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Handy & Neander

bei der Arbeit

 

Egal wie alt oder wie kompliziert, alle Religionen haben einen einfachen und einen gemeinsamen Ursprung.

 

In der Evolution, das weiß jeder, entstehen keine identischen Kopien der Vorfahren sondern über geschlechtliche Vermehrung zahllose Varianten jeder Spezies.

 

Obendrein verläuft das Leben jedes einzelnen individuellen Wesens reichlich chaotisch. Alle haben eine ganz eigene Entwicklung (Geschichte), prägende Elemente und beeinflussende Erlebnisse, sodass als sichergestellt gelten kann, dass es nicht einmal zwei gleich fühlende, denkende und handelnde Menschen geben wird. Wie alle unabänderlich bemerken, sind wir nie gleicher Meinung, immer ein wenig abwandelnd und korrigierend orientiert, also nahe dran, aber nicht homogen.

 

Völlig logisch müssen die Unterschiede in Massengesellschaften häufig recht ähnlich und der Gaußschen Normalverteilung folgend nach außen abnehmend und ganz außen bei wenigen Personen dann drastisch unterschiedlich sein.

 

An den Extremen, gibt es immer die Ausnahmen, die Herausragenden die Klugen und die ganz Dummen. Es gibt dort Heilige und Helden und Feiglinge und Verbrecher.

 

Je mehr Menschen in einer Siedlung leben, umso sicherer wird es Regeln geben müssen, weil die alle ein wenig irre sind. Bis es Regeln gibt, will jeder dem anderen erklären, was er falsch und wie er es richtig machen muss: die Babylonische Sprachverwirrung  – endlos Streit.

 

Menschen waren nah ihrer Entstehung eine stramm gefährdete Spezies. Nach der letzten Eiszeit gab es nur wenige tausend Menschen auf der ganzen Erde verteilt. Deren Zusammenhalt muss maximal gewesen sein müssen. Mit dem langsam clever werdenden Gehirn, folgte den Erkenntnissen der Unterricht und flugs haben wir Getreide aussortiert, das zwei Körner trug – die Supersamen behütet und im Frühjahr gepflanzt und bei Erfolg erzählt, wie es geht. Sicher nicht mit langen Sätzen aber immerhin. Ackerbau und Viehzucht müssen unterrichtet werden, genau dazu haben wir den Verstand genutzt. Mit dem Pflanz- und Zuchterfolg wurden die Gemeinschaften größer und damit die Auseinandersetzung.

 

Wenn nun, genau wie die Natur es wollte, alle unterschiedlich sind, muss es ein paar extrem clevere Männer oder Frauen gegeben haben. Es muss auch ein paar extrem sensible Leute gegeben haben. Ein wenig feinfühliger und eine wenig nachdenklicher, als die meisten, reicht völlig um Religionsführer zu werden.

 

Gewollt oder ungewollt, es läuft so ab.

 

Wer kritisiert muss begründen, weil kein Mensch jemals etwas falsch gemacht, solange es ihm nicht nachgewiesen wurde. Das ist die unterste Einrichtung eines schwierigen Zusammenlebens und der dringende Verdacht, dass Konsens hergestellt werden muss und Planung des Zusammenlebens mithin Führung unumgänglich. Das Individuum Mensch macht, was es will, auch und gerade, wenn es gar nicht so genau weiß, was es will. Sagen lassen, will es sich jedenfalls nichts von niemandem.

 

Kluge sind gequälte, weil sie über ihre Sensibilität ausweglos sehen, was das Zusammenleben so schwierig, destruktiv und beschwerlich macht.

 

Nach zehn anstrengenden aber erfolglosen Jahren mit Versuchen, die Leute für irgendetwas zu begeistern, um sie nachhaltig zu orientieren, kommt jeder angehende Religionslehrer langsam auf den Trichter.

 

Er erfindet und verspricht in der fernen Zukunft Heil und Glück und Frieden und Wohlstand und Wegbleiben aller Lasten und Beschwernisse, Krankheit, Leid und Tod sind dann kein Thema mehr.

 

Das Paradies ist die Karotte.

 

Da hin zu kommen, fordert irdischen Lebenswandel, den der Religionsführer Moses von Gott selbst auf dem Berg nachgeworfen bekommen hat. Weniger sarkastisch, das was den Religionsführer so sehr bewegt hat, die Mängel und die Streitbarkeit mussten weg und so wurden Belohnungen für Unterwerfungen versprochen, also Gebote zu befolgen orientierend.

 

Auf der Webseite Jüdische.Info steht dieser Text:

 

Der Sohar, heiliges Buch der Kabbala, vergleicht die drei Zaddikim – die überragenden Persönlichkeiten Noach, Abraham und Moses. Jeder dieser bedeutenden Männer lebte zu einer Zeit, da die Moral der Menschen, und ihr Lebenswandel überhaupt, viel zu wünschen übrig ließ. Jeder dieser drei Führer, so sagt der Sohar (I, 106a und 67b), reagierte auf verschiedene Weise gegen seine sündhafte Umwelt.

 

Siddharta hat das prinzipiell anders gemacht, aber das gleiche notwendige Ziel erkannt. Selbst die kleinste Einigung zwischen den Menschen bedarf Überzeugungsarbeit und benötigt Training bei den Betroffenen.  

 

Manitou hat die Indianer angehalten alles ordentlich zu machen, damit sie in die ewigen Jagdgründe kommen.

 

Noah, Abraham Moses, waren für uns Europäer zuerst da.

 

Das prägt. Das Judentum hat dann Jesus Christus inspiriert, eine Abspaltung mit ein wenig veränderten Heilsbedingungen zu installieren. Allerdings war er wenn, dann sicher leidenschaftlich. Er war wohl wegen der Ungerechtigkeit und der unübersehbaren Einfalt vieler ziemlich sauer, blieb aber defensiv und opferte sich selbst. Alle nach ihm feierten lieber – bis heute.

 

Dieses Tische umwerfen im Tempel hat mir immer am besten gefallen. Neu erfundene Apostel und eine nach dem Gründer recht bürokratische monetäre Installation, die katholische Kirche, hat wenig mit Weltverbesserung zu tun – eher mit dem Gegenteil. Sie bündelt zwar, hatte aber den gleichen Missionskick im Kopf. Alle anderen unterwerfen, ist immer in der eigenen Ansicht richtig.

 

Mohammed steckte in der Zwickmühle. Die Judenmethode, war schauspielerisch zu aufwendig mit riesigen Torarollen und einem Haufen Klimbim und Zöpfen und tausend weiteren Utensilien. Zahllose Verneigungen hat er aber mitgenommen. Dass Gläubige glauben, versichern sie sich gegenseitig, wenn sie sich kniend zigmal am Tag zigmal verbeugen. Das fand er gut. Das ist aktives Training für Demut: Haltung und Denken in einem Bodentanz vereint.

 

Damit es sich deutlich von den Juden abhebt, musste es über den ganzen Tag verteilt sein. Gleichzeitig hat das kurze Raster dazu führen sollen, dass die beglückende Unterwerfung in kurzem Rhythmus kaum anhaltende sich festigende Aufweichung und Ausschweifung zuließ.

 

Gegen die Katholikenreligion hat er die Strenge ins Feld geführt. Die Predigerei von Würdenträger zu Mensch hat er durch die Madrasa – also durch ernsthaften Unterricht und weitgehendes Studium ersetzt, was zweifellos eine andere Qualität bei den Gläubigen erzeugte.  

 

Die Glaubenseliten dürften auch nicht so wohlhabend gewesen sein. Den Prunk und den Protz der Würdenträger der Katholen hat er für sich damit ausgetrocknet, bevor er sich etablieren konnte. Die Abgehobenheit der alten Männer in Frauenkleidern blieb dem Islam deshalb erspart.

 

Der Einfluss dieser Idee auf die Wissenschaften hat die Islamische Welt für eine Weile in Führungsposition gebracht.

 

Die Strafen, die Mohammed für Verfehlungen einführte, mussten jenen der beiden bereits verbreiteten anderen Religionen voran gehen. Etwas Neues, muss sich abheben. Und abheben geht gut mit abhacken oder abhauen zusammen. Die persönliche körperliche Unversehrtheit trifft neben der bleibenden Behinderung, die veränderte Sozialisation, soll heißen jeder sieht die nicht kaschierbare Bestraftheit. Damit war die gesellschaftliche Einordnung immer direkt in Gefahr. Moderne Bestrafte erkennt man nicht. Selbst die Daten dazu sind schwer verfügbar.

 

Identisch sind bei den drei Weltreligionen die Belohnungen im Himmel. Nicht in Einzelheiten, aber die unhaltbaren Versprechungen sind erstes und einziges Motiv für die geforderten Unterwerfungen. Die übrigen Motive sind profan. Geboren und aufgewachsen in und geworden in und Nutzen in dieser oder jeder Gemeinschaft und falls erfolgreich, reich oder mächtig in der jeweiligen Sippe (Religionsgemeinschaft).

 

Dschinghis hat einfach alle töten lassen, die ungehorsam waren. Er hat seine Regeln brutal durchgesetzt, ein Weltreich geschaffen und alles war umsonst, weswegen es auch wieder verschwand.

 

Martin Luther wiederum hatte in unserer Heimat die Schnauze von dem Pomp der alten Männer in Frauenkleidern ziemlich voll und hat deshalb eine weitere Variante des Weges zum Heil erdacht und angeboten und darum gekämpft.

 

Aktuell versuchen die beiden Kirchen in Not die Interessen lieber wieder zu bündeln. Die Gläubigen lassen nach.

 

Wie auch immer: eine Religion zu gründen, gibt es zu jeder Zeit weltweit Anlass in Hülle und Fülle. Geholfen hat es tatsächlich nicht. Allerdings muss man schlicht hinnehmen, dass im All sich nichts lange hält. So sind die Universen mit allem, was da kreucht und fleucht, in ständigem Wandel begriffen. Alles ändert sich, jedoch nicht geradlinig. Alles pendelt, alles kommt wieder und alles beginnt immer wieder von vorn.

 

Das Rezept: Alles, was der Religionsführer sieht, ärgert ihn, da er in seiner inneren Welt eine andere etabliert hat. Dann strebt er danach, den einen oder anderen zu überzeugen und seine nicht nachlassende innere Versicherung, das Richtige zu tun, zwingt ihn in der Folge immer deutlicher zu sehen, dass er sich mit Massenphänomen auseinandersetzen muss, da die verbreiteten Ansichten eben verbreitete Ansichten sind. Alternativlos bastelt er Heilsversprechungen als Lockmittel und einen Verhaltenskatalog, dessen Vorschriften das geordnete Zusammenleben nach Gusto des Stifters erzeugen.

 

Da man sich bei Menschen nie sicher sein kann, dass sie gehorchen, selbst wenn man genau neben ihnen steht (das ist wohl die älteste aller Erfahrungen), muss ein Strafenkatalog als Gegengewicht her. Das strafbare Gegengewicht muss gewaltig sein, denn immerhin haben wir es mit völlig durchgeknallten individuellen Streithähnen zu tun, als welche die Evolution nun halt mal den Menschen geschaffen hat.

 

Und so führt die Not den Stifter zu den ewig währenden, immer gleichen Aspekten. Bis seine Stiftung von der nächsten übertroffen wird. Für die Notwenigkeit einer neuen Religion braucht es nicht viel Anlass. Überfluss fördert Langeweile und damit Ausschweifungen zu allen Zeiten und das genügt schon. In der Not jedoch kommen die Leute von alleine zusammen. Auch dazu braucht es nicht viel, einfach nur die Not.

 

Siehe auch:

 

Sabine Rückert in der Zeit vom 13.6.2017

 

http://www.zeit.de/2017/25/voelkermord-ns-beate-klarsfeld-serge-klarsfeld

 

 

Was ist eine prophetische Tat? Es ist eine Tat, die in die Zukunft weist, Verhältnisse radikal ändern will. Die Propheten des Alten Testaments waren keine Vorhersager – sie waren Rebellen, die sich erdrückenden politischen Zuständen entgegenstemmten. Sie sprachen unerhörte Wahrheiten aus und brachten das Unsagbare zur Sprache. Sie setzten Zeichen durch verstörende Handlungen. Die prophetische Tat ist revolutionär und von hoher öffentlicher Durchschlagskraft.

 

Ein Tabubruch, ohne Zerstörungswut – friedlich und konstruktiv, auch bei modernen Propheten.

 

Den letzten Satz kann man nicht ohne weiteres unterschreiben. Im Artikel geht es um Beate Klarsfeld und um Martin Luther King. Da mag er gelten.

 

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Weiterführend:

 

Auf der Welt leben mehr als sieben Milliarden Menschen. Davon sind geschätzte zwei Milliarden Christen und 1,5 Milliarden Muslime. Gegenüber diesen enormen Zahlen stehen gegenwärtig weltweit etwa 13 bis 15 Millionen Juden. Ein Grund für die geringe Expansion ist, dass Juden nicht missionieren, also keine neuen Anhänger ihrer Religion werben.

 

http://www.planet-wissen.de/kultur/religion/judentum/index.html

 

 

 

 

Anlass: Was Befahl Hitler?   von Frank Bajohr

 

http://www.zeit.de/zeit-geschichte/2017/01/holocaust-adolf-hitler-befehle-forschung-streit/komplettansicht

 

Forscher haben nun endlich herausgefunden, wie die gesellschaftliche Ausrichtung „Judenlösung“ einigermaßen glaubwürdig abgelaufen ist.

 

Darin steckt die leider komplexe Funktion, wie alle Gesellschaften funktionieren.

 

Vorab es ist viel Zufall dabei. Was genau sich in einer Gesellschaft durchsetzt, ist schwer vorhersehbar, weil unglaublich viele Prozesse gleichzeitig ablaufen und letztlich ohne direkte Beziehung konkurrieren.

 

Mehrheiten bilden sich aber nicht zufällig, sie sind die Folge einer massenhafteren Zuwendung als eben die geringere Zuwendung bei konkurrierenden Bewegungen.

 

Das Chaos, das sich in allen westlichen Gesellschaften zeigt, hat seine Ursache in fehlenden straffen Strukturen.

 

Kim Jong Un ist das Muster für Diktator und seine Leute sind das Muster für erzwungene gesellschaftliche Einheit.

 

Die größte gleichgeschaltete Gesellschaft lebt in China. Befehlsstränge durchziehen diese gesellschaftlichen Gebilde. Wächsernes Verhalten, niemand zeigt sein wahres Gesicht. Alles Lüge, aber niemals geäußert, von niemanden.

 

Dennoch gibt es nirgendwo auch in diesen gesellschaftlich parallelisierten Systemen keine Gleichschaltung in Wahrheit.

 

Menschliches Denken ist heutzutage in erster Linie intellektuell geprägt. Das sprachlich bezogene Auseinandersetzungsmodell ist in westlichen Gebieten nicht mehr überschaubar. Alles und jedes wird gleichzeitig veröffentlicht. Sich widersprechende Artikel auf der gleichen Seite am selben Tag, spätestens am nächsten, sind völlig normal.

 

Lächerliche Behauptungen von heute die meisten (91%) aller Autofahrer wollen auf das Auto verzichten ist nur eine miese Manipulation, aber sitzt in den Hirnen, weil es heute dahinein gesetzt wurde.

 

Aufklärung der Rosstäuschertäuschung:  http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/barbara-hendricks-und-die-dubiose-umfrage-des-umweltministeriums-a-1143011.html

 

Der Evo denkt aber nach wie vor maschinensprachlich und komplett autark und somit als einzelner, wirklich strammer Individualist.

 

Dennoch hat die Evolution unausweichlich Zusammenhalt in den Sippen aufoktroyiert. Daher haben wir die erzwungene Neigung, lieber zuzustimmen, als eine Auseinandersetzung zu riskieren. Das mag ein nur kleines Gewicht sein, aber in Massengesellschaften wird es zur Last. Hier genau wird verantwortet, dass Strömungen in Gesellschaften häufig stark werden und sich über andere legen und diese ersticken. Am Ende nach langen Entwicklungen ist dann nur noch die eine oder die andere übrig.

 

Aktuell sind auf dem Planeten Hardliner und Verweichlichte zu finden. Russland, China, Indonesien, in Südamerika die kleinen Länder auf der einen und Australien, Europa und Nordamerika auf der anderen Seite. Brasilien und ein paar weitere sind aktuell unklar, aber sie werden sich entscheiden, immer mal wieder, bis eine Seite die Oberhand gewinnt.

 

Man denke sich einen Gebirgszug. Es regnet. Das Wasser läuft in die Rinnen und darin zu Tal. Wo es flach wird, läuft alles zusammen. Genau genommen, läuft die eine Hälfte hüben und die andere Hälfte drüben auf der anderen Seite der Scheide zu Tal. Unten angekommen, landet dann alles in großen Flüssen und dann im Meer.

 

Einzelne Ansichten (Tropfen) fallen zusammen in die Rinnen (Rinnsal), dort bilden sie eine Familie, eine Sippe, ein Verein, ein Dorf, eine Gemeinde.

 

Ohne lokalen Bezug passiert das Zusammenlaufen in eine Meinung, eine Gepflogenheit, eine Mode, eine Haltung, eine Art zu gehen, sich zu kleiden, zu trinken, sportliche Betätigung oder eine Religion, eine Sekte, einen Protest, eine Demonstration, eine Parteimitgliedschaft, eine Mordgesellschaft.

 

Alle Rinnsale zusammen laufen in der Ebene in eine sogenannte Gesellschaftsform, demokratisch, orthodox, Diktatur.

 

Der Evo bleibt jedoch unveränderlich ein Individuum, das, so seine ureigenste Ausrichtung, auf ihm günstig scheinende Gefälle reagiert. Da zieht es ihn hin.

 

Weil Nein sagen, Stress für den Evo ist und Zugehörigkeit schon immer über ein wirklich winzig kleines Übergewicht in der Seele (innere Verordnung) in Richtung Harmonie verfügte, wird klar, warum letztlich die große Mehrheit der Deutschen Seele seinerzeit Judenvernichtung nicht – jedenfalls nicht öffentlich - abgelehnt hat und damit aus der breiten Widerstandslosigkeit die Quälerei und die Massenvernichtung mitzuverantworten hat. Das Gegengewicht wurde aus Selbstschutz immer kleiner.

 

Hätten sich Zehntausende früh dagegen aufgelehnt, hätten sie das Gefälle vermindert und die rasante Fahrt wäre einer anderen Entwicklung gewichen. Letztlich haben sich alle in Sicherheit gebracht und damit den Überschwang unterstützt, die Abschüssigkeit gefördert.

 

Mit jeder üblen Nachricht über Exzesse auch hinter vorgehaltener Hand, schwand folgerichtig bei den ablehnend Denkenden die Zuversicht, dagegen halten zu können, ohne Schaden zu nehmen:

 

Das Gefälle erhöhend.

 

Mit jedem nicht gestraften Angriff gegen Juden und später, als die Endlösung sich schon weit in der Gesellschaft etabliert hatte, stärkte sich die „Richtigempfindung“ in den Täterevos, denn sie taten, was alle taten – damit reden wir uns schon immer heraus aus unseren inneren Fragen.

 

Das Gewissen meldet sich, muss sich aber nicht durchsetzen, wegen der für alle Zeiten festgenagelten Zugehörigkeitsprämisse.

 

Das Gewissen ist demnach abhängig von der vermeintlichen draußen in der Umgebung praktizierten aktuellen Mehrheit mit Vermutungsanhängsel in Richtung morgen und übermorgen.

 

Also sorgt die innere Frage, wächst die Bewegung oder stirbt sie, vorgreifend für mehr oder weniger Anhänger. Wächst sie, bringen sich alle in Stellung, um nicht das Nachsehen zu haben.

 

So läuft der Hase. Wir hängen uns an individuelle Voraussagen, die wir aus Beobachtung der Umgebung ziehen, was automatisch zu sich selbstverstärkenden Entwicklungen führt.

 

Nichts und niemand kann das ändern. Die Gesellschaft landet da, wo jeder einzelne Nichtexperte meint, am besten dabei davon zu kommen.

 

Moral, Klugheit, Übersicht, Verantwortung für die Zukunft, gesellschaftlicher oder politischer Zusammenhalt sind folglich nicht das wirkliche Steuerungselement, sondern tatsächlich und einzig höchstprivate Vorteilsvermutung.

 

 

 

 

Katholiken und Protestanten haben kapiert, dass unser aller Glaube an den Computer den an Religionen schon tausendmal überholt hat:

 

 

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Erster Quantencomputer wird kommerziell

 

http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-21224-2017-03-07.html

 

„Schritte auf dem Weg zur sichtbaren Einheit der Kirche gehen“

 

http://www.idea.de/frei-kirchen/detail/schritte-auf-dem-weg-zur-sichtbaren-einheit-der-kirche-gehen-100207.html

 

 

 

 

 

 

Sascha Medwedew bei einem Besuch in der Trainingswohnung

Alexander Medwedew, Skt. Petersburg

 

Headline:  Als Sascha zur Welt kam, waren viele Russen dafür, Behinderte wie ihn liquidieren zu lassen. Doch Russlands Gesellschaft wandelt sich, und Sascha kämpft sich Schritt für Schritt voran - hin zu einem selbstständigen Leben.

 

U-Bahn-Fahren ist eine Herausforderung. Sankt Petersburg liegt im Mündungsdelta der Newa, der Boden ist sumpfig, das Metronetz deshalb eines der tiefsten der Welt. Die Rolltreppen sind steil und bis zu 140 Meter lang.

 

Die Stadt hat gelbe Plattformen angeschafft, die Rollstühle über die Rolltreppen befördern können. Die Plattformen müssen aber von Metro-Mitarbeitern bedient werden.

 

Als Sascha das erste Mal vor der Rolltreppe auftauchte, bekam er zu hören, sein Ausflug in die Stadt sei ohnehin viel zu gefährlich. Sie würden ihm die Plattform natürlich bereitstellen, sofern er mit einem Begleiter wiederkäme. Sascha ist daraufhin jeden Morgen zur gleichen Metro-Station gefahren, ohne Begleiter, und hat um die gelbe Plattform gebeten.

 

"Ein bisschen Krieg führen"  nennt er seine Zermürbungstaktik.

 

Drei Wochen haben ihn die Metro-Leute auflaufen lassen, dann waren sie es leid.

 

Inzwischen stehen sie schon bereit, wenn sie Sascha in seinem Rollstuhl von weitem sehen.

 

Im Spiegel:  http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/russland-alexander-medwedew-kaempft-fuer-die-rechte-behinderter-a-1130949.html

 

von Benjamin Bidder

 

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Geht doch! 

 

So sieht für mich ein Held aus - ganz ohne Lametta. In seiner Leistung gegen Widrigkeiten liegt der Wert einer Person. Nirgendwo anders.

 

 

 

 

 

Trump und ähnliche selbstverliebte Vollidioten sind in einer frühen Zeit der Menschheit nie Führer gewesen.

 

Weil damals noch jeder in der Sippe einen lebenslangen Rangkampf mit Leistung belegen musste.  

 

Der Rang musste täglich bestätigt werden - durch sinnvolles Handeln. Sprache, bei weitem nicht so komplex wie heute, gibt es noch keine 10.000 Jahre, Geschriebenes noch viel später.

 

Da jeder jeden von klein auf um sich hatte, bestand das System aus alltäglichen, zahllosen, gemeinsamen Erlebnisfolgen. Es gab keine Fernnachrichten und keine bewegten Bilder.

 

Alles am System war stark räumlich beschränkt. Die wesentlichen Personen waren immer die gleichen. Daher war es ein sich selbst justierendes System – eine tiefgehende Selbstverständlichkeit.

 

Heutzutage kennt kaum jemand mehr als seine engsten Familienangehörigen richtig gut.

 

Damals kannte jeder von jeden dessen und damit verbunden das eigene Leben lebenslang.

 

Heutzutage ist Herrschaft des Häuptlings nur repräsentativ erfahrbar. Völlig umständlich, verdreht, verbastelt wegen tausender Rücksichtnahmen aus diesem und jenem nie findbaren Grund. Niemand muss etwas beweisen. Rechtstheoretisch wird sich auf dem Vorgesetztenstatut des Titels Abteilungsleiter ausgeruht. Das wars! Kontrolle? Wo denn? Durch wen? Mit welcher direkten Rückwirkung?

 

Begründetheit von Führungsansprüchen ist weg, adée, verflogen, existiert einfach nicht.

 

Wir wärmen uns an dem komplett abstrusen Gedanken, dass ein von uns gewählter XY unsere Interessen vertrete – obwohl wir den noch nie angefasst und berochen haben. Wir wissen absolut nichts von diesen Figuren und vertrauen Ihnen, weil wir alles andere nicht ertragen könnten. Unser Evo-system ist nicht auf digitalisierte Fernbeziehungen geeicht.

 

Schlimmer noch, kein Mensch hat andere Interessen, als seine eigenen im Kopf. Mindestens seine Taten und Ansichten sind immer mit seinen schmalen Ableitungen von der angeblichen Realität verbunden.

 

Ich erinnere daran, dass es Realität nicht gibt. Nur der andauernd virulent sich verändernde Gehirninhalt und davon wiederum bei weitem nicht alle Inhalte, sondern lediglich Kernstrukturen des betreffenden Problems, haben Anteil an der Willensbildung. Deshalb ist Willensbildung wahnsinnig weit weg von Problemlösungen. Bürokratische Strukturen leisten deshalb nicht und niemals genau das, was die tatsächlichen Entwicklungen erfordern.

 

Den Scheiß, den die dann machen, heißen sie förderlich „Politischer Wille“

 

 

Ja, l... m... a. A.... !

 

 

Erinnert sei an Adolf Hitler. Der Kirchenmaler hatte sich auch nicht vorstellen können, dass er mal die Welt in Brand setzt. Er hat Stück für Stück wegen der für ihn selbst unverständlich wachsenden Gefolgschaft Steinchen um Steinchen auf sein Selbstbewusstsein gehäuft und sich damit vollständig besoffen gemacht.

 

Sein Evo-System hat natürlich die Unausgewogenheit seiner Leistung nahe Null mit dem unerklärlichen Beliebtheitseffekt verglichen und massive Warnungen ausgesendet. Das ist der simple Grund dafür, dass er sich selbst nicht über den Weg getraut hat, misstrauisch wurde und sich mehr und mehr zurückzog und absicherte - in der Wolfsschanze, ein möchte-gern-Wolf, der sich vor Angst verschanzt.

 

Sein Rang war evolutionär nicht durch Leistung mit innerem „verdient“ wertbar und das ist es, was die selbstverliebten Vollidioten zwingt, krankhaft an sich selbst zu glauben. Das Außenerlebnis sagt toll und das innere Stimmchen sagt zäh: „Das bist du alles nicht wirklich!“ Das Stimmchen muss verdrängt werden und wird es.

 

Von außen glauben daher alle, der glaubt, was er sagt und ticken den Effekt einfach nicht. Weil sie nicht mit ihm zusammen in der Höhle Tag für Tag und Nacht für Nacht sehen und erleben können, was der wirklich taugt.

 

Alle die mit dem Spinner nah zusammen gelebt haben, kannten den Konflikt und haben ihn wie die meisten anderen auch alternativlos verdrängt. Weil nicht sein darf, was nicht wahr sein darf.

 

So ein Protzland wie die USA wählt einen X - beliebigen Kerl, der nie irgendwas in der Politik geleistet hat.

 

Sie sollten das überdenken, aber helfen wird das nicht mehr.

 

Sie werden erwachen, wie die Deutschen nach dem Schuss im Bunker und erst dann kapieren sie, was gelaufen ist. Und sie werden genau wie die Deutschen seinerzeit, gar keine aber wirklich so was von überhaupt keine Schuld bei sich selber sehen.

 

Ach ja und natürlich hat ihn ja überhaupt absolut niemand gewählt.

 

„So was wählt man doch nicht, seid Ihr denn alle bekloppt? Ich hab den Idioten jedenfalls nicht gewählt.“

 

In zwei drei Jahren sehen wir dann den Salat.

 

 

 

 

Pränatal

 

Innen drin, im Mutterleib, kommen die ersten Signale ins Gehirn.

 

Geräusche von außen  

 

Bewegungen von außen

 

Lagedruckerkennung von außen

 

Temperatur von außen

 

Flüssig (Fruchtwasser), fest (Fruchtblase, Mama außen rum)

 

Kurz:  Alles, was im Gehirn entwickelt wird, folgt sensorischen Impulsen, mithin Information von außen.

 

Die Geburt, Stress pur, überwiegend von außen

 

Postnatal

 

Erst jetzt kommt die Umwelt einigermaßen realistisch hell und laut, ungefiltert von außen, ins Hirn rein.

 

Das erschreckt, überfordert und quetscht blitzartig unmittelbare, gänzlich ungefilterte Emotionen in die Grundstruktur der wesentlichen Grundeinstellungen ins Gehirn.

 

Die Folgen nennen wir Persönlichkeit.

 

Sie ist rein und absolut reflektiv - von außen initiiert, aber ohne einheitlichen, erwartbaren Bezug zur Wirkung.

 

Alles, was im Gehirn entwickelt wird, ist also eigenes inneres Verarbeitungsergebnis

und die Daten kamen immer von außen.

 

Alle daraus gewonnen inneren Einstellungen werden als Prämissen zu begleitenden Filtern für alle später addierten Erkenntnisse.

 

Alle sind veränderlich, auch die grundlegenden Einrichtungen.

 

Allerdings werden Basiserkenntnisse nur von heftigen Erlebnissen angegriffen, weshalb wir uns vielfach sehr schwer tun und durchaus bei nötig gewordenen Umbauten darunter leiden. 

 

Da alles, was nun nach der Geburt noch kommt, ähnlich abläuft, kann jeder sich sein Bild von seinem Bilde selbst machen.

 

Genau so wie bisher auch.

 

Da alles, das Einer im Gehirn hat, nur eine Reaktion auf eingedrungene Medlungen ist und in der Folge eingebaut, wegsortiert oder gelagert wurde, ist das Ergebnis bei weitem deutlich zufälliger, als man denken mag.

 

Nun, wenn einer schon nicht genau von sich selbst weiß, was er oder wie er genau ist, wie präzise kennt er denn dann wohl die anderen Einer?

 

 

 

 

Hofreiter-Interview in der Zeit von heute

 

http://www.zeit.de/2017/06/anton-hofreiter-ernaehrung-fleisch-massentierhaltung-oekologie/komplettansicht#comment-form

 

Genauso wenig wie ich Kinderarbeit zur Herstellung von Billigkleidung akzeptiere, …  

 

und:

 

Die Aufgabe von Politik ist es, unser Zusammenleben so zu gestalten, dass wir frei leben können, ohne die Freiheit anderer einzuschränken oder unseren Planeten zu zerstören….

 

 

Zu 1:  Wovon sollen weltweit die Familien, deren Kinder arbeiten müssen, leben?  Das sind Systeme, die sich nicht von Interviews in der Zeit beeindrucken lassen. Die Kinder sind lebenstüchtig aber in einer schlimmen Lage.

 

Unsere Kinder müssen nicht arbeiten, guckt sie euch an… Hyper dies und hyper das und können nicht rechnen und kaum studieren, sind zu dick, werden aber in die Schule getragen und wollen nicht Bäcker werden, aber haben angewachsene Smartphones und Kopfhörer etc., etc….

 

Zu 2:  Möchte ich gerne wissen, wie 2 Personen den gleichen Platz beanspruchen können. In dieser Welt war das bislang nicht möglich. Das probiert doch die Merkel reichlich erfolglos. Alle sollen kommen, dann sehn wir schon. Das menschelt, aber diese unsere Menschenwelt ist aus Geld gemacht, nicht aus Illusionen.

 

Wenig reich braucht verdammt viel arm.

 

Hofreiter träumt von einer besseren Zukunft. Das ist ehrenhaft, aber sonst nichts.

 

Mit diesen seifigen Fernwünschen werden uns immer die Augen verschmiert. Löst einer ein Problem, werden die Betroffenen eine neue Lösung suchen und so fort, das ist Leben in Wahrheit:

 

Finde eine Lösung (Imperativ).

 

Bremst was oder Hofreitert was, finde eine Lösung. Gesetze hier Gesetze dort, finde eine Lösung, Trump, finde eine Lösung, Krieg, finde eine Lösung, Krankheit, finde eine Lösung, keine Zukunft in Afrika, finde eine Lösung, der Tunnel nach England ist zugemacht worden, finde eine Lösung, egal was kommt, ..… finde, ..... finde, ......

 

Alles Leben kämpft gegen alles andere, so hat die Natur sich selbst gemacht. Gab einfach keine andere Wahl.

 

Das Grauen dieser Welt heißt Politik.

 

Probleme mildern, das kann kluge Politik, allerdings nur lokal, thematisch und zeitlich eng begrenzt.

 

Und ? Tut sie das?

 

Meistens verpasst sie doch schon das Zeitfenster.

 

 

 

 

Jedes 5. Kind ist arm

 

In der Zeit von Julia Friedrichs 19. Januar 2017, 2:43 Uhr

 

"Sie ist die billige Heuchelei leid".

 

Ihr Schlusssatz:

 

Was für eine eingeübte Empörung! Wenn die armen Kinder jedes Mal, wenn ihr Schicksal bedauert wird, einen Zehner bekämen – dann zumindest hätten sie noch etwas von dieser billigen Heuchelei.“

 

http://www.zeit.de/2017/02/kinderarmut-deutschland-eltern-chancen-sozialpolitik/komplettansicht?print

 

 

Die Kinder und die Alten werden der Gesellschaft geopfert.

 

Die dazwischen sind ausgebeutete Rennpferde, die die Bezahlung des „Politischen Willens“ zu erbringen haben.

 

Wir Deutschen sind als Menschen in jedem Fall am Arsch des Interesses öffentlicher Macht!

 

Mit einer einzigen Ausnahme:

 

Wir sollen sie wählen, aber bislang immer ohne festlegen zu dürfen, was sie dann machen, wenn sie denn gewählt wurden.

 

Da ist der Hebel Freunde und nur da.

 

Die Wähler müssen sich auf ein Vorhaben einschießen und das zur Bedingung für die Wahlstimme machen.

 

Dann wählt das Volk ein bisschen an der Richtung für die Zukunft mit.

 

Das wäre schon ein entwicklungsfähiger Einstieg in aktive Demokratie.

 

 

 

 

Kommentar zum Artikel von Harry Nutt vom 27.1.2017

 

Holocaust Die Formen des Erinnens dürfen nicht starr werden

 

Erinnerungen sammelt jeder Mensch unbewusst, chaotisch und unaufhaltsam. Erhärten sie sich zu heftigem Leid, ist er fortan friedliebend – zuvörderst erst einmal für sich selbst. Denn er will kein weiters Leid erfahren. Sein Maß ist voll. Der innere Wunsch kollidiert mit den sichtbaren Widersprüchen in der erfahrbaren Realität (heute überwiegend über Medien, anders als bei natürlich lebenden Menschen), denn Leid kommt von außen von anderen.

 

Hier erblüht die Erkenntnis, dass die anderen nicht böse handeln dürfen, damit mir selbst Leid erspart wird. Egoistisch aber gesellschaftlich äußerst sinnvoll. Die Forderung ist volllogisch - kein Krieg, keine Gewalt, nirgendwo.

 

Jede Nachkriegsgeneration, alle postkatastrophal traumatisierten Gesellschaften
verhalten sich nach diesem Rezept. Aber die Generation danach (Höcke) hat keine eigene, sondern nur eine überlieferte Leiderfahrung und ab da überwiegt erneut der Eroberer in uns und alles fängt von vorne an.

 

Das ist meine Relativitätstheorie über die „swinging Menschheit„. Das kann sich niemals ändern. Menschen sind friedlich, wenn sie Schrecknisse befürchten, die sie selbst betreffen. Geht ein Eroberer voran, der Ihnen Abwesenheit von Qual, mithilfe von Weltherrschaft vormacht, taucht der Welteroberer, der EVO, den die Evolution jedem einzelnen von uns eingebaut hat, wieder auf, hat Oberwasser und scheißt auf den Feigling, der Angst vor nur möglichem Leid hat. Man bestätigt sich das allseits gegenseitig: „Sieg Heil!“ Ja, bis es halt krachend schief gegangen ist, dann ist wieder der Friedmensch obenauf. Für maximal eineinhalb Generationen.

 

Nicht jeder, aber viele werden entfesselt, wenn es günstig erscheint. Unser innerer Wettbewerb, bei Chancen keinesfalls zurückstehen zu wollen, ist unser innerstes Überlebensprogramm, mit fatalen Folgen.

 

 

http://www.berliner-zeitung.de/politik/meinung/holocaust-die-formen-des-erinnerns-duerfen-nicht-starr-werden-25633842

 

 

Siehe auch: Regisseur Georg Stefan Troller zum Holocaust Gedenken

 

http://www.ksta.de/politik/regisseur-troller-zum-holocaust-gedenken-jeder-wuerde-einen-massenmord-begehen-25623692

 

 

 

 

 

 

George Michael

 

Bild und Artikel aus der Berliner Zeitung von heute 2. Weihnachtstag 2016

 

http://www.berliner-zeitung.de/kultur/mit-53-jahren-popsaenger-george-michael-ist-gestorben-25373628

 

Mein Kommentar zum Artikel:

 

Unsere eigentliche, die Naturkonstruktion "der Evo" und der Kropf im Kopf, was wir Großhirn nennen, sind zusammen eine Notkonstruktion, die uns hat überleben lassen und, was die Natur nicht wollte, die Erde uns komplett unterwerfen lassen.

 

Die Beiden vertragen sich nicht. Unter Drogen begeistert sich das Doppelköpfchen am Hype, am Kick, am Zauber im Schädel. Farben, Geräusche, unglaubliche Emotionen.

 

Solche Knallerlebnisse vereinigen die beiden Streithähne in Begeisterung. Freilich nur so lange wie der Knall anhält. Danach zanken sie sich umso heftiger mit Schuldzuweisungen und vergrößern so den Konflikt. Einziger Ausweg, um wieder zu Burgfrieden zu finden, noch ne Prise, ein Schluck, ne Linie ziehen, ne Spritze, Chips auf den Tisch (Roulette nicht Kartoffeln, die helfen auch nicht wirklich), Races auf der Hauptstraße, Mount Everest und mit dem Wingsuite runterfliegen.

 

Immer das Gleiche.

 

Wir pumpen uns mit Begeisterung auf, um dann zu einem übel missratenen Origami wieder zusammen zu fallen.

 

Todesursache Fentanyl.

 

Da haben die beiden lebenslangen Streithähne den Konflikt dann endgültig beendet und ruhen nun in Frieden – sagen wir doch hellsehend immer, wenn einer tot ist.

 

In Wahrheit merkt der Evo von Geburt an, dass er sich mit dem Telli nicht verträgt, sucht und findet nach langem Kampf den endgültigen Ausweg. Ich denke, dass er den Endpunkt festlegt – wie immer, ohne seine Absicht kundzutun.

 

Das macht er nie, weil er nicht spricht und der Telli versteht ihn nie, weil er nicht hört.

 

Der Evo entscheidet, wann wir abtreten, dann, wenn er das Leben satt hat.

 

Und dann guck mal den nächsten Artikel an:

 

 

 

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