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Handy & Neander

bei der Arbeit

 

 

Wenn, wie überall sichtbar, denken nur zu unbeherrschbarem Chaos führt, muss man mal anders herum „denken“, besser formuliert, hinsehen, oder einfach schauen und staunen.

 

 

Und nach dem Schauen und dem Staunen, man kann es auch Abstand einnehmen, oder einen Schritt zurück gehen und sich einmal unsere Herkunft anschauen nennen, dann bemerkt man allmählich, dass wir mit dem bisher unwidersprochenen Lobgesang auf die Intelligenz des Menschen im Irrtum sind. Wir mögen logisch denken können, aber was nutzt uns das, wenn wir über das Gedachte nicht zu Handlungen kommen, die dem Gedachten gerecht werden.

 

 

Also muss die Frage lauten, wieso machen wir nicht, was wir durchschaut haben, was wir können, was wir erkannt haben, was wir vorhatten und noch vorhaben?

 

 

Weil wir nicht aus denken bestehen. Wir können denken, aber nicht ohne ein Fundament, auf dem das Denken aufsetzt. Wäre das biologisch aufwendige Denken nicht die Zutat, sondern der Gehalt der Ursuppe, müssten primitivste Lebensformen denken können. Wie soll das in einzelnen Zellen, ob tierischen oder pflanzlich möglich sein. Über die langsam ablaufende allmähliche Aufrüstung zu komplizierten Spezien mit Verhalten, Trieb und ständig neuen Lösungen kommt die Natur erst ganz am Ende der sinnfälligen Entwicklung zur Dreingabe Geist, Verstand, Logik, Vernunft und damit zu Rechthaberei, Zweifel und Irrsinn.

 

 

Die Grenze der aufgetürmten Komplexität erzwang eine Ausgliederung von Upgrades, die bei uns Menschen zur ausgelagerten hinzugewonnen Fähigkeit abstrakt theoretisch analysieren und aus der Analyse Schlüsse ziehen zu können, führte. Anders als in den davor liegenden Evolutionsabschnitten steht die Fähigkeit nun aber nur dem Individuum und nicht der Art zur Verfügung. Es ist die Aufhebung der Gemeinsamkeit innerhalb der Spezies. Das ist die wahre Ursache für Gewinnstreben, Krieg und Vernichtung innerhalb der Spezies. Wir haben alle ein gemeinsames Programm aus den Entwicklungsschritten unserer Vorfahren aber daneben ein gefährliches unbeherrschbares Instrument das m.E. mehr Schaden anrichtet als Nutzen bringt.

 

 

Gleich wie, es ist da und es ist nicht mehr auslöschbar. Gerade wegen seiner vernichtenden Komponente und seiner parallel dazu ungeheuren konstruktiven Möglichkeit muss auch und gerade wegen diesem Zusatz E 666, dem Brain der Menschen, ein würdiges Auftreten der Spezies hergestellt werden könne. Denken ist gleichzeitig göttlich und teuflisch in einem einzigen Gefäß.

 

 

Da ist sie, unsere Aufgabe in der Geschichte des Lebens auf der Erde. Wir sind es, die das hinkriegen müssen – mit dem für alle anständigen Dasein, obwohl wir mit einem überaus hochnäsigen Individualgehirn belastet sind.

 

 

 

 

Es handelt sich hier in keinem noch so kleinen Punkt um Ehre. Es ist nichts weiter als eine falsch verstandene aber wohl gepflegte Eitelkeit, nämlich das persönliche Recht zu haben, einen anderen, selbst nahen Verwandten, für ein Verhalten zu töten, das der eigene kleine Verstand nicht akzeptiert, da er zu winzig ist, um die simple Botschaft der Natur zu erkennen - sie, die Menschen, sind von der Evolution alle unterschiedlich gewollt.

 

Religiöse Vorschriften sind immer nur intellektuelle Regeln um Verhalten vorzuschreiben - mithin als angleichend gedacht. Die Natur will die Diversifikation - und die ganz Dummen haben daran keine Freude. In dem Zusammenhang von Ehre zu sprechen ist absolut ehrlos, wird doch dem Mord das Etikett der ehrenhaften Absichten angeklebt.

 

Es darf nur Verblendungsmord genannt werden, das trifft es halbwegs

 

siehe FAZ- 16.05.2012 ·

Geschwister verurteilt Hohe Strafen für „Ehrenmord“ an Arzu Ö.

http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/geschwister-verurteilt-hohe-strafen-fuer-ehrenmord-an-arzu-oe-11753630.html




 

Die Kakophonie moderner Medien verhindert im Ansatz das Hervortreten kluger und durchhaltbarer Strategien. So wie die Merkel von Hölzchen auf Stöckchen springt, so ist die Wirkung einer Allüberallverbreitung von Botschaften jeder Art, wenn sie nur irgendwie druckbar oder erzählbar sind.

 

Es macht fürwahr den Eindruck, als sei Frau Timoschenko nur für die Medien im Gefängnis, Schiffsunglücke, Finanzkrisen, eine Gewitterfront, die Talente im Showbusiness und all die vielen Politiker mit ihren diversen Ansichten und Vorschlägen und jede Art von Unglück, Mord und Lügen und Abzockerei.

 

Es ist überaus fraglich, ob unser überkommenes inneres Sozialystem, das für eine kleine Zahl von Menschen, die einem auch noch alle recht gut bekannt sind, konstruiert ist, es dennoch schaffen kann, ein positiv auf das Zusammenleben wirkendes Verständnis all der Nachrichten herauszubilden – eine Gemeinschaft zu formen und zusammenzuhalten.

 

Es sieht eher so aus, als isolieren wir uns immer mehr voneinander, einfach weil die wirtschaftliche Lage diese zulässt und wir sondern uns aus Gemeinschaften mit starkem beidseitigem Bezug heraus und vereinzeln uns. Das Zusammenleben in Generationen ist schon lange passée, jetzt gehört niemand mehr zu niemand auch nicht zu Meinungen und Grundeinstellungen.

 

Woran sieht man das? Am deutlichsten am Erfolg der Piraten. Wir bevorzugen nun schon eine Vertretung, die keine Richtung hat, was allerdings auch eine Richtung ist. Und dies entspricht haargenau dem Hintergrundrauschen aller Medieninformation – nichts gilt, jedenfalls nicht länger als das Lesen der Meldung dauert, da wenige Zeilen entfernt das Gegenteil steht.

 

So wird die Zukunft, rein-raus und das schnell und ohne Ende.

 

 

 

Terrorismus ist wie vieles, das uns unverständlich erscheint, von der Evolution verordnet und Grundlage dieser extremen Vorgehensweise.

 

Für alle Lebewesen gilt, wenn die Existenz bedroht ist, setzen Akte der Verzweiflung ein, wie wir moderne sprechende Wesen das benennen. Die Evolution hat nun mal nur diese eine zentrale, erste, ursprüngliche, oberste Maxime. Den Imperativ: Um jeden Preis leben oder am leben bleiben, es weitergeben.

 

Anders Breivik ist ein ganz extremes, von ganz extremen Beispielen.

 

Was im persönlichen Bereich paranoid sein kann, ist in der Evolution das letzte aller Mittel und von der Konstruktion gefordert. Immer und überall gibt es eine solche letzte mögliche Reaktion. Die Sprechenden bezeichnen es mit ultima ratio, was  dann aber auch gar nichts mit Vernunft zu tun hat.

 

Jedes Wesen, das bedroht ist, wehrt sich und kämpft, das ist Zentrum des Lebens von Pflanzen bis zu Viren. Ein Mensch ist ein solches Wesen und wenn es sich bedroht fühlt, wehrt es sich. Die starke Orientierung an Individualität, die die Evolution unserer Art verordnet hat, bringt Empfindungs- und folglich Entscheidungsunterschiede mit sich. Und natürlich gibt es hierbei die Spanne von ganz harmlos bis völlig wahnsinnig geworden. Breivik ist demnach eine äußerst am Rande operierende und logisch sehr seltene Exposition des Postulates „Wehrt Euch mit Einsatz des Lebens, wenn es gefährdet wird!“

 

Die von der Natur implementierte Individualität erlaubt und fordert und die Bedrohung erzwingt gleichzeitig bei jedem bedrohten Individuum eine Reaktion auf die Bedrohung. Sie fällt unterschiedlich aus. Bin Laden und Anders Breivik sind randständig, aber nicht außerhalb der Normalität der evolutionären Bedingungen. Sie reagieren extrem auf ihrer Ansicht nach nicht hinnehmbare Bedrohungen und ihre persönliche Antwort auf diese innere Anforderung sind brutalste Handlungen.

 

In einem Krieg nennen wir die gleichen randständigen, extremen und selbstgefährdenden Handlungen Heldentaten. Es ist lediglich eine Wertung auf Seiten der Handelnden und eine andere Wertung auf Seiten der Opfer und der beschädigten Gruppen, dort sind es Wahnsinnstaten.

 

In dieser Spanne spiegelt sich die Weite aller Konflikte und ihrer Auswirkungen, von ganz harmlos bis völlig wahnsinnig.

 

 

 

Räuber, die Schiffe überfallen, metzeln, morden, um an fremde Güter zu kommen.

 

Was, verdammt noch mal, haben diese Labtop-Spieler mit politischer Verantwortung und Weiterentwicklung der Gesellschaft zu tun?

 

Was wollen die von wem und was wollen sie für wen erreichen, wenn sie sich schon einen völlig irreführenden Namen geben, die Bedeutung des Wortes Pirat = Seeräuber nicht kennen. Dummheit ist nicht lustig.

 

Den Zulauf haben sie der Dummheit der etablierten Politikerkaste zu verdanken, die sich so in Ränke verstrickt haben, dass der Bürger nicht mehr übersehen kann, dass sie sich um alles andere, nur nicht um das Wohl der Menschen und das unseres Landes kümmern. Ist noch dümmer sein neuerdings eine Qualifikation um Volksvertreter zu werden. Der Vertretenen sollte im Idealfall von Klügeren geführt werden und nicht umgekehrt.

 

Thomas Schmid formuliert in seinem Welt-online Artikel von heute "Utopie der Piraten infantilisiert die Gesellschaft". http://www.welt.de/debatte/kommentare/article106142168/Utopie-der-Piraten-infantilisiert-die-Gesellschaft.html

 

Wichtigster Auszug: "Die „Piraten“ sind – auch hier ganz im Einklang mit einem Geist der Zeit – Attentisten, Künstler des Vertagens, Begründungsverweigerer. Auch das ist eine Form des Verzehrs der Zukunft durch die Gegenwart. Die Transparenz, die sie fordern, verhilft nicht zu scharfer Einsicht und Kommunikation, sondern führt in die Ödnis, in eine flirrende Wüste, in der gar nichts mehr zu erkennen ist."

 

 

 

Millionen von Romanen, Märchen, Geschichten, Filme, Theaterstücke, Religionsbücher usw. Sie alle beschreiben Menschen und ihr Taten und ihre Erlebnisse, ihre Nöte und ihre Ängste und ihr Glück oder ihr Unglück, kurz ihr Schicksal. Sie berichten von Jagd und Hoffnung von Geschäften und Familie. Sie alle haben eins gemeinsam, es geht um Menschen in allen denkbaren Facetten.

 

Jedoch die Anzahl erzählwürdiger Facetten ist nicht wirklich groß. Es geht um Geld und Liebe um Macht und um den Wechsel zwischen Erfolg und Misserfolg, um Freud  und Leid und Qual und Tod, um Mord und Liebe – wofür dann diese unvorstellbar massiven Auslassungen über Menschen. Ganz unzweifelhaft ist der Mensch für den Menschen das Spannendste und das Quälendste und das Unfassbarste und trotz aller Worte das Unsagbare und das Unbeschreibliche. Es ist doch eigentlich immer wieder das gleiche, was also veranlasst die einen immer wieder zu erzählen und die anderen immer wieder zuzuhören?

 

Wir haben einfach keine Ahnung, womit wir es bei uns selbst da zu tun haben.

 

Beispiel: Die Technik und die Wissenschaft der Sachen ist das andere stark beschriebene Feld. Auch hier unzählige Veröffentlichungen und minütlich kommen neue Abfassungen hinzu. Auch hier für jeden Entdecker und Erfinder Faszination und Begeisterung. Mit unglaublicher Zähigkeit und leider auch mit unvorstellbarem Mittelaufwand finden wir Sachen heraus und klar, bauen daraus so schnell es geht, etwas, was man verkaufen kann. Der Unterschied ist, bei der Technik bauen wir Erkenntnisse auf Erkenntnisse und erzeugen damit Fortschritt in allen Bereichen. Zu Lande, zu Wasser und in der Luft. Unter Wasser und außerhalb der Erde. Das erledigte Problem heißt dann fürderhin Stand der Technik. Es ist etwas erreicht worden, was gilt.

 

Derartiges gibt es bei Menschen nicht. Die Menschen sind immer noch die gleichen. Sie quälen und erschießen, sie unterwerfen und herrschen. Sie verlieben sich und sie trennen sich und sie verachten immer erheblich mehr Menschen, als sie lieben und achten. Wir lästern viel lieber, als wir loben und verehren. Beim Verehren kommt oft zusätzlich ein wenig Wahnsinn hinzu, soll heißen, die jubelnde Verehrung wirkt aufgesetzt - diese Hypes und dieses Kreischen und dieses dämliche Promitum, was keine wirkliche Verehrung sein kann. Es ist gerade so, als wollten wir mit dem vorgezeigten übertriebenen Anhängertum dem Hang zur Verachtung der anderen schauspielerisch ein Gegengewicht verschaffen um es so aussehen zu lassen, als wären wir in Ordnung. Nur wirklich erledigt ist das Thema nicht annähernd. Wir staunen immer wieder wegen der gleichen Sachen und zwar in einem Leben nicht anders als in längst untergegangenen Generationen.

 

Das Dilemma:

 

Verstand und Emotionen operieren zwar in einem Menschen, passen aber nicht zusammen, harmonieren nicht, verfolgen nicht das gleiche Ziel, sind nicht synchronisierbar, laufen in völlig getrennten Systemen, die nur bedingt kooperieren. Zusammenarbeit zwischen den beiden funktioniert, wenn überhaupt, nur über Vermittlungsinstanzen, Zwischeninstitutionen, die holprige Absprachen treffen, ohne die andere Seite je wirklich verstanden zu haben.

 

Sigmund Freud und seine psychoanalytischen Anfänge und all die vielen Nachfolger haben den Menschen nicht verändert. Die Technik hat sich verändert der Mensch aber nicht.

 

Die Antwort:

 

Unser unverstandenes Wesen kommt nicht von einem anderen Stern, es stammt aus der Natur aus der Evolution – von dieser Erde. Und es ist nichts anderes als das Ergebnis der immer weiter perfektionierten Ausstattung, um in gefährlichen Umständen zu überleben und damit die Art, die Spezies voran zu bringen.

 

Mit unseren geistigen Fähigkeiten haben wir die Umgebung für uns ungefährlich gemacht. Wir nennen es Zivilisation.  Unser Wesen aber ist unverändert der Spitzensportler im Überleben in gefährlicher Umgebung. Das ist es, was nicht zusammen passt.

 

Die unerschrockenen und wilden Kerle haben sich ein Zivilisationskostüm angezogen und spielen netter Mensch.

 

Da wir mit dem Verstand und all dem Wissen, die innere Struktur nicht zu verstehen vermögen, sind wir immer wieder geneigt, Einzigartigkeiten zu vermuten, sehen uns überrascht und übersehen die Folgerichigkeit unseres Handelns.

 

Einmal akzeptiert, dass in uns ein steinzeitlicher Überlebenskämpfer operiert, der nicht zivilisiert ist und nur nach Erfolg und Sicherheit strebt, fallen die Schuppen von den Augen.

 

 

 

Die Medien euphorisieren, demoralisieren, provozieren und polarisieren in einem Maß, das alles, was es bisher in dieser Richtung gab, himmelhoch übersteigt.

 

Sie bejubeln Gauck und sie vernichteten Wulff. Ihre Leistungen müssen schonungslos analysiert werden, damit sie für und in jedem einzelnen Bürger durch das Erkennungskorrektiv auf Maß und Mitte zurückgeführt werden und uns die drohenden gefährlichen Radikalisierungen nicht in den Abgrund, sondern haarscharf daran vorbei führen.

 

Die Demontagen, die in jüngster Zeit geleistet wurden sind für die Probanten, wie Roland Koch, Koch-Mehrin, Guttenberg, Ackermann, Wulff etc. schädlich, vielleicht auch gerecht. Das ist zu vernachlässigen unter dem Eindruck, dass aus diesem mächtigen Publikationsrecht eine volksschädigende Manipulation wird, weil niemand und nichts, diesen Moloch steuert.

 

Hektischer Ausstieg aus der Atomenergiegewinnung wird aus Sorge um die Umfragenwerte und nicht aus solider Betrachtung entstanden sein. Hektik ist nie sorgfältig. Und wieso die Eile? Die brauchen doch für Autobahnmaut auch Jahre? Die gescheiterte Finanzierung der Gemeinden interessiert auch niemanden. Nur Steuergesetze gehen fix, so sie denn mehr Einnahmen generieren.

 

Diese wahnsinnige Geldverschwendung durch die Solarförderung in einem mäßig besonnten Land  (Deutschland liegt auf der Kugel weit oben), kommt zustande, weil Leistungen aus der Politik herausgepresst werden, die nie entstanden wären, wenn der Öffentlichkeitszirkus nicht die wichtigste Stelle im Kalkül der Staatenlenker einnehmen würde.

 

Die treibende Kraft hinter dem Wahnsinn sind die unaufhaltbaren Medien, sie verstärken und verzerren Prioritäten, wie ein übersteuertes Mikrofon, das man vor eine massige Box hält. Heraus kommt nur unerträglicher Lärm. Dreht man den Pegel herunter wird es wieder Musik. Dreht alle den Pegel herunter! Lasst euch nicht ohne Unterlass in diese Hypes und Aufgeregtheiten zerren! Die wollen doch nur spielen. Ernsthaftigkeit und Solidität degenerieren, weil jeder den anderen mit Schlagzeilen übertrumpfen muss.

 

 

 

FTD-Artikel vom 17.3.2012

 

Niederländische Kirche ließ offenbar Jungen kastrieren

http://www.ftd.de/politik/international/:missbrauchsfaelle-niederlaendische-kirche-liess-offenbar-jungen-kastrieren/70010156.html

 

Auszug:

Die Zeitung beruft sich auf Aussagen von Opfern, ärztliche Berichte, Privatbriefe und Anwaltsdokumente. Im Dezember 2011 hatte eine niederländische Untersuchungskommission einen Bericht veröffentlicht, aus dem hervorging, dass in dem Land seit 1945 Zehntausende Kinder in Einrichtungen der katholischen Kirche sexuell missbraucht wurden. Obwohl es damals schon den Verdacht auf Kastrationen als "therapeutische Maßnahme zur Heilung der Homosexualität" gab, war dieser Aspekt nicht in den Bericht aufgenommen worden.

 

 

Jede zivilisatorische Institution sortiert Persönlichkeiten. Klingt im ersten Moment wie eine unbedeutende Erkenntnis. Na gut. Polizisten, Forscher, Metzger, Priester mit und Priester ohne Frauen, Kindererzieher - Frauen eher unauffällig, Männer mit Neigungen?, Verkäufer, Lehrer, öffentliche Angestellte, Karrieristen in der Wirtschaft, Politiker hier wie dort.

 

Es lohnt sich einmal nachzudenken, wieso sich berufliche Entscheidungen zu einer Zusammenrottung in Branchen herausbilden.

 

In der katholischen Kirche hat sich seit Gründung und der Abwendung von der Ehe für Priester ein Biotop für homesexuelle und Kollegen mit pädophilen Tendenzen entwickelt. Das hat nichts mit dem Glauben zu tun sondern mit Neigungen, die nach Erfüllung streben und daher Günstigkeiten suchen und dabei den Verstand in den Menschenhirnen gar nicht einbezieht. Unsere Veranlagungen haben eher eine Chance unsere Entwicklung nachhaltig zu beeinflussen, denn kurzfristige geistige Entschlüsse. Diese sind wohl samt und sonders mit den tieferen Einflüssen aufgehübscht. Während wir so genannte gute Einfälle für Leistungen aus dem kognitiven Bereich halten und uns an ihnen freuen, sind sie in Wahrheit aus dem evolutionären Bereich vorkonfigurierte Einstellungen, die im zivilisatorisch arbeitenden Gehirn als eigene Leistung desselben interpretiert werden.

 

Die evolutionäre Abteilung denkt und spricht nicht mit Worten. Sie orientiert mit vorgefassten, Emotionen ähnlichen, Zu- oder Abneigungen und sorgt so für die letztlich zivilisatorisch zu erkennende Einordnung in Berufsfelder oder eben in Institutionen, die Günstigkeiten für die innere Persönlichkeit aufweisen. 

 

Das Ganze ist nicht zu verstehen, wenn  man sich nicht bewusst macht, dass Menschen ohne das Großhirn mit seinen Denk-Sprech-Erfindungen die Menschheit hierher gebracht haben. Sie haben ohne diese späte zivilisatorische Dreingabe alles erreicht, was unsere Existenz unterfütterte. Diese Leistung stammt also nicht aus dem von uns so gepriesenen Gehirn, dafür sind seine uns so begeisternden Fähigkeiten viel zu spät entstanden. Die Anfänge des Sprechens und damit verbundenen Denkens liegen erst etwa 40.000 Jahre zurück. Die Zeit davor ohne „Gehirn“, hat uns 2,5 Millionen Jahre geführt. Und wann genau ist diese stabile Unterlage, unserer modernen Gesellschaft im Nichts verschwunden? 

 

Ist sie nicht, zu keiner Zeit. Sie bestimmt in allen Gebieten unser Leben, nur dass wir das bis heute nicht begriffen haben und natürlich merkt unsere Hirnkruste nichts. Sie muss sich auch hierin durch Reflexion an dieses Gebiet herantasten und mit unserer Hilfskonstruktion „Denken“ sich mühsam den Zugang zu den wahren Gründen unseres Verhaltens vor arbeiten. Höchste Zeit.

 

 

Ergänzung: Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus:

 

 Bischof Ackermann

Katholischer Missbrauchsbeauftragter schont Pädophile

Trierer Bischof Stephan Ackermann: Nachsicht gegenüber SexualstraftäternZur Großansicht
REUTERS

Der Trierer Bischof Stephan Ackermann beschäftigt nach SPIEGEL-Informationen in seinem Bistum sieben als pädophil aufgefallene Pfarrer. Einer von ihnen soll sexuelle Beziehungen zu einem Schüler gehabt haben, zwei weitere sind wegen Besitzes von Kinderpornografie verurteilt.

Hamburg - Der Trierer Bischof Stephan Ackermann ist der Missbrauchsbeauftragte der Deutschen Bischofkonferenz und hatte in dieser Funktion eine "Null-Toleranz-Linie" gegenüber Sexualstraftätern gefordert. Nach SPIEGEL-Informationen verfährt er in der Praxis jedoch anders und beschäftigt Pädophile weiterhin als Seelsorger.

 

Spiegel-online: 18.3.2012 http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,822002,00.html

 

 

 

 

Es ist ein Unterschied, ob wir eine Zeichnung, Baupläne oder Millionen aufeinanderfolgende Basenpaare als Daten ansehen oder ob wir das Gebäude, das Lebewesen, die Gesellschaft und einzelne Menschen real und in ihrer Ganzheit betrachten und das Gesehene verstehen wollen.


Die Komplexität des Genoms ist absolut überwältigend. Das zeigt uns zwei Sachen.


Erstens ist es mit der erreichten Komplexität nicht mehr verbesserbar. Das ist der Grund, warum sich erstmals bei Menschen das frei programmierbare Großhirn durchgesetzt hat. Das ist die individuelle Erweiterung, nachdem die Spezies an ihrer Komplexheitsgrenze angelangt ist.


Zweitens ist wegen der Wahnsinnszahl an Kombinationen also möglichen Eigenschaften von Menschen der Zugang zu den Genominformationen nicht der Schlüssel zum Verständnis, der uns zu Klarheit über die Abläufe und die Entwicklung in der aktuellen Weltgesellschaft verhilft. Das wird bis auf weiteres den Beobachtungen und den Erkenntnissen aus den Beobachtungen vorbehalten bleiben.


 

Artikel:  FAZ vom 6.3.2012

Entzifferung im USB-Stick; Das Massenscreening unserer Genome wird eingefädelt

http://www.faz.net/aktuell/wissen/mensch-gene/entzifferung-im-usb-stick-das-massenscreening-unserer-genome-wird-eingefaedelt-11674295.html

 

und Video zur Technik des Genomsequenzierens in Nanopores

http://www.nanoporetech.com/news/movies#movie-26-protein-analysis-using-nanopores

 

 

 

Jede Erkenntnis ändert eine individuelle Einstellung. Sie landet im Stockwerk für Bewertung und Entscheidungen.

 

Sie spielt eine Rolle in endlos vielen Beziehungen zu allen anderen Erkenntnissen, Gewohnheiten und Fragen, denn unser Gehirn macht ein Leben lang nichts anderes, als genau das: Erkenntnis auf Erkenntnis häufen und hin und her rechnen. Immer wieder spielt es mit Fragen und Schrecknissen, mit guten und schlechten Gefühlen und checkt so ohne Unterlass unsere Einstellung zur Welt da draußen.

 

Alle, die das nicht glauben oder einfach noch nicht bemerkt haben, überlegen, was träumen macht? Wozu sind Einfälle gut. Wieso entstehen sie und wer gibt uns innerlich spontane Antworten, wenn man noch nicht einmal eine Frage bemerkt hat?

 

Ein Stockwerk darunter sitzt die Abteilung „Nicht wahnsinnig werden“.

 

Hier sitzen professionelle Bremser aller Phantasien, genialen Einfälle, überzogener Pläne, Wünsche und Hoffnungen. Die Jungs sind gut – sie haben den Zaum in der Hand und versammeln das galoppierende Pferdchen zu verhaltenem Schritt. Geniale sind nicht stringent. Festgemauerte Charaktere sind nicht beweglich. In der Mischung liegt die Natur allen Lebens. Kein Modell und  keine Theorie beschreibt etwas ganz; es sind alles nur Vereinfachungen, um gedacht und vermittelt werden zu können.

 

Der Engpass ist die Kommunikation. Sie ist vage und überaus individuell. Jeder versteht unter nahezu jedem Begriff etwas anderes, weil Begriffe und Beschreibungen im Hirn gebildet werden. Sie steigen wie Blasen aus dem Erkenntnissee herauf und beinhalten nur schmale verdünnte und somit verkürzte und verzerrte Wahrheiten. Besser ist unsere Kommunikationseinrichtung einfach nicht, damit müssen wir leben. Sie wird jedoch besser, wenn man das verstanden hat und einrechnet.

 

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Bild mit Link zum Verlag Sinnhalt.com