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Handy & Neander

bei der Arbeit

 

Einen schöneren Beweis kann ich mir nicht vorstellen - und ich meine nicht die Mathematik.

 

Das Evo-Hirn rechnet Tag und Nacht alle sensorischen Daten immer und immer wieder und nochmal und nochmal ohne Unterlass.

 

Leider kann es nicht in Sprache rechnen, daher ist es aber auf der anderen Seite viel schneller und hochpräzise. Beides geht mit der Sprache, mit der wir Telli denken und alternativlos kommunizieren, nicht.

 

Deshalb blitzen bei uns „Einfälle“, und schenken uns leuchtende Weisheiten, die sich durchaus überirdisch anfühlen.

 

Logik:

 

Die Durchlässigkeit zwischen der Maschinensprache und unserer Kommunikationskrüppel-methode ist im Wachzustand nicht vorhanden. Es gibt aber offenbar im Schlaf eine Phase, in der der Evo Zugang zum Telli – Sprach – Hirn in Zeitschlitzen nutzt, um Berechnungsergebnisse „Erkenntnisse“ an uns „Oberirdische“ abzuliefern.

 

Auffallend ist der Aspekt, dass die News immer brutal kurz und endgültig sind. Schreibt man den Gedanken nicht gleich auf, ist er weg und zwar meist für sehr lange. Das deutet auf einen eher ungewöhnlichen, kurzen Kontakt zwischen unter- und oberirdisch hin. Die Folge ist, dass die Übermittlungen superschlau und „sensorisch – intellektuell“ zwar bewiesen sind, aber in unserem Tellisprech erneut sperrig und mit Übersetzung in Alltagssprache extrem schwer zu vermitteln sind. Die Geistesblitze sind tatsächlich Geistesblitze. Deren Ausformulierung findet dann sprachmittelbedingt wieder in komplizierten Abhandlungen – wie der vorliegenden - statt.

 

Gedanken - Übertragung zwischen Evos funktioniert aber häufig. Paare und Freunde haben oft die gleichen Einfälle oder die gleichen Antworten im selben Moment. Hier öffnet sich ein zweites Mal die Idee, dass wir sehr wohl perfekt die Umwelt und alles, was passiert analysieren und bewerten und speichern können, allerdings in einem Rechner zu dem wir nur begrenzten Zugang erhalten. Die Rechnungen kriegen wir nicht mitgeteilt. Logisch; denn die Natur muss reagieren und nicht erst nachdenken, wieso der Säbelzahntiger so hungrig aussieht und unverständlicherweise den Rachen weit aufreißt. Das Problem ist, dass der Evo rechnet und nicht spricht. Der Übersetzungscomputer im Telli, ist dem Evohirn weit unterlegen.

 

Daher funktionieren Menschen in Massen niemals effektiv. Sie sind durch den Nachteil begrenzt, alles in ihnen vorhandene Wissen nicht einmal in kleinen Teilen in ihrem Tellihirn präsent halten zu können und schon gar nicht die komplexen Zusammenhänge interpretieren zu können. Daher glauben immer viele an das und die anderen an das Gegenteil.

 

Und schon sind wir bei den Religionen und Weltanschauungen und deren Unvereinbarkeiten, die hienieden die großen Probleme, Verfolgungen, Ausrottungen, Kriege und jedwede widerliche Feindseligkeit verursachen.

 

Mit einem Wort; das ganze Leid der Welt !

 

Kurz:

 

Durch unsere „Dummheit“ sind wir nicht in der Lage, mehrere Aspekte in unserem Kopf nebeneinander als gleichwertig zu akzeptieren. Unterscheidungen, die sich uns entgegengesetzt einprägen, zwingen uns zur Wahl, dies oder das und damit sind wir auf dem Holzweg. Beides im Hirn zu ertragen, übersteigt unsere sprachlichen Fähigkeiten. Wir müssen uns entscheiden, für dies oder eben für das. Richtig und falsch akzeptieren wir niemals gleichwertig, das können wir nicht, und daher bekämpfen wir jeden entdeckten Abweichler bis auf‘s Blut. An einer einmal gefassten Meinung halten wir fest, als hinge das Leben selbst daran!

 

In Wahrheit ist das Leben quirlig, schnell, rasant, interessant, in seiner Vielfältigkeit verwirrend und uns gnadenlos überfordernd. Folglich kann aus uns nie etwas wirklich Wertvolles etwas Einheitliches werden, das Leben in allen Aspekten achtet und schützt, da wir es einfach nie verstehen werden, weil, wir Gegensätze nicht aushalten können.

 

Und nun der Ausschnitt, aus dem Interview, der alle diese Schlüsse beweist:

 

Einen schöneren Beweis kann ich mir nicht vorstellen.

 

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Ich musste mich auch in viele Dinge einlesen. Man kämpft mit den Theorien herum und versteht es erst einmal nicht. Man versucht, mit Leuten zu reden und die erklären einem dann langsam, wie das alles funktionieren soll. Viele Fragestellungen beschäftigen einen auch über viele Jahre hinweg. Zum Beispiel habe ich mehrere Jahre lang intensiv versucht, die Gewichts-Monodromie-Vermutung zu lösen und verschiedene Beweisansätze entwickelt. Mehrmals dachte ich, dass mir der Durchbruch gelungen ist – nur um einen Monat später einen subtilen Fehler im Beweis zu finden. Die Vermutung ist bis heute offen. Man braucht als Mathematiker eine hohe Frustrationstoleranz.

 

Wie ist es denn, wenn Sie an einem bestimmten Punkt gar nicht weiterkommen? Der Soziologe Niklas Luhmann sagte einmal, er würde dann an dem Problem nicht weiterarbeiten und etwas anderes machen, irgendwann käme die Lösung dann schon.       So mache ich es auch.

 

Auszug aus dem Intervew mit Peter Scholze, dem Fields-Medaillen-Preisträger 2018

 

„Mathematiker brauchen eine hohe Frustrationstoleranz“

 

Von Michael Hesse 16.08.18, 16:15 Uhr  :::  Berliner Zeitung

 

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Vermutung: Die Geistesblitze sind nur logisch erstellte Berechnungsergebnisse. Da diese sich niemals präzise wiederholen, sind sie nur extrem kurz verfügbar und damit nur kurz übertragbar.

 

Der Evo speichert nicht einzelne Ansichten, er baut keine Bibliothek auf, sondern schleudert mehr oder weniger oft, aktuelle Berechnungen in die Oberstufe, was uns dann im Alltag als Verhalten begegnet und beim Gegenüber Stirnrunzeln und große Augen durch hochgezogene Augenbrauen verursacht.

 

Dies bemerkend, reagieren wir blitzartig mit Anpassungsversuchen und beschönigen das, wovon wir glauben, dass es gerade nicht gut angekommen ist.

 

Alles dient unserer Akzeptanz beim Gegenüber und da hat die Wahrheit nun eigentlich wenig zu suchen.

 

Unsere Notlage in Urzeiten hat uns zu Schimären werden lassen, was den modernen Großgesellschaften freilich nicht dienlich ist.

 

Alle in der Geschichte zu findenden Uniformierungsaktivitäten – oft, brutal und grausam durchgesetzt - kämpfen gegen diese Individualitätsveranlagung und versuchen sie zu eliminieren.

 

In den Armeen und an Arbeitsplätzen geht das einigermaßen, weil Nachteile, wie Strafe oder Geringbewertung, vom Individuum gemieden werden.

 

Kaum auf dem Heimweg jedoch, sind sie wieder Vollindividualisten, die die Welt durch ein Schlüsselloch sehen und fest glauben, dass das, was sie durch das Loch sehen, die wahre Welt sei.

 

Klar, kurz, treffend:  (ergänzt am 26.8.2018)

 

Der Evo ist der Intelligente von uns beiden. Und natürlich war er es schon, bevor wir sprechen konnten. Der Telli jedoch benötigt das Großhirn, um aufschreiben zu können, was er an sich so großartig findet und viel umfangreicher, was er an all den anderen nicht leiden kann und warum.

 

Nur weil das Vermitteln über Sprache extrem aufwendig ist, wurde das Großhirn so groß und alle Bibliotheken der Welt beweisen eindrücklich, dass es nicht in der Lage ist, etwas kurz und knapp zu organisieren und an andere zu vermitteln.

 

Daran krankt die Welt und das, so vermute ich, wird sich nicht ändern.

 

Homo habilis, der findige Mensch - war clever, aber noch kein Erzähler. Unterrichten musste er können, das ging dann eher durch zeigen.

 

Intelligenz ist nicht im Großhirn verdrahtet und nicht auf das Bibliothekshirn angewiesen.

 

Das rasend schnelle Evohirn ist dessen Spender von Erkenntnis und Weisheit und nur es erlaubt dem Oberstübchen, seine Wertsachen anderen zu vermitteln.

  

 

 

 

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Bild mit Link zum Verlag Sinnhalt.com