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Handy & Neander

bei der Arbeit

 

aber überaus erhellend !

 

 

Untertitel Demenz und Alzheimer lassen grüßen!

 

Der Vergleich ist zwar schräg, aber er hat etwas = nämlich eine sinnige Idee, wie man erklärt, dass unser Körper eine ganz bestimmte Bewegung benötigt, um eine absolut unerlässliche evolutionär geforderte Leistung hinzukriegen.

 

Gemeint ist der sogleich beschriebene Vergleich zwischen der Leistung des Gewichthebers, Robert Joachim, im Training und die wichtigste Leibesübung für alle Menschen.

 

Menschen können nur gesund im besten Sinne sein, wenn sie bergauf gehen - als Training auf dem Band und nicht im Gelände.

 

Warum??

 

Siehe den Artikel in der Berliner Zeitung von heute:

 

https://www.berliner-zeitung.de/sport/berliner-gewichtheber-robert-joachim-und-die-klassenfrage-31527796https://www.berliner-zeitung.de/sport/berliner-gewichtheber-robert-joachim-und-die-klassenfrage-31527796

 

Im März bei der EM in Bukarest kam Joachim auf 311 kg gesamt, 138 kg im Reißen, 173 kg im Stoßen. Im Training bewegte Joachim bisher bereits an die 50 Tonnen pro Woche, was ungefähr einem vollbeladenen Sattelzug entspricht.

 

50 Tonnen pro Woche vom Boden bis zur Hochstrecke sind das etwa 2 Meter.

 

Also 100 Tonnen je Woche um einen Meter angehoben. Das benötigen wir für den Vergleich mit dem bergauf gehen.

 

Ich habe am letzten Sonntag so nebenher auf dem Laufband bei 5,6 km/h und 20 % Steigung in 22 Minuten 30 Tonnen 1 Meter hoch getragen (mein eigenes Gewicht - aktuell 75 kg – im Fitnessstudio ununterbrochen seit 11/1999, und trotzdem ein maximales Gewicht für 1 ½ Jahre bei 105 kg rund um 2007-2008).

 

Wenn ich bei 75 kg und 5 km/h die 20 % Steigung zurücklege, muss ich genau 80 Minuten gehen, um mit meinen 75 kg 100 Tonnen genau wie unser Gewichtheber einen Meter hochzuheben.

 

Robert braucht eine Woche um das hinzukriegen, ich nur 80 Minuten.

 

Eine Woche gegen 80 Minuten – jetzt nachdenken.

 

Mit unserem Körper hat die Evolution den absoluten Hit hervorgebracht. Einen auch nur annähernd so leistungsfähigen Körper, wie unseren, gibt es nirgends – nicht einmal ansatzweise.

 

Der Haken ist ein kleine aber absolut entscheidende Leistung.

 

Das ist es: das eigene Gewicht nach oben tragen – mithin bergauf gehen, ohne Hilfen und ohne feste Schuhe, also keinesfalls für untrainierte im Gelände. Das ist wirklich riskant.

 

Die Natur hat nicht geplant, dass wir 15 Stunden sitzen, etwa eine Stunde herumschlurfen und 8 Stunden schlafen.

 

In der Natur gibt es keine immer ebenen Gehwege. Es geht immer bergauf und klar, ebenso häufig bergab.

 

Wir haben die Natur im Sinne selbstverständlicher körperlicher Anforderung aus unserem Leben eliminiert. Wir gehen bestenfalls auf Treppen bergauf, dabei wird aber unser Fuß nicht benutzt, nur flach aufgesetzt und das Gewicht unrhythmisch ohne vorwärts abzurollen hochgedrückt. Es ist eher ein wuchten, denn eine flüssige Bewegung.

 

Am Anfang der Entwicklung stehen zwei einwärts gedrehte Stellen an unserer Wirbelsäule – unten direkt über dem Becken und direkt unter dem Kopf.

 

Unablässig ist das das Ende des Baumbewohners. Der muss den ganzen Tag sitzen können – hat also die auswärts gedrehte normal Wirbelsäule am unteren Rücken. Der Nacken trägt ebenfalls hinten nach außen rund den Kopf nach vorne hängend zum Fressen und weil das Sitzgewicht so energiefrei ausgeglichen wird. Sitzen ist für Baumbewohner konstruiert absolut richtig evolutioniert.

 

Sitzen ist für aufrecht gehende homos absolut falsch.

 

Durch die zwei einwärts geformten Bögen stehen wir und gehen wir nahezu energiefrei. Genauso energiefrei, wie die Affen sitzen. Zum Stehen sind wir natürlich nicht gedacht. Aber beim zweibeinigen gehen, benötigen wir lediglich eine leichte Beugung der Beine im Knie, eine geringe Bewegung im Beckengelenk und schon kommen wir vorwärts. Die Beine gehen nahezu energiefrei durch Gewichtsverlagerung auf das am Boden gebliebene und energiefrei zur Seite gelegte Körpergewicht indem das angehoben Bein kaum energiebedürftig nach vorne schwingt, da es ja gerade hinten war und setzt sich für den nächsten Schritt zur Gewichtsaufnahme nahe an die Mittellinie.

 

Niemand außer uns auf diesem Planeten kann das mit so ausgeklügelter Raffinesse, wie wir Menschen.

 

Das lässt sich leicht ablesen bei unserem absolut unanfechtbaren Kunststück, das nur wir können.

 

Wir hüpfen mühelos auf einem Bein. Das kann man bei allen Kindern und ihren Hüpfspielen ohne Mühe erkennen. Aber das können nur Menschen – sonst niemand.

 

Nur weil wir eine über die Muskulatur derart ausbalancierende Wirbelsäule für die kraftfreie aufrechte Fortbewegung haben, nur dadurch konnte unser alles entscheidender Bewegungsrechner sein Kunststück erlernen. Er und nur er, kann ausrechnen, wenn der Körper auf einem Bein weg von der Erde abgehoben ist, wo das gleiche Bein exakt aufgesetzt werden muss, damit die Landung auf dem gleichen Bein ohne Wackeln gelingt und erneut in einem Zug aus dem Abfangen wieder hochzuhüpfen erlaubt.

 

Genau der Rechner ist es, der in der Weiterentwicklung aller Sport und Akrobatikkünste den Menschen zum absolut höchsten und einzigartigsten Wesen mit beachtlichem Abstand auf unserm Planeten erhoben hat.

 

Hätten wir die ausgeklügelte Wirbelsäule nicht, hätte eine Rechnerentwicklung gar nichts genutzt.

 

Diese Doppel – S – Wirbelsäule ist tatsächlich der einzige wirklich unerlässliche Trigger für unsere unerhörte Überlegenheit als Spezies insgesamt. Die ihr zu verdankende Öffnung, einfach schlicht alles lernen zu können – klettern, fliegen, schwimmen und tauchen, dreifachen Salto, Judo und Schleuderbrett und alle Equilibristikdarbietungen sind diesem S zu verdanken.

 

Ich steigere mein Loblied noch ein wenig. Bei uns einzig übrigen Menschen von etwa 13 Menschenarten wird eine winzige Anpassung den ersten Schritt für die heutige Höchstentwicklung eingeleitet haben.

 

Die einzigartige Ausbildung dieses Bewegungsrechners ergibt noch eine weitere entscheidende begnadende Fähigkeit.

 

Nur wir können mit Werkzeugen auf die Ferne jagen. Spuckende Fisch können das auch. Klebrige Wurfzungen schaffen das auch.

 

Den Speer zu werfen, den, Pfeil abzuschießen, ein Blasrohr zu nutzen und dergleichen mehr, sind nur möglich durch den Hightec-Rechner, der wie beim Hüpfen in die Zukunft rechnen kann. Die Hüpfbewegung auf einem Bein erfordert eben das Kunststück, vorzeitig die Muskeln für die nötige Bewegung auf die exakt zum bald landenden Wirbelsäulen-S mit einem Bein exakt zu landen und sofort wieder hochzufliegen etc.  

 

Der raffinierte Rechner kann also von Hause aus Flugaufgaben kalkulieren und die Bewegungen dazu auszuführen, so haben wir sehr wahrscheinlich alle unsere Bewaffnungen auf die Ferne entdeckt – entwickelt.

 

Ein Beispiel:

 

Im Zusammensiel zwischen Augen und Reaktion erkennt man das Tempo des Rechners.

 

Auf dem Motorrad bei 80 km/h und halb geöffnetem Visier. Die Augen sind zwar abgeschirmt, aber dennoch hat der Luftzug ein an der unteren Kante angeschlagenes nicht kleines Insekt direkt auf mein linkes Auge befördert. Der Treffer war hart und das Auge geschlossen. Das Insekt habe ich weder vorher noch nachher gesehen, aber deutlich gespürt. Im offenen Auge hätte es fraglos Schaden angerichtet. Bei 80 km/h und 15 cm Abstand vom Visier zum Augendeckel kann vom Anschlag bis zum geschlossenen Auge nur (80 km/h = 22 m/sec ./. 15 cm = eine 145-stel Sekunde ~ 0,007 sek vergangen sein. Ein Wimpernschlag dauert lt. Wikipedia 100 Millisekunden. Der Treffer an der Scheibe hat das Insekt sicher verlangsamt, aber dennoch bleibt die Frage, wie geht das, wenn man es nicht einmal sehen kann.

 

Der Evo arbeitet maschinensprachlich. Was wir im Hirn präsentiert bekommen, ist für die Nachdenkerorgane verlangsamt. Die ganz schnellen Reaktionen erfahren wir nicht. Bestes Beispiel sind unterwartete Stürze und dabei ablaufende Reaktionen. Sie sind unwillkürlich und dafür enorm schnell und präzise. Keine Welt für unsere Erfahrungen – einfach zu schnell.

 

Der geneigte Leser stelle sich vor einen Spiegel und hüpfe dort auf einem Bein und beobachte dabei, wie der hüpfende Fuß, das Problem mit der unerlässlich exakten Landung löst.

 

Der Rechner berechnet unsere Flugbahn, ermittelt in die Zukunft hinein, wo genau der beste Schwerpunkt am Boden sein wird und sagt allen Beteiligten früh genug, was dazu zu tun sei.

 

Und auch diese Leistung teilt er uns einfach nicht mit, denn das würde nicht helfen, sondern stören.

 

Das unumstößliche Ergebnis all dieser Überlegungen vom Gewichtheber bis zu unserm auf einem Bein hüpfenden Speerwerfer ist folgendes:

 

Alle Menschen müssen unabänderlich in modernen Zivilisationen – einfach nur um körperlich gesund zu bleiben, das exklusivste Kunststück ausführen, das alle entscheidenden Grundbedingungen unserer Existenz bedient und es so auf dem Niveau hält, das uns ohne Demenz und Rollatoren bis zum Tode leben lässt.

 

Der Verdacht ist nach diesen Überlegungen sehr wohl der, dass die Unterforderung des Superrechners für das aufrecht gehen, Folgen hat und er seine Fähigkeiten mangels Nutzung zurückbildet.

 

Der Gleichgewichtsrechner, der normalerweise ständig auf Höchstleistung ausgerichtet rechnet, wird bei langsam gehenden älteren Menschen nicht mehr gereizt. Er kann seine Fähigkeiten, da nicht trainierend, nicht erhalten. Er erfährt keinerlei Jubel, da er seine Leistung nicht einsetzen darf. Drei Bälle zu jonglieren macht ihn froh. Auf einem Bein zu hüpfen begeistert ihn. Zwischen Autos hindurch zu rennen, lässt uns lächeln. Rückwärts mit dem Fahrrad die Kellertreppe runterzugehen gefällt ihm und Vieles mehr. Der Körperausrichterechner ist der Kern aller unserer Bewegungen und wird er unterfordert, ist Demenz, Alzheimer und körperliche Hinfälligkeit jedenfalls eher zu erwarten, als bei fitten beweglichen und sich bewegenden Menschen.

 

Es handelt sich hier nicht um ein paar Leute, sondern um die ganze überzivilisierte Menschheit, die ihren Ursprung leugnet oder vergessen hat, was aber auf das Gleiche hinauskommt.

 

Das Alter ist immer schuld. Ich bin gestern von einem Fußgänger zur Vollbremsung gezwungen worden. Beide Felgenbremsen reaktionsschnell zu fest angepackt und über den Lenker mit einer Hechtrolle auf der Straße gelandet. Nur Schrammen an den Knien. Die Hände habe ich zum Abfangen benutzt, sind aber unbeschädigt. Die Rolle, weiß ich nicht, weil alles so schnell ging. Ich war in einer viertel Sekunde wieder auf den Beinen und ich bin 66 Jahre alt.

 

Aller Sport – hochgepriesen – kann das einzige für unseren unteren Rücken und die entscheidende Superrechnereinheit dem Balancekunststück nötige Training nicht ersetzen.

 

Alles gelingt, mit bergauf gehen auf dem Laufband.

 

Die Kraft, das eigene Gewicht nach oben zu tragen ist in der Konstruktion bedingt. Deshalb muss diese Anforderung existentiell unerlässlich bedient werden. Der Vergleich mit dem Gewichtheber zeigt den Effekt. Man muss es nur regelmäßig machen und dranbleiben.

 

Der Rechner hat so viel Spaß daran, der will ganz von alleine immer wieder auf das Laufband.

 

Anfangen mit 2,5 km/h immer auf maximal steil stellen und die Arme auflegen. Der untere Rücken lernt nämlich erst durch das Training seinen Job wieder – das dauert einige Zeit. Atmen, was das Zeug hält, dann gehen die Beine auch weit genug. Halbe Stunde reicht. Und sobald der Körper das Spiel kennt, das Tempo anheben. Reicht die Luft nicht, ein wenig zurückdrehen und die Zeit einhalten - niemals aufgeben – nur das Tempo reduzieren.

 

Wer das bergauf gehen eine Weile macht, wird genau wie ich, erkennen, dass unser ursprünglich für maximale Energieersparnis gebauter Körper locker eine Million Ausreden zur Verfügung hat, uns einzureden, dass das nicht sein Plan ist. Wer die Zeit einhält, erfährt, dass der auch das glatte Gegenteil mit ebenfalls einer Million Ideen zum Leistungsansporn bereithält. Er argumentiert mal dies und mal das, einfach den Plan einhalten. Die beiden Pole sind entgegengesetzt. Gleichzeitig will er Energie sparen und andererseits höchste körperliche Anstrengung meistern. Beides ist für die Spezies wichtig und so müssen wir beides bedienen.

 

Joggen findet auf den Knochen statt. Sehnen und Muskulatur reagieren reflexartig auf den Bodenaufschlag und spannen sich. Für unbenutzte Gelenkflächen, kaum benötigte Sehnen und Sehnengeflechte wie in Fuß und Knie und Hüfte sind nicht elastisch genug und mangels Training und mangels Kälte nicht genug vorgespannt. Ich weiß, dass viele Menschen im Laufen verständlicherweise ihr Heil sehen. Aber unsere Körper sind dazu nicht bereit. Beim Joggen wird der Rücken nur als Stoßdämpfer benutzt und da er nicht trainiert ist, macht er das nicht wirklich gut.

 

Langer Vortrag:

 

Kurzum:  Die Beine sind es bei uns, Leute. Die Beine müsst ihr nutzen.

 

Sie sind der absolute Knaller an der Konstruktion Mensch.

 

 

 

 

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Bild mit Link zum Verlag Sinnhalt.com