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Handy & Neander

bei der Arbeit

 

 

Was bringt mich zu dieser schlimmen Behauptung?

 

Wir beweisen es tagtäglich. Das Höchstmaß aller Hilflosigkeit in den Wirren dieser Jahre ist in Deutschland zu finden.

 

Wir waren die Schlimmsten noch vor zweieinhalb Generationen. Wir verdrängen das gekonnt, dennoch ist diese Schuld die Ursache für unser völlig überzogenes Gutmenschentum.

 

Wie lange hält das? Wie weit pendelt es zurück, wenn wir von den Entwicklungen überrascht werden? Überrascht werden wir, weil wir so lange die Augen vor der Weltwirklichkeit verschließen, bis sie uns von der unverbrämten wirklichen Wahrheit erneut aufgerissen werden und dann sind wir wieder panisch und wenn wir panisch sind, schreien wir wieder nach einer starken Hand – oder was?

 

Die Panik, die die politische und mediale Öffentlichkeit mit dem Rechtsruck hat, beweist doch nur Kurzsichtigkeit und freilich, dass sie wie immer nichts von all dem verursacht haben. Entfernung vom Wählerwillen, wann genau soll das gewesen sein ????????

 

Jedes Mal, wenn der Vogel Strauß den Kopf aus dem Sand zieht, muss er sich ewig lange die Augen reiben, bis er wieder klar sehen kann.

 

Dass die Deutschen nicht in der Mitte bleiben können, dass einfach alles übertrieben wird, das wird uns in Bälde ausschließen.

 

Irgendwie erscheinen mir alle anderen Europs ausgeglichener. Sie wirken normaler, einiges cooler mit dem Für und Wider aller Fragen in ihren Gesellschaften. Sie zeigen kein gefährliches Übergewicht.

 

Bei uns wird alles in eine Ecke gezerrt und herumproletet, dass dort in der Ecke die einzig gültige Wahrheit sich aufhalte. Sicherheitshalber wird sie mit Formulierkunstfolie dutzendfach umwickelt. Guckt man in die Ecke, sieht man nur Folie, nichts greifbares.

 

Die Presse in unserem Land greift nicht wirklich in die Brennnesseln. Von den giftigen Ecken lassen sie die Finger. Flüchtlinge und Verkehr und Verkehrsrecht. Das, was Millionen Deutsche jeden Tag unausweichlich platt macht. Autofahren ist nicht allein wegen der völlig überbeleuchteten Blendautos eine Qual, absichtliche Staus, absichtliche Ewigbaustellen und jede Ampel rot. Auch hier das Extrem: Der Industrie wird alles hinten hinein geschoben und das gleicht die Verwaltung mit Massenquälerei im Alltag aus. Gerade so, als hätten wir das gewollt. Wer wählt, stimmt seiner eigenen Misshandlung zu. So denken die - Maas, Dobrindt, Schäuble etc.

 

Glaubt ihr wirklich, dass Splitterregierungen irgendetwas besser machen, als das, was die verlorenen Koalitionsjahre äußerst mühsam erbrütet haben?

 

Frau Merkel ist überfordert, weiß nicht, was sie wirklich will und soll. Sie hat keinen inneren Faden, keine Richtschnur und sieht sich selbst klassisch überfordert, ohne dies je zugeben zu können. Daher kommt ihre entsetzliche Zurückgenommenheit beim Sprechen.

 

Innen besteht sie aus Angst, mit dem Hammer daneben zu hauen und dann ist der deutsche Daumen dahin.

 

So wie ein Ballon aus der Hand fliegt, wenn am Ende der Schnur keine Schlaufe ist, so verlassen wir Europa. Unsere Wirtschafterei wird in einem Ausstieg neudeutsch „Dexit“ enden müssen. Die vielen Europs um uns rum können ohne den Primus inter Impares auskommen. Deshalb müssen wir gehen. Wir ziehen mit unserer isolierten Merkel-Doktrin wie ein Exoplanet kreuz und quer mit fatalen Folgen im Sonnensystem herum.

 

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein einzelner abgehobener autistischer reicher Einzelstaat die anderen 26,5 Normalstaaten mit ihren Durchschnittsproblemen nur mit gut riechen in eine gelobte Zukunft anführen kann, ist extrem gering.

 

Politische Wahrscheinlichkeiten haben etwas mit nahe aneinander und wenig mit im Tresor verschlossenen Juwelen zu tun.

 

Man muss dieses Handreichen, von dem die immer in staatstragenden Reden fabulieren, in der Tat wörtlich als Hand in Hand gehen verstehen und nicht von ganz oben aus dem Schäuble-Turm herab Notizzettel werfen.

 

Deutschland muss den übrigen Europs den Austritt anbieten, ohne ihn sofort zu erklären.

 

Das gehört sich so für den Primus inter Impares. Die vielen um uns haben ein Übergewicht.

 

Der eigentliche Störer muss sich selbst in Frage stellen und den anderen initiativ die Prüfung der Möglichkeiten andienen.

 

Das wäre anständig, angesichts der Not von Freunden.

 

Machen wir das nicht, wird sich für die anderen keine Öffnung mehr zeigen, die uns überleben lässt – jedenfalls nicht mit dieser Bedeutung, die wir aktuell innehaben.

 

Abbau dieser Schieflage wird uns gemeinschaftsfähig halten. Unterlassen wir das, werden sie uns alternativlos hinausjagen müssen. Das wäre eine Explosion, deren Folgen sich nicht mit positiven Vorzeichen verbinden lassen (siehe Überschrift).

 

Unsere Verwaltungen sind, wie das ganze Land im Wohlstand eingeschlafen und werden erst wach, wenn die Messe nicht nur gesungen, sonder aus ist. Undifferenzierte Angst, was falsch zu machen, macht immer das gleiche, sie verhindert rechtzeitiges entschlossenes Vorgehen.    

 

Einzig präzisierte Angst, also begründete, argumentierte, skeptische Blicke in die Zukunft, kann man auch Vor-sicht nennen, erlaubt unkalkulierte, schwer steuerbare Revolutionen zu verhindern, bevor sie sich Bahn brechen.

 

Dieser schläfrige Wohlstand macht mir ernsthaft Sorgen.

 

Dieses Autobahnland mit der starken Wirtschaft, baut jahrelang an einer einzigen Spandauer Brücke, haut einen Hauptstadtflughafen auf die Wiese und vergisst ihn.

 

Dringend notwenige finanzielle und gesellschaftliche Korrekturen am Gesundheitskostenwahnsinn werden gar nicht erörtert.

 

Rente mit 120 heißt doch nur, ihr bekommt sie alle nicht und bis ihr die mit 120 kriegen würdet, verschieben wir sie rechtzeitig wieder. Auf deutsch, alle die aus der Arbeit fallen sind zukünftig Hartz-IV-er bis zum Lebensende.

 

Wohnungsbau, Mieten, Energie, Bevölkerungsentwicklung, menschenwürdige Rechtspflege – ich könnte noch den ganzen Tag weiter aufzählen.

 

 

Gutes Neues Jahr

 

 

Ergänzung vom 14.8.2017:

 

Eine wahrlich kundige Einschätzung liefert dieser Artikel hier in der Zeit vom 13.8.2017

 

Mervyn King: "Der Brexit ist Nebensache"

 
Der Austritt der Briten aus der EU sei halb so wild, sagt Mervyn King, Ex-Chef der Bank of England.
 
Das wahre Sorgenkind sei der Euro.
 

 

Schlussabsatz: 

 

King: Sicher, nach der Bundestagswahl werden Macron und die Bundeskanzlerin oder der Bundeskanzler so etwas vorstellen. Dann wird ein neuer Posten entstehen mit einem Titel wie "Hoher Repräsentant für Finanzfragen der Euro-Zone" oder so. Aber so ein Posten hilft nur, wenn sein Inhaber die Befugnis hat, vom deutschen Steuerzahler eine Art europäischen Solidaritätszuschlag in Größenordnung von fünf Prozent des Bruttoinlandproduktes einzusammeln und an Griechenland, Spanien und Portugal zu verteilen. Das wird nicht passieren. Stattdessen wird man sich darauf einigen, den Euro weiter durch die Hintertür zu stützen. Die Maschinerie der EZB erlaubt es, Transfers von den Nordländern an die armen Südländer zu verstecken. Man kann der Meinung sein, dass das richtig ist, dennoch frage ich mich, wie lange die Politik sich noch davor drücken will, den Menschen in Deutschland ehrlich zu sagen, dass der Euro ohne eine Transferunion keine rosige Zukunft hat.





 

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