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Handy & Neander

bei der Arbeit

 

Warum?

 

Weil Frustration sehr viel häufiger ist.

 

Niemand strebt nach Frustration, denn davon gibt es genug und man kriegt sie ohne Zutun ausgiebig serviert.

 

Glück ist selten, alle wissen das. Man muss es suchen und etwas dafür tun und ganz ohne Garantie, dass man es auch findet. Wenn man es findet, haben wir Glück gehabt. Unglück haben wir ohne Zutun Tag und Nacht

 

Frustration umgibt uns, bestimmt und führt uns unausweichlich. Sie bestimmte und bestimmt unsere Art zu Leben und nix kann das ändern. Sie umgibt und durchdringt uns.

 

Na wenn das mal kein Prinzip ist.

 

Mir ist noch nichts begegnet, was so klar und eindeutig vor mir steht.

 

Dann schauen wir doch mal genauer hin.

 

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Vogelkinder sind niedlich und schutzbedürftig und einfach herzerweichend süß.

 

Stimmt nicht. Stimmt absolut nicht. Sie sind Terroristen ab Schlupf. Sie zwingen Ihre Eltern jedwede Versorgungsanstrengung auf sich zu nehmen und wie es aussieht, haben die Eltern gar keine Wahl.

 

Wir hören sie piepen. Ihre Eltern auch und dies Piepen löst Frustration aus und lässt sie solange sie im Licht etwas sehen können, Futter für die Erpresserbande suchen und bringen.

 

Sie werden wohl nicht gefragt, sondern von Frustration gesteuert. Sie halten das Gepiepe nicht aus und ruhen und rasten nicht, bis Ruhe herrscht. Piepts erneut, fliegen sie wieder los.

 

Merke: Das Geschrei können sich Vögel nur leisten, weil sie möglichst unerreichbar hoch und wacklig und schwer zugänglich ihre Nester bauen. Das Geschrei hören nämlich auch andere und die würden sich die kleinen Happen gerne einverleiben.

 

Der Fütterungsinstinkt wird auch bei Vögeln vermutlich durch das Kindchenschema ausgelöst und hat häufig gut sichtbar eine Gelbfärbung am Schnabelrand als ultimativen Befehl: da hinein Nahrung stecken, nur dann habt ihr eine Geschreipause.

 

Pflanzen werden der Frustration unterworfen, was sonst sollte sie dazu bringen immer raffiniertere Fruchtangebote an die Hungrigen der Welt zu machen – uns eingeschlossen.

 

Die auf dürftigen Böden stehen, sind so sauer wegen der Nahrungsknappheit, dass sie anfangen, Tiere zu jagen und diesen Fallen mit ausgeklügelter Technik zu stellen.

 

Tomaten und Kartoffeln und alle anderen Dreingaben von Pflanzen, die wir und andere verwerten, sind Angebote, auf diese Weise ihre Spezies zu verbreiten, also Samen zu transportieren. So läuft der Deal überall: Hol meine Zapfen sagt die Tanne und streckt sie hoch aus. Die Tanne zahlt den Transport mit Samen und kriegt so, was sie wollte. Auch in der Tannenwelt sind Glücksgefühle selten.

 

Die Energie, die alles Leben für sein Weiterbestehen aufwendet, kommt aus dem einzigen Anspruch den die Natur überall und immer erhebt:

 

Finde einen Weg! Identisch mit: Finde eine Lösung!

 

Und genau diesen Anspruch schreibt sie in die Frustration und zwingt die Arten zu tun, was zu tun ist:

 

„Schlechtes Gewissen“ treibt alles voran. Du musst und/oder du hast heute noch nicht, also musst du noch!

 

Menschenkinder werden uns als süße Babys von Mutter Natur verkauft.

 

Das ist auf jeden Fall ein beachtliches Kunststück. Sie sind nüchtern betrachtet weder schön noch irgendwie tauglich. Diese angebliche Süße, hat uns die Natur ins Genom gemalt. Wir können regelmäßig diese Zuneigung eher nicht lokalisieren und nehmen sie ohne Alternative hoch, wenn sie schreien und trösten vollautomatisch.

 

Genauer betrachtet sind sie Terroristen: Da sie eine unglaublich langsame Entwicklung aufweisen, musste Mama Natur unserer Spezies eine nicht auszurottende Zuneigung einbauen. Und das war noch nicht einmal genug.

 

In den Höhlen der kleinen Sippen waren unsere Ahnen einigermaßen geschützt. Aber mit Terrorgeschrei von Menschenbabys erfährt jedes Raubtier in näherer Umgebung, dass da Beute unsinnigerweise gut hörbaren Alarm macht. Das ist ultimative Erpressung, wenn ihr mich nicht füttert, schicke ich Euch den Säbelzahntiger auf den Hals, oder wer sonst noch in der Nähe ist.

 

Das ist schwer zu akzeptieren, aber Menschenkinder werden als Terroristen geboren. Der Terror zwingt die Eltern sich selbst zu schützen, indem sie die Bande ruhig stellen = füttern und versorgen. Eine Alternative ließ die Natur uns nicht. Man muss sie mit sich herumtragen, damit man ihnen schnellstens den Mund zuhalten kann, wenn sie wieder anfangen mit dem Geschrei.

 

Man sieht auch heute sehr gut, wie sehr Babys als Last empfunden werden können und dann im Mülleimer landen. So entziehen sich einige dem Terror.

 

Nötig haben wir den längst nicht mehr, der Spezies fehlt es nicht an Nachwuchs. Nur die ungebrochene Absicht der Natur interessiert sich für Erfolg nicht, nur für das Gegenteil.

 

 

Beispiele:

 

Niesen, Hustenreiz, Jucken, Lust, Kotzen müssen und andere dringende Bedürfnisse.

 

Luft holen, Nähe suchen, sich räkeln, Hunger, Durst, Vergwewaltigungen dieser und jener Art. Unstillbares Verlangen nach Macht und Geld. Beleidigungen, Drohungen, Kriegserklärungen.

 

Arbeiten wie ein Tier. Unbedingt schneller Fahren als alle anderen. Überholen um jeden Preis. Den Platz behaupten. Siegen zu wollen in allen Disziplinen ist der Antrieb. Also ist noch nicht gesiegt zu haben Frust. Und wenn man einmal gesiegt hat, muss es wieder und wieder sein.

 

Alles erfolgt aus Frust auf der Suche nach Befriedigung, die dann aber immer nur kurz anhält.

 

Erkennen Sie das Muster?  Das ist Leben pur.

 

Große Anstrengung, dauernd dieser Stress. Glücksgefühle verrinnen dagegen schnell.

 

Und alles beginnt von vorne.

 

 

 

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Bild mit Link zum Verlag Sinnhalt.com