falsch ist.

 

Rechtsanwälte taugen alle nichts, da kannst Du mir erzählen, was du willst.

 

Der Typ da drüben ist ein Idiot, das sieht doch jeder.

 

Komm mir bloß nicht so. Alternative: Komm mir bloß nicht damit schon wieder.

 

Wir ändern unsere vorgefassten, ungefähren Meinungen gar nicht gerne, weil unser Gehirn einmal getroffene Feststellungen verteidigt und sie nicht ersetzen will.

 

Die Evolution hat sich dieses Hilfsmittel ausgedacht, damit wir überhaupt zu Schlüssen kommen und einer einigermaßen stabilen Persönlichkeit. Da sie selbst alles unglaublich kompliziert entwickelt hat, muss unabänderlich jeder Mensch mit einem winzigen Ausschnitt an Kenntnissen aus dieser Komplexität leben, ob er will oder nicht. Das macht uns alle rechthaberisch.

 

Für unser Überleben war es notwendig, dass wir in Gruppen gemeinsam einige stabile Ansichten akzeptierten. Die sind aber nur in der jeweiligen Gruppe festgelegt und haben Erfolge gezeitigt. Ganz andere, reichlich merkwürdige Ideen haben das auch hingekriegt.

 

Beschneidungen bei Mädchen und Jungen unterscheiden sich nicht von Tellerlippen oder Nasenringen, Tätowierungen, Federschmuck, Balzritualen und Kriegssymbolen wie Standarten und Fahnen oder Namen und Fanartikel, wie Schals und Shirts, die zeigen zu wem man gehört, wie beispielsweise zu Borussia-Dortmund. Sie alle eint, die Zugehörigkeit zur Gruppe ist damit signalisiert - und das eben bei Beschneidungen brutal, da die Betroffenen nicht einwilligen. Im Gehirn ist das lediglich eine Ordnung, die ungern verändert wird. So treffen Nazis auf Sozis und Rechte auf Linke und Katholiken auf Ketzer und Muslime auf Ungläubige und die NSA auf Spione überall.

 

All das nur, weil unser Gehirn das Tohuwabohu der Realität nicht zu nutzen imstande ist und deshalb alles gruppiert und einordnet und dann fest an das mangelhafte Eingeordnete glaubt. Es stabilisiert - zugegeben ohne jede Alternative - ein absolut rudimentäres Abbild der Welt, beginnend beim Kleinkind und endet bei den meisten Erwachsenen recht früh mit dürftigen Ansichten, die dann den Rest des Lebens stabil bleiben.

 

Werden Ansichten angegriffen, werden sie radikaler, seltener angepasst. Hinzulernen ist damit leider ein Prozess, bei dem vorwiegend dem bereits vorhandenen Kanon an "Weisheiten" überwiegend dazu passende Bestätigungen hinzugefügt werden. Damit festigen sich Persönlichkeit und deren Kenntnisblase, egal ob diese schlau ist oder nicht;

 

einfach nur der Einfachheit halber.

 

Erfinder von ständig erneuerten Zugehörigkeitssymbolen sind Modeschöpfer und Designer. Die Erfindungen eint nur, dass sie anders sind als das gerade abzulösende modern gewesene Bild. Ergebnis ist ein völlig schwachsinniger Konsum, in dem alle mit allen darum konkurrieren, wer die neuesten Zugehörigkeitssignale, die die anderen natürlich alsbald zur Zugehörigkeit benötigen, an sich spazieren führt.

 

Korrektur nach wiederholtem Durchlesen: es ist kein schwachsinniger Konsum, er ist völlig sinnentleert, weil die Gruppierungsbestätigungen, die das Gehirn haben will, sollten Gruppen stabilisieren und sie nicht ständig wieder auflösen, um sich eine neue Zugehörigkeit umzuhängen.

 

Fazit (ohne jede Resignation, denn die wäre ebenfalls eine gehirndämliche Einordnung):

 

Aus den Menschen wird nie was Gescheites.

 

Ist ne gute Überschrift für den nächsten Beitrag,

 

... zur Erde, die eine Scheibe ist, die vor unserem Kopf hängt - Mist, auch das ist falsch, sie hängt ja in unserem Kopf - konstruktionsbedingt.

 

 

 

 

Das ist das Problem: Die Medizintechnik will die Lebensprozesse im Detail, also auf der Ebene von Molekülen und deren Faltung und weiteren Aspekten kennen und verstehen und diese nachbauen und/oder umbauen.

 

Bis hierhin ist alles gut. Prima Vorhaben, tolle Entwicklung.

 

Die Entwicklung eines Biosimilars kostet 200 oder mehr Millionen $. Dumm nur dass das ganze Leben aus vielen solcher Prozesse besteht, in denen alle Wirkmechanismen in einer Lebensform sichtbar werden. Am Ende steht die Kopie der Evolution als Herausforderung. Alle Moleküle so zu basteln, wie es die Evolution des Lebens in Millionen Jahren und auf Millionen Arten erledigt hat.

 

Ein Biosimilar ist ein einer lebenswichtigen Substanz ähnelndes Industrieprodukt. Soll Insulin oder Blutbildungsersatz Epoetin (http://flexikon.doccheck.com/de/Epoetin) nachbilden. Soll günstiger sein als die echten, biologisch hergestellten und selbst jene sind nicht identisch mit den im Menschen vom Menschen produzierten Stoffen.

 

Hätte es Geld gekostet, gäbe es kein Leben. 

 

Über die exorbitant steigenden Gesundheitskosten und die vorauszusehenden Folgen, steht mehr in  http://evolutionsblog.de/gesellschaft/111-der-tsunami-der-uns-von-der-erde-fegen-wird.html

 

 

 

Empörung völlig überflüssig. NSA und alle bislang entdeckten Schandtaten von Menschen zu allen Zeiten haben etwas gemeinsam.

 

Die Maxime heißt:  Alles, was geht, wird gemacht, früher oder später, überwiegend früher. Wer im Weg ist, wird umgangen, notfalls weggeräumt; was im Weg ist, wird weggeräumt, wenn dies auffiele, umgangen.

 

Die Evolution hat uns diese Waffe als muss mitgegeben, nicht fakultativ. Wir haben keine Wahl.

 

Einschub:  Nur für ungeübte Evolutionsdenker! 

 

Der Steinzeitler, der da sitzt und überlegt, ob er das Mittel, das er gerade erdacht hat, um die aktuelle todbringende Notlage zu überwinden, auch einsetzen will, taugt höchstens fürs Kabarett. Im richtigen Leben ist der schnelle Reflex immer schon fertig, bevor wir die Handlungen überdenken. In 99 von hundert Fällen argumentieren wir im Nachhinein unsere Untaten mit Eleganz und entlasten uns damit. Achtung! Kinder zeigen das in Echtzeit. "Der war's!" mit beiden Händen auf den Kollegen zeigend. Wenn die Erwachsenen ungläubig gucken, kommt ohne Verzögerung, "Er hat angefangen!" Der Gegner macht natürlich das Gleiche.

 

Erwachsene werden immer erst dann einsichtig,.......... na wann wohl?........ wenn nichts mehr anderes übrig bleibt; nach der Inhaftierung und dem bereits drohenden Urteil, dann betteln wir unter Hervorzauberung intellektuell aufbereiteter Ausreden um Milde.

 

Vorher rotten wir jedoch ohne Bedenken auf brutalste Art ganze Bevölkerungen aus und waren anschließend aber überhaupt nicht dabei und haben von Allem nichts gewusst. Möchten Sie ein Mensch sein?

 

Zurück zur NSA

 

Wir finden alles heraus und wir nutzen es zu unserem Vorteil - ist das Grundgesetz des Lebens - jedenfalls für die Spezies Mensch. Unsere Intelligenz ist nicht beliebig einsetzbar. Sie ist dominant und ihren Erkenntnissen haben wir zu folgen.

 

Aktuell heißt dies überall Gier, es hieß auch schon mal richtiger Glaube, oder Volk ohne Raum, was wohl überhaupt der beliebteste Vorwand ist. Jemand steht auf einem Platz und genau den will ein Anderer haben. Allgemein wird das Karriere genannt und gilt als hehres, unbedingt erstrebenswertes Ziel.

 

Moralische Aspekte hingegen sind individuell und nicht speziesweit die Bremse der beschriebenen Gewaltmaschine.

 

Etwa so: Einer unbegrenzten Macht stehen Bedenken eines Einzelnen entgegen, der obendrein zusehen muss, wie alle Anderen ihn überflügeln werden, wenn er seinen Bedenken zu sehr anhängt.

 

Na, was wird dabei wohl herauskommen?

 

 

 

 

Zu seiner Regeneration ist der Knieknorpel paradoxerweise auf mechanische Beanspruchung angewiesen. Dazu zählt beispielsweise die Last, die ihm das Körpergewicht bei jedem Schritt auferlegt. Die auf diese Weise stimulierten Knorpelzellen entwickeln Rezeptoren für die vom Organismus produzierten Wachstumsfaktoren. (Quelle des Textes ganz unten)

 

Natürlich sind alle unsere organischen Systeme auf Beanspruchung angewiesen.

 

Das "Gebrauchtwerden" ist tiefenpsychologischer Hauptbestandteil der gesamten Natur, die Selbstverständlichkeit des Lebens überhaupt und ergo; ganz sicher nicht paradox. Nur was benötigt wird und dem Fortkommen der Spezies hilft, wird weiter existieren und verbessert werden.

 

Ein Knie, das wehtut, sollte man im Rollator entlasten. Dann gewöhnt es sich an die geringe Belastung und regeneriert nicht. Sicherer kann man seine Kniebeschwerden nicht verschlimmern. 

 

Dass der intelligente Teil in unserem Kopf, das einfach nicht kapieren will, das ist paradox.

 

Der kursiv dargebotene Auszug entstammt dem DocCheck-Artikel: Beschädigte Knieknorpel: Neues Verbundmaterial - geschrieben von einem Medizinjournalisten.

 

http://news.doccheck.com/de/newsletter/369/2571/?utm_source=DC-Newsletter&utm_medium=E-Mail&utm_campaign=Newsletter-DE-DocCheck+News-2013-10-09&user=ce50c7cc8952b9df7e3df402705cf3bf&n=369&d=28&chk=7aa894e60bd3a935fdaafd3dde918ee7#

 

 

 

Anlass zu diesem Artikel ist der Bericht in doccheck vom 14. August 2013

 

Neue Muskelkraft aus dem Labor

 

http://news.doccheck.com/de/newsletter/239/1683/#comment-18802

 

Das Dilemma ist, wir bezahlen unglaublich viel Forschung. Das ist wohl der Angst der Politiker geschuldet, etwas nicht sorgfältig untersucht zu haben und sich dann wahlgefährliche Vorwürfe einzuhandeln. Sie sagen doch immer auf jede Frage, "wir haben...gemacht" und zwar völlig wurst, wer, wen, was fragt. Damit machen sie sich immer unschuldig.

 

Durch praktisch jeden medizinischen Forschungsbericht blitzt die Einstellung hindurch, dass wir die ursprünglich von der Evolution aufgebauten zahllosen cleveren und verbessernden Entwicklungen erforschen und sie baldmöglichst als Gebrauchtteile im Tauschmechanismus geschäftstüchtig anzuwenden beabsichtigen.

 

Wir sehen uns als Wesen falsch und verstehen nach wie vor massenhaft nicht, was die Evolution uns geschenkt hat. Wir sind so dumm, dass wir mit all unserer Intelligenz die artgerechte Haltung für Stalltiere propagieren, aber die artgerechte Haltung für uns selbst völlig ignorieren.

 

In dem Bericht steht, dass Satellitenzellen, die an unserer Skelettmuskulatur zu finden sind, Reparaturmechanismen anstoßen und Heilung und Fitness der Muskulatur maßgeblich bewirken. Und sie seien im Alter in geringerer Zahl zu entdecken. Man will jetzt ein Medikament finden, um diesen Mangel durch Pharmazieprodukte zu heilen. Dazu habe ich kommentiert:

 

Die Natur hält niemals etwas in großer Zahl vor, das nicht gebraucht wird. Die regenerativen Wirkungen des Alters sind weitgehend falsch identifiziert. Der Ansatz muss in der Anforderung an die Muskeln gesucht werden. Gewiss gibt es altersbedingte Erscheinungen, aber sie sind nur ausnahmsweise bedeutsam. Muskulatur ist das, was uns bewegt. Sie hält das Gerippe in Form, trägt und schützt alle Stoffwechselorgane und ist die einzige Chance selbst zu essen, zu trinken und zu atmen und den Body zum Futter und ins Bett zu bringen. Ihre Bedeutung wird dramatisch unterschätzt.

 

Ich bin 61 und trainiere u.a. mit Gewichten. Muskelaufbau alleine durch Anstrengung ohne jede weitere Stimulanz ist kein Problem. Muskelkater und Verletzungen verschwinden fast vollständig - auch bei Volleyball und Badminton 3 x die Woche. Heilungsprozesse brauchen fast immer nur eine Nacht, das wird wohl den Satellitenzellen zu danken sein.

 

Mit Selbstheilungskräften und artgerechter Haltung von alten Menschen kann allerdings die Forschung und die Körperassistenzmedizin nix verdienen.

 

Die gesellschaftliche Fehlstellung bringt uns in naher Zukunft um - finanziell.

 

Die völlig schwachsinnige Idee, dass das Medizingeschäft, von Forschung bis zum am Ende ins Bett geschnallten Geriatriepatienten, eine Hilfe für die Menschen wäre, entbehrt allen erdenklichen Grundlagen des Daseins. Wir nehmen nur einen wesentlichen Punkt heraus, sonst wird daraus wieder ein Buch, das niemand lesen will.

 

Selbstwertgefühl:

 

Unser Körper misst und prüft Tag und Nacht, wie es allen Einzelteilen geht. Ohne diese kontinuierlichen Checks, würden wir Fehler über Fehler produzieren. Stürze, Verrenkungen, Blutungen, Verletzungen aller Art würden uns unlebensfähig machen. Zu heiß gegessen, zu kalt gebadet. Die Luft zu lange angehalten, von zu hoch gehüpft, zu spät im Verkehr losgerannt, zu hoch hinaufgeklettert, zu tief gefallen. Was uns sicher sein lässt, dass wir das, was wir gerade machen wollen, auch mit geringer Gefahr tun können, ist im Selbstwertgefühl untergebracht, das unablässig Nachrichten aus der "Körperwelt" sammelt und sie den aktiven Teilen des Bewegungsgehirns anbietet.  Wer dieser Tage Stabhochsprung bei der WM in Moskau beobachtet hat, konnte mehrfach sehen, was passiert, wenn das System nein sagt. "Diesmal geht es nicht." Die Sportler brechen dann "instinktiv" den Versuch ab und laufen durch. Sowie der Fuß kaum noch auf eine Stufe passt, gehen wir ganz langsam, halten uns fest oder pressen die Hände an die Wand, nehmen eine schräge Haltung ein und bewältigen die gefährliche Treppe ganz vorsichtig.

 

Dieses körpereigene ich-schütze-mich-vor-allem-System ist in der Evolution entwickelt und niemals wegdenkbar. Kein Tier kann fliehen, kämpfen oder jagen ohne dieses höchstentwickelte Referenzsystem. Beispiel: Der jagende Gepard muss genau wie seine Beute Haken schlagen. Er hat vier Beine und zwei davon hinten, absolut aus dem Blickfeld. Sein Brain muss dennoch genau wissen, wo er im vollen Lauf die vier Pfoten hinsetzt, sonst wird es nix mit dem Mittagessen. Rechnet sein Referenzsystem im Hirn nicht genau genug, wird er stürzen und die Impaladame ist weg - kein Frühstück. Verletzt er sich bei dem Fehler, ist die Jagd für Tage in Gefahr und das Tier in Lebensgefahr. Das ist das gleiche Ergebnis wie beim Fluchttier. Stolpern wäre beim Flüchtenden das gleiche wie erlegt - tot - Ende der Stange.

 

Alles, was wir uns zutrauen stammt aus dem Körperselbstbewusstsein und bildet die Basis des Selbstwertgefühles. Der intelligente Mensch unserer Tage sieht nur noch auf das vordergründige zivilisatorische Selbstwertgefühl. Aus meiner Sicht sind Geld, Macht, Einfluss, bürgerliche Sicherheit auch wichtig, nur darunter muss der intakte Körper melden, dass er intakt ist, sonst ist alles nix.

 

Jeder unserer vielen Mitbürger, die 50-60 x im Jahr zum Arzt gehen, muss sich fragen lassen, ob er nicht endlich anfangen will, seine auf Bequemlichkeit zurück zu führende Gehbeschwerden mit dem richtigen Training zu beseitigen. Jeder, der fettleibig ist oder ein vom Bluthochdruck gebeutelter Nichtstuer und jeder, der täglich Alkohol zu sich nimmt und jeder der raucht, muss sich fragen lassen, ob er nicht endlich Sport macht und angemessen essen will, anstatt die Folgen seiner Nachlässigkeit mit dem eigenen Körper der Solidargemeinschaft aufzuhalsen.

 

Alkohol und Gesundheitskosten müssen in einem Extra-Artikel behandelt werden.

 

Für hier gilt aber schon mal das Fazit:

 

Wenn die Solidarität im Gesundheitswesen nicht umgehend beseitigt wird und der Staat weiterhin eine massenhaft abwegige Lebensweise im Nachhinein über exorbitant ansteigende Krankheits- und Pflegekosten aus den Mitteln der Gemeinschaft finanziert, wird das ganze Land an den Kosten der "gepflegten Rentner" zu Grunde gehen.

 

 

 

 

Krebs ist Scheiße, die Behandlungen sind weit scheißer, machen die Patienten richtig fertig. Warum machen die meisten das mit? Leben hat offenbar in sich einen eigenen Wert, der nicht hinterfragt werden will. War wohl mal sehr wichtig, dass man immer bis "zum bitteren Ende" alles versucht hat. Heute mit 7- 8 Milliarden auf der Erde; muss man da einem Menschenleben quälend und schwächend und erniedrigt unbedingt bis zum Tod durch Ausschöpfung aller medizinisch/pharmazeutischen Möglichkeiten ein sicheres Ende mit Schrecken bereiten?

 

Entscheidender Aspekt:

 

Früher starben die Leute schneller. Wenn das stimmt, ist denn ein langes Leiden erstrebenswert?

Welches Ende wollen die Menschen?

Ein ekliges, sediertes, im Bett liegend auf die Erlösung wartend - jeder Selbständigkeit und jedem gutem Körperbewusstsein beraubt, von Elendsbewusstsein und Mitleid überflutet.

 

Die ethische Grundeinstellung, dass jeder bis zum ärztlichen "Wir können nichts mehr machen!", das erst dann kommt, wenn Sie alles probiert haben, heruntergewertet wird, muss überdacht werden.

Alternativen muss man suchen, die laufen nicht so herum und können aufgepickt werden.

Lebenswert tritt an gegen Hightec-Verlängerungen.

Das Ende muss anständig und würdig sein.

Ein grässliches Ende in Hilflosigkeit und sinnloser, weil am Ende enttäuschter Hoffnung auf Rettung vor der Realität entwertet doch alles, was davor gelebt wurde.

 

Und fragen wir uns, was für ein Leben ist von jungen Menschen zu erwarten, wenn Sie es vor sich sehen können, wie sie am Ende daliegen werden. Ist es wahrscheinlich, dass sie ein verantwortungsvolles Leben führen werden mit Mäßigung und Blick auf die Anderen oder eher doch sensationssüchtig, um möglichst viel Kicks zu sammeln, weil man das Scheißende schon kennt.

 

Kommentar zum Handelsblatt-Artikel vom 16.8.2013

 

Warum nehmen die Krebserkrankungen zu?

 

http://www.handelsblatt.com/technologie/das-technologie-update/tagesfrage/wachsendes-risiko-warum-nehmen-die-krebserkrankungen-zu/8644670.html

 

 

 

Hinter dem linken Ohr zählten die Wissenschaftler immerhin noch 2363 Arten von nicht menschlichen Genen, in der rechten Ellenbeuge 3632. Vermutlich gibt es mehr als 10.000 verschiedene Arten von Bakterien im und am Menschen, weit mehr als bisher vermutet. Gemeinsam besitzen sie etwa acht Millionen Gene, der Mensch nur etwa 22.000.

 

7947 Arten fanden sie auf der Zunge, 4154 im Rachen, rund 7000 im Speichel, und in den Zahnfleischtaschen sogar über 14.000 Arten.

 

So viel zu dem Aberglauben, wir wüssten, was in unserem Körper vorgeht und wer welches Problem löst oder eines oder mehrere verursacht.

 

Der ganze Artikel auf Welt online:

http://www.welt.de/wissenschaft/article120510534/Unser-Koerper-ist-ein-gigantischer-Bakterienzoo.html

 

 

 

 

 

Obwohl wir in der modernen westlichen Welt über Nachrichten und Fernsehsendungen zugeschüttet werden mit Medlungen über Leid und Tod, ignoriert unser  Alltagsbewusstsein die eigene Sterblichkeit.

 

In der jüngeren Zeit sind wir so etwas wie Autos geworden. Autos sind die wichtigsten und allgegenwärtigen Gegenstände, mit denen wir unsere evolutionär vorgesehene Bewegungsmöglichkeit drastisch ausgedehnt haben. Diese nur intellektuell  geschaffene erweiterte Mobilität ist Mitursache für unser absurd gewordenes Selbstverständnis. Wir haben über die Fakten, dass man alles reparieren kann, wichtige Unterschiede zu unserer Biologie verdrängt und vergessen.

 

Biologische Systeme, oder schöner Lebewesen, sind nicht ganz oder kaputt, sie sind immer in gleichzeitigem Werden und Vergehen begriffen. Sie existieren in unzähligen Prozessen zum Stoffwechsel und unterliegen ständigen Gefährdungen, Verletzungen und Schädigungen durch das Leben selbst. Die reine Abnutzungsvorstellung geht am Dauerprozess des Auf- und Abbaus vorbei. Knie und alle anderen Gelenke werden abgenutzt durch Nichtnutzung – genau entgegengesetzt zu den KFZ-Bauteilen. Das Gedächtnis geht verloren, wenn es durch Untätigkeit schrumpft. Organe werden geschädigt, wenn sie falsch oder übermäßig beansprucht werden. Unsere auf Millionen Jahre Training basierenden inneren Reparaturmechanismen haben Grenzen. Sie unternehmen aber unbeirrt alle möglichen Reparaturversuche, auch, wenn sie nicht mehr zielführend sein können.

 

Dass wir sterben ist sonnenklar – wie wir leben aber nicht. Der intellektuelle Überbau der Spezies der Kopfgesteuerten ist schuld – sie haben ihre Selbstsicht eingebüßt. Wir glauben wir können alles wieder hinkriegen und sind dann schwer getroffen und tief enttäuscht, wenn sichtbar wird, dass das eben nicht stimmt. Dabei ist es doch nur das Ende eines Lebens und dies ist genau so unentbehrlich wie sein Anfang und seine Mitte.

 

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Bild mit Link zum Verlag Sinnhalt.com