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Handy & Neander

bei der Arbeit

 

Günther Lachmann's Artikel in Welt-online vom 12.10.2012

 

„Wie die Griechen sich in den Euro schummelten“

 

 

http://www.welt.de/politik/ausland/article111959153/Wie-die-Griechen-sich-in-den-Euro-schummelten.html

 

Auszug:

 

Es sei nicht nachvollziehbar, warum sich die Bundesregierung von Draghi "unter dem Vorwand der Solidarität mit Südeuropa" für diese Umverteilungspolitik zu Lasten der Mittelschicht und der Bedürftigen haben einspannen lassen. "Noch heute tauscht sich Draghi regelmäßig mit Investmentbankern und ehemaligen Goldman-Sachs-Bankern in der sogenannten Group of 30 oder anderen Gremien aus", sagt der Jurist. "Und sein Sohn arbeitet als Zinshändler bei Morgan Stanley.

 

Das sind unerhörte Interessenskonflikte: Die völlig unerwartete EZB-Leitzzinssenkung Ende 2011 wurde von Morgan Stanley exakt vorhergesagt, Draghis Sohn Giacomo und seine Bank machten Hunderte von Millionen Dollar Gewinn für den US-Finanzriesen. Die genauen Gewinne von Draghis Sohn kennt nicht einmal der englische Fiskus, da Großbanken ihren Angestellten Gehalt, Bonus und Gewinne bei Geschäften auf Eigenrechnung gemeinhin steuerfrei auf Überseekonten auszahlen." Auch Goldman Sachs, Mario Draghis früherer Arbeitgeber, habe bei richtigen "Wetten" auf EZB-Entscheidungen wiederholt gewaltige Gewinne gemacht. "Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit all dieser 'Zufälle'?", fragt Beck.

 

Ende des Auszugs

Gunnar Beck ist Experte für Europarecht an der University of London    

Mario Draghi ist der Präsident der EZB, das sind Insider-Geschäfte im höchsten Maße.

 

Und was hat das nun wieder mit der Evolution zu tun?

 

Einfach alles. Sie ist es, die uns in ihrem nie endenden Überlebenskampfszenario jede Günstigkeit als unwiderstehlich erscheinen lässt und gleichzeitig etwaige moralische Bedenken aus dem Prüfstand abzieht. Da sie – die Evolution – nur Erfolg gelten lässt, schiebt sie uns rücksichts- und gnadenlos in den Verbrechensmodus und unterbindet kritische Selbstbeobachtung. Das ist die Struktur aller Verbrechen: Sie sind im Kopf des Kandidaten günstig und unverzichtbar gemacht worden und innere Kontrolle wird ausgeblendet. Nach der Tat entschuldigen wir uns immer mit: „Das habe ich nicht gewollt!“

 

Grund hierfür ist die sofortige Wiedereinschaltung der sozialen Komponente, die den schützenden Verbleib in der Gruppe trotz der Tat garanatieren soll.

 

Zum Beispiel: Erich Mielke, Minister für Staatssicherheit, am 13. November 1989 in der Voilkskammer  "....aber ich liebe doch alle Menschen    Ich setze mich doch dafür ein.  Also ich bitte um Verständnis. Wenn ich das gemacht haben sollte, dann bitte ich um Verzeihung für diesen Fehler." 

 

Das Theaterstück geht etwa so. Ja, ich habe ihn erschlagen, aber es tut mir ehrlich leid. Ich weiß überhaupt nicht, was da mit mir passiert ist.

 

Die Evolution hat irgendwann Typen ausprobiert, die sich mit jedem Mittel durchsetzen, aber ebenso unbedingt und durchaus gleichzeitig sich der Gruppe unterwerfen, um, um jeden Preis das eigene Überleben sichernd, ihren Schutz beanspruchen zu können. Sie sind die einzigen, die von den vielen Versuchen übriggeblieben sind. Sie heißen heute Menschen und sind 7,5 Milliarden Köpfe stark.

 

Die Evolution will ausschließlich Erfolg. Sie will uns erfolgreich, aber überlebend. Damit ist es ihr gelungen, uns bis hier zu bringen und jetzt haben wir den Salat.

 

 

 

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Bild mit Link zum Verlag Sinnhalt.com